KFZ Reparatur ohne Auftrag

5 Antworten

Ich hätte bei Fragestellung ein eingestelltes Foto mit der (von mir aus tw. geschwärzten) Rechnung erwartet.

Fakt ist: Es wurde eine (von mir aus) **kleine* Inspektion in Auftrag gegeben. Es wurde nicht schriftlich vermerkt, daß Zusatzarbeiten vermieden werden müssen. Ich gehe davon aus, daß der erteilte Auftrag unterschrieben wurde.

Und da sind wir beim Thema: Wenn der Inspektionsplan bei dem Km-Stand des Fahrzeuges vorsah auch die Kerzen und den Luftfilter zu wechseln, ist das Bestandteil des Auftrages. Der Pollenfilter ist bei fast jeder Inspektion dabei. Bremsflüssigkeit ist intervallabhängig und wird alle zwei Jahre gewechselt. Hier auch wieder: War sie fällig ist es Bestandteil des unterschriebenen und nicht eingeschränkten Auftrages. Das Kühlmittel wurde wohl eher ergänzt und nicht ausgetauscht, denn beim Wechsel des Schalters fließt (meist) nicht mehr als ein halber Liter raus. Was die 90€ für den Schalter angeht, möchte ich wieder die Rechnung sehen.

Zur Info: Schon ein Liter Kühlmittel kostet etwa 10-15€ (Entsorgung mit drin), der Ölwechsel (mit ca. 3,5L 5W-30 + Filter) etwa 100€++....

Worüber du dich maximal streiten kannst (mein Stand, ohne die Rechnung zu kennen), sind die Wischer und der Thermoschalter.

Zu guter Letzt wäre mal interessant gewesen um was für ein Auto es sich handelt, daß man mal grob einschätzen kann wie sich die Kosten belaufen sollten...

Erstens verstehe ich nicht, wieso du "kleine" in Sternchen setzt (es wird tatsächlich zwischen großer und kleiner Inspektion unterschieden) und zweitens gehst du schon mal fälschlicherweise davon aus, dass irgend etwas unterschrieben wurde.

Wie dem auch sei, die Rechnung brauchst du nicht. Glaubst du allen Ernstes, ich stelle hier falsche Daten ins Internet und rege mich in fremder Sache darüber auf? Du scheinst meine Langeweile zu überschätzen, also wenn ich sage, es sind 90 Euro für einen Thermoschalter, dann ist das so.

Und worüber ich mich maximal streiten kann, überlasse ich dann doch lieber dem Urteil des mittlerweile auf Anraten des ADAC und Verbraucherschutz eingeschalteten Anwalt, die das Vorgehen der KFZ-Werkstatt als alles andere als legitim erachten.

Beste Grüße.

@Neome

kleine sollte werden kleine . Da hat ein Stern gefehlt. Zwei davor, zwei dahinter macht Fettdruck . Ich weiß um die Unterschiede bei den Inspektionen, muß den Kram ja jeden Tag ausführen.

In welcher Hinterhofbutze warst du, daß du einen Werkstattauftrag nicht unterschreiben mußtest?

Was für ein Auto du hast, weiß ich immernoch nicht und kann nicht annähernd abschätzen ob der Preis für den Schalter angemessen war.

Und sonst: Wenn du ja eh alles schon besser weist als wir, die wir dir helfen sollen/wollten, dann stiehl uns doch einfach nicht die Zeit, denn auch wir haben besseres zu tun...

@killerbee1

Das ist warscheinlich einer der Sorte die in der Uni nicht gelernt haben wie etwas Richtig ist oder gemacht wird sondern nur wie sie nachdem sie einen Fehler machten alles aus der Umgebung verdrehen müssen damit es nicht nach einem Fehler aussieht. Der hätte Politiker werden sollen. So wie es sich aus Kommentaren liest hat der allen Ernstes vor nötigenfalls zur Klärung vor Gericht zu ziehen. Ich wäre mal gespannt wie es weitergeht wenn aus dem Büro bei der Auftragsannahme zwar eine Menge Leute da waren, sich aber niemand daran erinnert dass expliziert weitere Leistungen als die kleine Inspektion ausgeschlossen wurden. Aber so Leute muss man machen lassen, die müssen auf die Harte merken dass sie auch nur mit einem Blauen Auge hätten rauskommen können.

Hallo, für Leistungen, die Sie nicht beauftragt haben, brauchen Sie auch nicht zu zahlen. Ein mündlicher Vertrag ist ebenso wirksam, wie ein schriftlicher. Hier ist es nun aber so, dass der KFZ-Fritze von Ihnen Geld haben will, nicht Sie von ihm und deshalb brauchen Sie zunächst gar nichts zu beweisen. Der KFZ-Fritze muß im evt. Zivilrechtsstreit beweissen, dass ihm das geforderte Entgelt zusteht und dazu gehört, dass er beweisen muß, dass er von Ihnen in dem behaupteten Umfang Auftrag erhalten hat. Wenn er Arbeiten ausgeführt hat, für die er nicht beweisen kann, beauftragt gewesen zu sein und auch nicht berechtigt davon ausgehen konnte, dass die Halterin / Fahrerin des KFZ die reparatur in dem durchgeführten Umfang auch haben will, braucht man sie nicht zu bezahlen - das ist eigentlich ziemlich einfach! Vermutlich gibt er Ihnen aber Ihr Fahrzeug wegen Werkleistungspfandrecht nicht heraus. Dann empfehle ich, den Betrag von 170,00 €, ggf. noch zzgl. ges. Mwst., an die werkstatt zu zahlen - und unbedingt eine Quittung zu vrlangen. Verlangen Sie bitte anschließend die Herausgabe des KFZ und falls dies verweigert wird, wiederholen Sie das unter Fristsetzung schriftlich und lassen daas Schreiben durch einen Aussenstehenden Dritten dem KFZ-Fritzen persönlich überbringen. Der Dritte ist dann Ihr Zeuge dafür, dass Ihr Herausgabeverlangen dem Schuldner zugegangen ist. Das Herausgabeverlangen muß unter Fristsetzung ( Datum + Uhrzeit vom Ablauf der Frist angeben). Ich empfehle ungefähr 5 - 6 Werktage minimal. Bitte kündigen Sie an, dass Sie bei fruchtlosem Fristablauf ohne weitere Vorankündigung Klage auf Herausgabe Ihres KFZ einreichen werden und daadurch in erheblichem Umfang zusätzliche Kosten entstehen. Wenn die Herausgabefrist fruchtlos verstreicht, reichen Sie Klage auf Herausgabe ein, wobei ich auch ernstlich empfehle, darüber nachzudenken, ob einstweiliger Rechtsschutz zum Zwecke der Sicherungszwangsvollstreckung zu beaantraagen ist, zur Vermeidung, dass die Schuldnerin das KFZ bis zur gerichtlichen Entscheidung irgendwie verschiebt oder für sich selbst nutzt. Ich glaube, dass es sich bei den angeblichen zusätzlichen Reparaturen um eine Finte, um Abzocke handelt, was daarauf hindeutet, dass dort nicht allzu professionell gearbeitet wird und dass das alles wirtschaftlich auf ziemlich schwachen Beinen steht. Das wären berechtigte Indizien für einen Antrag auf vorläufigen Rechtsschutz ohne mdl. Verhandlung. Bei weiteren Rückfragen können Sie mir schreiben unter: steffen_weise(at)gmx.de Alles Gute!

Hallo, für Leistungen, die Sie nicht beauftragt haben, brauchen Sie auch nicht zu zahlen.

Dummerweise hat sie aber genau den berechneten Auftrag erteilt. "Kleine Inspektion" meint eben neben der reinen Durchsicht alle lt. Serviceplan anfallenden Zusatzarbeiten.

"Ölwechsel" war dagegen vmtl. völlig überflüssig: der ist in einer Inspektion enthalten :-(

Ich glaube, dass es sich bei den angeblichen zusätzlichen Reparaturen um eine Finte, um Abzocke handelt, was daarauf hindeutet, dass dort nicht allzu professionell gearbeitet wird und dass das alles wirtschaftlich auf ziemlich schwachen Beinen steht.

Ich glaube, daß ist die Einschätzung einer Radfahrerin, die noch niemals eine Kfz-Inspektion durchführen lies.

er beweisen muß, dass er von Ihnen in dem behaupteten Umfang Auftrag erhalten hat

In einer Werkstatt arbeiten mehrere.

@imager761

Sorry Imager,

aber ich würde nun wirklich nichts mehr schreiben ;-)

  1. Das Öl selbst ist sicher nicht in einer kleinen Inspektion im Wert von 69,-€ mit drin, schön wär's :-)
  2. Alle weiteren Arbeiten wurden AUSGESCHLOSSEN.
  3. Der letzte Punkt ist gängige Rechtsprechung, alleine schon deswegen disqualifizierst du dich hier von diesem Thema.
@imager761

Hallo, nein, ich bin leider kein Radfahrer mehr, war ich früher, als Kind / Jugendlicher, mal. Inzwischen bin ich fast blind und Vorder- / Mittelfußamputiert ... Mir wurde gesagt, dass auch Radfahrer etwas von Recht verstehen könnten ... Bei mir jeedenfalls funktioniert es beruflich ganz gut! Vielleicht sollten Sie doch mal anfangen, zu lernen, Rad zu fahren - kann ja sein, dass es doch noch hilft! Alles Gute!

@imager761

Hallo, Sie streiten müßig über die Definition "Kleine Inspektion" und darüber, ob ein Kunde einer Werkstatt diese so kennen muß, wie die Werkstatt sie verstanden wissen möchte. Das führt - mit Verlaub - zu nichts! Ob bestimmte Aspekte der Sache beweisbar sind, oder nicht, isst eine prozessuale Frage, die man mit dem materiellen Recht nicht vermischen sollte. Ob etwas beweisbar ist oder nicht, sollte man erst fragen, wenn die materielle Seite klar analysiert ist. Auch wenn man nicht alle maßgeblichen Aspekte lückenlos beweisen kann, kann man im Prozess Erfolg haben, maan braucht ja nicht von vornherein zu zeigen, wo man Schwächen hat. Ich fahre gerne die Taktik, den Gegner abzulenken und aufs Glatteis zu führen ... Das funktioniert hier gut seit 18 oder 19 Jahren ... Alles Gute!

@Vollstreckerin

Entschuldigung, aber so langsam muss ich wirklich lachen. ich könnte das Ganze ja verstehen wenn ein Ölwechsel für 100€ beauftragt wurde und wegen zusätzlichen Leistungen 1000€ draus wurden, am Ende das Auto nur 500€ Wert ist. Hier geht es um effektiv 400€ und es ist sehr fraglich in wie weit der Werkstatt ein Fehlverhalten nachgewiesen werden kann, wenn es überhaupt ein Fehlverhalten gibt. Zugegeben ist dies nicht die feine Englische, aber eben das was rauskommt wenn man nicht genau festhält was und was nicht. Ich glaube nicht dass dem Fragesteller geholfen ist wenn er nun Anwälte und Gericht mobilisiert um nach Monaten auf einen Vergleich auszulaufen. Selbst wenn Rechtschutz besteht ist da doch viel mehr Ärger dabei als Nutzen. Das Auto soll verkauft werden, da macht es sich auch noch im Verkaufspreis bemerkbar wenn noch einige Sachen erneuert wurden. Also ist die Frage wieviel von den 400€ überhaupt übrig bleiben, selbst wenn auf voller Linie ein Erfolg rauskommt.

Mail ist übrigens unterwegs, danke.

Du bist doch selbst Anwalt - dann zeigt denen doch mal die Zähne. Sonst bist du kein guter Anwalt! Wie willst du in deinem Spezialgebiet Gegnern bestehen, wenn du im Privaten sowas mit dir machen lässt.

Die Liste liest sich wie eine Aufführung der Dinge, die typisch sind, wenn einem eine Werkstatt - klassisch abziehen will: Als ich 20 jähriger war, damals so doof war, zu ATU (die sind bekannt dafür) zu gehen hatte ich solche Rechnungen auch noch dummerweise bezahlt. Heute würde ich das nie tun! Vor 6 Monaten versuchte mir mal eine Werkstatt: Ölwechsel (den hatte ich ein paar Wochen vorher machen lassen -Zettel im Motorraum) und Kühlwasserwechsel (den hatten sie auch nicht gemacht, sondern das alte Gemisch wieder eingefüllt) zu berechnen: Als ich sie darauf ansprach hieß es zuerst: "Das stimmt nicht" . Als sie aber um Ansicht des Kühlmittels bat, das sie einfüllen (war eine andere Farbe), wurde es hektisch - im Endeffekt hatte es der Azubi vermurkst! :D und Öl und Kühlwasser-Wechsel wurden von der Rechnung gestrichen.

Was ich damit sagen will: Das geht ganz und gar nicht- du hast zwar auch Fehler gemacht, den Auftrag so schwammig zu formulieren - aber sie sollen dir erstmal die alten Zündkerzen den alten Thermoschalter zeigen! Wurde das Auto vorher heiß? Hast du das beobachtet? War die Bremsflüssigkeit schon Jahre alt? Kühlerflüssigkeit altert kaum - war dein Kühler in den harten Frostnächten geplatzt ???

Also, wo fange ich an...

  1. Ich? Also ich habe hier erst mal gar nichts gemacht, es geht hier nicht um meinen Fall.
  2. Ich bin kein Anwalt, ich bin Wirtschaftsjurist.
  3. Keine Ahnung, nicht mein Auto. Ich kann nur davon ausgehen, dass keine erheblichen Mängel bestanden. Und selbst wenn, wurde deren Reparatur explizit ausgeschlossen, es ist also nicht einmal diskussionswürdig, ob etwas kaputt war.

Danke dennoch.

@Neome

ok - ich wollte nur etwas pushen! EIn Wirtschaftsjurist kann auch Anwalt sein.

@findesciecle

einen Tipp, der wie die Faust aus Auge passt:

Ich gehe immer mit Pullover und Hose vom letzten Zimmer-Streichen in die Werkstatt Hemd und Sakko sind tabu. Und setze mir immer den örtlichen Slang auf. -> Das macht sich an der Rechnung bemerkbar!!!

eine kleie Inspektion beinhaltet , wenn auf deinem Auftrag Kleine Inspektion steht NICHT den Austausch des Thermoschalters, Luftfilters, Scheibenwischer,Bremsflüssigkeit, Kerzen usw. Das ist dann schon eine Große Inspektion den Kilometern entsprechend. Vorrausgesetzt es ist in deinem Auftrag deiner Aussage der KLEINEN Inspektion schriftlich festgehalten worden, kannst du einen Rückbau der teile auf eigene Kosten verlangen und nur die 170€ +eventuell 10% aufschlag bezahlen. mehr nicht.

So denke ich es mir nämlich auch, in etwa.

Die Auftraggeberin hat den unstrittigen Betrag, plus ca. 30 Euro Abweichung, die legitim erschienen + Steuern, auch bereits bezahlt.

Und da auf der Rechnung eben auch "Kleine Inspektion" steht und der Rest alles gesonderte Einzelposten sind, ist für mich die Sache ohnehin eigentlich unstrittig. Ich finde es nur interessant, wie viele Leute hier tatsächlich auf der Schiene "Pech gehabt, Lehrgeld bezahlen" fahren. Nun ja, muss jeder selbst wissen.

bei einer kleinen inspektion ist es normalerweis üblich, die zündkerzen, luftfilter,ölwechsel eventuell mit filter je nach herstellerangaben.denn es gibt hersteller die bei einer kleinen inspektion nur das öl wechseln nicht der dazugehörenden filter, die bremsflüssigkeit wird nachgesehn und nur mit absprache des kunden wenn gewechselt oder aufgefüllt....komplettwechsel bei einer großen inspektion. das gilt ebenso für die kühlflüssigkeit. der termofilter auch nur mit abspreache des kunden.... wenn fehler auftreten oder bei einer inspektion sichtbar werden sollten sie notiert werden und es dem kunden übermittelt werden......erst bei seinem einverständinis sollten die sachen gemacht werden.... der veranschlagende endpreis von 170,-€ ist maßgebend denn auch wenns nur mündlich vereinbart wurde gilt dieses auch vor gericht und kann erstritten werden.... diverse kleine reparaturen können nur mit absprache erledigt werden, wenn dieses nicht erflolgt ist braucht er dieses nicht zuzahlen denn es besteht ja keinen auftrag dieser sachen.......

hoffe etwas helfen zu können

Teilweise, danke.

Jedoch, wie auch kurz oben im Fall erwähnt, stimmt deine Aussage dahingehend nicht, dass die Sachen nicht bezahlt werden müssen, nur weil kein Auftrag besteht. (siehe dazu Urteil des OLG Sachsen-Anhalt: http://www.autorechtaktuell.de/index.php?option=com_content&view=article&id=177&catid=2:news&Itemid=10)

Kein Auftrag bedeutet in diesem Fall, dass die Arbeitszeit trotzdem angemessen bezahlt werden musste. Meine Frage war, wie sich das verhält, wenn weitere Leistungen AUSGESCHLOSSEN wurden (was die Sache per se eigentlich eindeutiger macht, aber who knows...)

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