Kennt ihr euch mit "Calvary Chapels" aus?

3 Antworten

ein teil meiner Familie ist/war in einer Calvary Chapel Church. Die Kirche bietet für alle Altersgruppen etwas an, das auch von nicht Mitgliedern genutzt werden kann. Die Gemeinde hat viele verschiedene Gebäude und Anlagen in dieser Stadt. In meiner Familie spielte der Glaube nie eine (große) Rolle. Mittlerweile aber für einige schon. Für mein Verständnis allerdings zu fanatisch.

..ich habe calvary chappel -nur als Gast - immer als eine gute Freikirche empfunden.

http://de.wikipedia.org/wiki/Calvary_Chapel

Der Artikel ist ganz aufschlussreich. Ich bin evangelisch-freikirchlich (Baptist) und es gibt sehr viele Parallelen bis auf die Verfassung. Die ähnelt womöglich eher der der Volkskirche. Wir sind da eher basisdemokratisch verfasst.

Meine subjektive Meinung? Ich weiß schon, weshalb ich mich für den Baptismus entschieden habe; eine Brüdergemeinde wäre auch okay für mich. Der evangelischen (je nach Region lutherischen, reformierten oder unierten) Volkskirche würde ich die Calvary Chapel aber dennoch vorziehen. Möglicherweise würde ich sogar eher noch katholisch werden, bevor ich wieder Lutheraner werde. Das wäre fallweise zu entscheiden, je nachdem wie in der jeweiligen Ortsgemeinde die Stellung der Gemeinde zu Jesus ist. Auch wenn es Ausnahmen gibt: Im Zweifel ist die Volkskirche immer die schlechteste Wahl. Da versucht man den Leuten nach dem Wort zu reden und nicht nach Gottes Wort (der Bibel).

Ich glaube, dass das ne akzeptable Gemeinde ist. Jedenfalls besser als Volkskirche. Die Volkskirche ist irrelevant und kann daher meinetwegen aus Mangel an Glaubenden aussterben. Besser heute als morgen.

Warum tut Gott mir das an?

Ich habe grad ein großes Problem. Wahrscheinlich werde ich heute noch meine Freundin verlieren. Vielleicht ist es eine Prüfung. Aber ich kann nicht anders reagieren. Es wäre verlogen und unchristlich.

Vor ein paar Monaten habe ich mich einer Gemeinde angeschlossen. Schnell entstand eine sehr gute Freundschaft mit der Pastorin. Auch ihre Familie mag mich. Ich wurde liebevoll aufgenommen und oft auch getröstet. Glaubensfragen wurden mir gut beantwortet.

Vorher war ich in einer anderen Gemeinde. Beide Gemeinden sind evangelisch. Die eine ist konservativ und die andere freikirchlich.

Als ich mich dieser Kirche anschloß war mir schnell klar, ich werde mich irgendwann noch einmal taufen lassen müssen. Wenn ich bleiben will. Zeit zum Nachdenken war nie das Problem. Aber gestern wurde mir klar, daß ich ehrlich sein muß. Ich habe noch eine Nacht drüber geschlafen, gestern mit dem Pfarrer der anderen Gemeinde gemailt. Ihn gefragt wie er zum Thema erneute Taufe steht. Und er hat sich ehrlich geäußert.

Eben habe ich gehandelt. Ich habe meiner Freundin eine Nachricht geschickt, heute ist dummerweise noch mein Geburtstag. Wahrscheinlich werde ich heute wieder etwas verlieren, was ich sehr liebe. Aber ich kann sie nicht länger anlügen. Sie hat das nicht verdient. Vermutlich werde ich einige Zeit ohne Kirche leben müssen. Der andere Pfarrer ist der Mann, den ich liebe. Ich war in seiner Gemeinde sehr aktiv und zwischen uns sind Gefühle entstanden. Er weiß alles von mir.

Ich habe eine lange Mißbrauchgeschichte, die ich mittlerweile akzeptiere, er hat mir sehr dabei geholfen. Wir haben sehr viel geredet, in der Seelsorge. Aber ich bin mit seiner Hilfe auch zwei Probleme konkret angegangen.

Ich habe eine Suchttherapie gemacht und bin seit über einem Jahr trocken. In der Seelsorge habe ich parallel zu einer Therapie mich geöffnet. Die Therapie brachte wenig, ist längst beendet. Freitag habe ich Kontakt zu einer christlichen Klinik aufgenommen, dort will ich weiter an meiner Vergangenheit arbeiten. Ich habe auch die Insolvenz eingereicht.

Ich bin von dieser anderen Gemeinde weg, weil wir es nicht schafften eine feste Beziehung einzugehen. Er ist toll. Durch ihn habe ich gelernt wieder zu vertrauen. Alles lief fair ab. Aber halt sehr emotional. Ich wollte Abstand gewinnen, er wußte immer, daß ich in eine andere Gemeinde gehe. Also kann ich nicht einfach zurück in seine Gemeinde.

Ich glaube an Gott und hadere auch nicht mit ihm. Bevor ich meiner Freundin geschrieben habe, daß ich mich nie taufen lassen werde habe ich gebetet. Ich bin getauft. Als Kind wurde ich katholisch getauft. Bin später ausgetreten, als Erwachsene wurde ich Mitglied einer anderen Freikirche. Dort habe ich mein Leben Jesus übergeben. Und ich habe es nie bereut.

Durch den Mißbrauch habe ich keinen Familienkontakt. Beide Gemeinde haben mir in dieser Hinsicht geholfen. Der Kontaktabbruch ist lang her und immer waren Pfarrer, teilweise auch Prediger für mich da.

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