Kennt dich jemand mit Rente und Rentenanträge aus?

5 Antworten

Die bisherigen Antworten sind leider wenig hilfreich bis falsch.

Die Aufforderung zu einer Rehabilitationsmaßnahme seitens der Krankenkasse erfolgt, wenn die Kriterien des § 51 SGB V vorliegen, d.h. wenn Erwerbsminderung droht oder bereits eingetreten ist. Dann muss der Versicherte innerhalb von 10 Wochen einen Antrag auf Rehabilitation stellen.

Wird dieser abgelehnt, weil durch die Reha die Erwerbsminderung nicht abgewendet werden kann, erfolgt eine Umdeutung des Antrags in einen Erwerbsminderungsrentenantrag. Damit gilt der EM-Antrag als gestellt und man hat keine Gestaltungsmöglichkeit mehr, den Antrag zurückzuziehen und später zu stellen - es sei denn, die Krankenkasse stimmt zu.

Ab dem 01.01.19 tritt das neue Rentenpaket in Kraft, dass auch eine Verbesserung der EM-Renten vorsieht, nämlich die Verlängerung der Zurechnungszeit. Dadurch werden alle Versicherten mit Rentenbeginn ab dem 01.01.19 besser gestellt als momentan. Entscheidend dafür ist aber nicht der Tag der Antragstellung, sondern der Rentenbeginn. Von diesem Datum hängt es ab, ob dein Opa nach der neuen Regelung mehr Rente bekommt.

Frühestens kann der Rentenbeginn 3 Monate vor Antragstellung liegen (deshalb der Stichtag 01.03.19).

Fazit: Dein Opa muss mit seiner Krankenkasse sprechen, ob er den Antrag zurückziehen und später neu stellen kann. Die Krankenkasse wird sich auf einen späteren Rententermin aber höchst wahrscheinlich nicht einlassen.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Die Krankenkasse müsste dann ja 3 Monate länger Krankengeld zahlen. genau das will sie ja nicht. Wenn der MDK der Meinung ist, dass hier keine Arbeitsunfähigkeit mehr vorliegt, sondern Erwerbsminderung, wird sie davon nicht abrücken.

@DerHans

So sehe ich das auch - wie ich im letzten Satz schrieb. Wenn § 51 SGB V erst einmal festgestellt ist, ist das ja auch verständlich. Krankengeld ist nur eine Entgeltersatzleistung bei vorübergehender Arbeitsunfähigkeit, keine Dauerleistung.

Mit 59 würde ich definitiv gegen die Ablehnung der Reha Widerspruch einlegen. Gleichzeitig würde ich mir hier Unterstützung eines Sozialverbandes zB dem VDK suchen. Bis zur Regelrente hat er noch ein paar Jahre.

Ebenso würde ich mir einen Beratungstermin bei meiner Rentenversicherung vereinbaren und mir alle Möglichkeiten vorrechnen lassen.

Was dein Opa hier meint? weiß ich nicht. Mir ist nur was von der Anhebung der Zurechnungszeit bekannt.

Von der Zurechnungszeit hängt die Höhe der EM-Rente ab - das meint der Opa. Da er aber eine Aufforderung der KK bekommen hat, liegt § 51 SGB V vor und er hat keine Gestaltungsmöglichkeit.

Hi nutalla,

wie alt ist denn dein Opa? Oder geht es im Antrag um die Erwerbsminderungsrente???

Da hilft dem Opa der Sozialverband VdK als Mitglied (ca. 70€ Mitgliedsbeitrag im Jahr) gerne weiter: https://www.vdk.de/deutschland/pages/rente/24569/rente

Gruß siola55

Das hilft ihm jetzt auch nicht mehr :-(

Dann muss er den Rentenantrag zurückziehen, die Krankenkasse muss ihn dann weiter bezahlen, bis er Ausgesteuert ist, sind wohl 72 Wochen innerhalb von 3 Jahren.

Kann er nicht, wenn eine Aufforderung nach § 51 SGB V vorliegt.

Das kann man sich nicht aussuchen. Die 78 Wochen Krankengeld sind die HÖCHSTDAUER (incl. der 6 Wochen Lohnfortzahlung) Das heißt noch lange nicht, dass jeder diese 78 Wochen aussitzen kann.

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