Kein Impressum - Post vom Anwalt?

5 Antworten

Soweit er die Webseite ebenfalls selbst betreibt, ist er vermutlich leider dran.

Ich würde empfehlen, die Sache einem Anwalt zu übergeben, der sich mit Abmahnrecht auskennt und der wiederholt z.B. auf der Webseite etwas dazu veröffentlicht hat.

Ob die Abmahnung rechtens ist, weiß ich nicht. Aber die Hinweise auf einen Laden sind Werbung vergleichbar und damit kommerziell. Dementsprechend muss ein § 5 TMG genügendes Impressum angeführt werden.

Die Sachlage sieht ein wenig anders aus.

Impressumspflicht herrscht nicht vor sobald eine Seite kommerziell ausgerichtet ist, sondern sobald sie nicht mehr eindeutig privater Natur ist. Und das trifft durch diverse Urteile bestätigten Fakten auf vielleicht eine von 100 Seiten zu.

Eine Seite die sich einem Ladengeschäft widmet und - sicher nicht nur beiläufig - auf einen Shop verweist, kann eindeutig nicht als privat angesehen werden. Sollten hier konkrete Angebote benannt werden, müssen zudem sämtliche Informationen der Gewerbeanmeldung und Handelskammer Erwähung finden.

Davon unabhängig kann ein Impressum auch abgemahnt werden wenn es unvollständige oder schlicht falsche Angaben macht. Ein Muster-Impressum ist damit klar abmahnfähig.

Letzten Endes bleibt ohnehin nur der Gang zum Anwalt. Der kann zum einen prüfen in wie Weit die Abmahnung rechtens ist (Chancen stehen leider sehr gut, sofern ein anderer Händler o.ä. vertreten wird), welche Schritte von eurer Seite aus erfolgen können um den Schaden zu minimieren und euch künftig abzusichern.

Jup. Hätte drin sein müssen. Ob die Abmahnung in der Höhe korrekt ist, muss im Zweifelsfall ein Gericht klären.

Sobalt eine Seite nicht privat ist braucht sie ein Impressum. Das impressum ist das erste und wichtigste auf der Seite, bevor andere inhalte eigebaut werden. 

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