Kein Geld für MPU, Alternative gesucht!

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Hallo Manu,

in deinem Fall sind zwei Punkte zu betrachten:

Zuerst einmal hätten wir den ordnungs- und strafrechtlichen Teil. Du sagst zwar:

Zu dem Zeitpunkt war ich auf jeden Fall nüchtern, 

aber ich vermute mal, daß Du so kurz nach dem letzten Konsum noch nennenswerte THC-Mengen im Blut hattest (Grenzwert: 1 ng/ml).

Günstigstenfalls wird das nur als Ordnungswidrigkeit gewertet.

Folgen: 500€ Bußgeld zzgl. 28,50€ Gebühren und Auslagen, 1 Monat Fahrverbot und 2 Punkte im FAER in Flensbug.

Dazu kommen die Kosten der Labortests, insgesamt bist Du also ~800€ los.

Erschwerend wäre es, wenn die Polizisten dich auf Grund von Fahrauffälligkeiten (z.B. Schlangenlinien gefahren) rausgezogen haben.

Dann sind wir schon im Bereich einer Straftat nach StGB §316. Über das Strafmaß entscheidet ein Richter, aber Du kannst dann voraussichtlich mit einer Geldstrafe, dem Entzug der Fahrerlaubnis und einer Führerscheinsperre rechnen.

Die 0,1‰ bei der Alkoholkontrolle sind hingegen irrelevant, erst ab 0,3‰ (mit Fahrauffälligkeiten) wäre eine Strafbarkeit gegeben.

Geringe Alkoholkonzentrationen können z.B. durch Fruchtsäfte erzeugt werden (z.B. vergärt Apfelsaft in der Flasche und hat bis zu 0,5 Vol% Alkohol)

Damit weiter zum verwaltungsrechtlichen Teil:

Die Polizei informiert nach StVG §2 (12) bei Drogendelikten immer auch die Führerscheinstelle.

Bei nachgewiesenem aktiven THC entzieht die Führerscheinstelle deine Fahrerlaubnis (falls das nicht durch das Gericht erfolgt).

Eine Neuerteilung ist erst nach positiver MPU möglich.

Die MPU wird also nicht vom Gericht angeordnet, sondern der Führerscheinstelle. Daher kannst Du keinen "Deal" mit dem Richter machen.

Voraussetzung für eine positive MPU ist der Nachweis der Abstinenz über mindestens 6 Monate.

Bei den Kosten liegst Du ungefähr richtig: Abstinenznachweise und MPU kosten zusammen ca. 1.000€, mit zusätzlicher verkehrspsychologischer Beratung bist Du bei etwa 2.000€.

Danke, clemensw!

So eine Antwort habe ich gebraucht.

Das mit den Säften erklärt auch warum es zu diesem Wert kam, da ich den ganzen Tag Querbeet Säfte getrunken habe :)

Vielen Dank! :)

Sollte wirklich die MPU angeordnet werden, müsste man erst einmal die Begründung prüfen. Nicht jeder Nachweis von THC begründet eine MPU.

Ist die Begründung aber schlüssig etc. und die MPU wird angeordnet wirst du auf KEINEN Fall um diese herumkommen. Dann ist es auch vorbei mit dem Konsumieren von Canabis. Dann darfst du damit rechnen, dass du zwischen 6 Monaten und mehreren Jahren kein Kraftfahrzeug führen darfst. Die Screenings wirst du so oder so machen müssen, wenn du deinen Führerschein wiederhaben willst....

Könnte man eventuell dem Richter eine Alternative vorschlagen wie z.B regelmäßige Drogen- Screenings, Führerscheinverbot verlängern oder im schlimmsten Fall kleine Haftstrafe?

das solltest du der Fsst vorschlagen, denn dem Richter geht die MPU nichts an:-)

Die MPU wird ca. 1500- 2000 Euro kosten mehr als die hälfte des Jahresgehalts.

wie kann man sich bei diesem Jahresgehalt ein Fahrzeug leisten?

du musst keine MPU machen, und du brauchst auch kein Fahrzeug bei dem Gehalt was du bekommst.

auch wer aus medizinischen Gründen Cannabis konsumiert darf nicht unter Drogeneinfluss fahren, er muss dann eben auf das Auto verzichten wenn ihm seine Gesundheit wichtiger ist

Danke, ginatilan!

Das Fahrzeug gehört nicht mir :) 

Ich denke das sieht eher schlecht für dich aus, du wirst wohl die MPU machen müssen, manchmal reicht aber auch ein Attest vom Hausarzt.

Danke erstmal für die Antwort, Rollerfreake! 

Was meinst du genau mit Attest? Im Bezug auf Verhandlung oder MPU? 

Danke dir! :)

@MamboManu

Was meinst du genau mit Attest?

gar nichts meint er, er hat keine Ahnung

Entzug nach Cannabiskonsum?

Hallo!

ich stelle diese Frage um mich vom Konsum abzulenken, zum anderen auch zur Prävention. Ich bin jahrelanger Konsument von Cannabis. Evtl hat hier im Forum jmd eine ähnliche Problematik oder hat diese selbst durchlebt.

Ich habe bisher seit ca 6 jahren jeden Tag Gras geraucht (ich bin 21 jahre alt) und nun vom Landratsamt eine Aufforderung zum Drogenscreening (einmaliger haartest oder zwei Urintests) erhalten, nachdem ich wegen dem Besitz von Cannabis verurteilt wurde, während auch amphetamine in meiner nähe sichergestellt wurden. Ich bn bisher nie negativ im Straßenverkehr aufgefallen und fahre nur im nüchternen Zustand. Die amphetamine in meiner nähe waren grund genug, meine Fahrerlaubnis infrage zu stellen. ich nehme generell nichts anderes als Cannabis, darf aber nun aufgrund des Screenings keine Grenzwerte überschreiten und muss den Konsum aufgrund eigenen ermessens sofort einstellen. Damit komme ich vor allem abends aufgrund der Gewohnheit nur schwer klar und trinke oft Alkohol, um mich davon abzulenken.

Um zur eigentlichen Frage zu kommen:

Habt ihr Tips, um sich selbst vom Konsum abzuhalten bzw wisst ihr, wie man die erste (und damit schwerste Phase) am einfachsten überwinden kann und das THC am schnellsten aus dem Körper zu "spülen" . Ich habe keine Lust als Ersatz regelmäßig Alkohol oder sonstiges zu trinken, empfinde meinen Abend aber ohne jegliche Zugabe als "nicht abgeschlossen". Seit dem letzten Konsum rauche ich auch wie ein Schlot. Ich will das Screening unbedingt bestehen und mir liegt meine Fahrerlaubnis sehr am Herzen ich merke aber selbst, dass mich mein derzeitiges Verhalten ziemlich kaputt macht.

Falls von Relevanz: ich lebe in Bayern

Ich freue mich auf eure Antworten!

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Mpu absolvieren?

Guten Tag

Nun einmal zum Hintergrund meiner Frage:Ich hab vor 3 Jahren mit 16 was mit der Polizei zutun gehabt wegen Besitzes geringer Mengen(0.5g) Cannabis stand auch deshalb vor Gericht und hab meine Strafe (30 Sozialstunden) zeitnah absolviert.Ich habe dann etwa mit 17 meinen Führerschein angefangen und nachdem ich mit den Theoriestunden fertig war kam mein Führerscheinantrag zurück."Wir sind uns nicht sicher ob sie in der Lage sind ein KFZ zu führen und müssen dies überprüfen" stand in dem Schreiben.So dann wurde ich mit 18 vor Gericht vorgeladen weil ich anscheinend von jemandem Cannabis erworben hab(was nicht der Fall war) zu einer Gerichtverhandlung der Person eingeladen um als Zeuge auszusagen. Ich war dort habe dann aber keine Aussage gegen den Angeklagten ausgesprochen. Ein paar Wochen später kam ein Schreiben das die Anzeige gegen mich wegen "Erwerb" von Cannabis fallengelassen wurde. In der zwischenzeit ist viel passiert(Umzug, Vater gestorben...) Ich wohne nun weit entfernt von meinem alten Wohnort wo ich dann auch das "MPU" hätten machen sollen daher kam es für mich nicht in Frage die "MPU" anzufangen da ich ja dann 280km fahren müsste zu der "MPUstelle"Nun hab ich dort wo ich nun wohne den Antrag erneut abgegeben und hab auch die finanziellen Wege für die entstehenden Kosten aufzukommen. Ich habe aber gehört und gelesen das ein erneuter Eintrag in meine Akte auch ohne dass ich für schuldig bekennt wurde dazuzählt. Andere sagten wiederrum das das keine Rolle spielt und ich mit einem BTM wegen Mindermenge keine richtige MPU absolvieren muss. Was stimmt da nun? Muss ich nun mit einer höheren Strafe bzw MPU rechnen?Noch hinzuzufügen ist das ich seit über 3 Jahren nichtsmehr mit Drogen zutun habe und ich diesen damaligen Fehler immernoch bereue

Danke im Voraus

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