Kaufpreis für Verkäufer verbindlich?

5 Antworten

Der Haendler wird dein Kaufangebot vermutlich nicht annehmen.

Sollte er es irrtuemlich doch tun, wird er den Kaufvertrag anschliessend wegen Irrtums anfechten. Da dir der Grund der Anfechtbarkeit von Anfang an bekannt war, entsteht in dem Fall auch kein Schadensersatzanspruch.

Dann müssen die Flaschen schnell weg, falls sie es bis zu mir schaffen ;)

@ratsucher1912

Das wird dir herzlich wenig nutzen..

@EphraimUlk

naja was weg ist ist eben weg, sie können von mir kaum 300 Euro verlangen, wenn ich den Schaumwein bereits getrunken habe. Es sei denn, ich wurde schon davor von dem Fehler in Kenntnis gesetzt. Sehe ich das richtig?

Nein.

Der Verkäuferkann sich uaf Irrtum berufen, solange, bis er die Ware verschickt hat. Erst mit dem Versand wird der Vertrag rechtsgültig, und der Verkäufer kann kein Geld mehr nach fordern.

Im Versandgeschäft wird ein Vertrag erst mit dem Abschicken der Ware rechtskräftig, ist wegen genau solcher Sachen gemacht worden.

Bei E-bay wäre der Zuschlag bindend. Hier liegt, wie du ja auch festgestellt hast, vermutlich ein menschlicher Fehler vor. Falls der allerdings bis zur Lieferung nicht auffällt, hast du gewonnen. Prost!

Allerdings steht Ebay immer noch nicht über dem Gesetz.

@Havenari

Da gibt es schon Urteile, dass Verträge eingehalten werden müssen.

Nein, da zum jetzigen Zeitpunkt kein Kaufvertrag zustande gekommen ist. Nicht er hat das Angebot im rechtlichen Sinne abgegeben, sondern du. Dieses muss er noch annehmen. Im normalen Internethandel geschieht das durch Auslieferung der Ware.

Genau das verwirrt mich aber. Ich bin doch auf ein konkretes Angebot eingegangen , also kam der Kaufvertrag bei der Bestellung/Betätigung der Bestellung per Email zustande? (ich würde nicht auf die Flaschen bestehen oder das juristisch anfechten, finde aber die Rechtslage in so einem Fall interessant.

@ratsucher1912

Es handelt sich bei "Angeboten" in Onlineshop in aller Regel um eine sogenannte invitatio ad offerendum. D.h. der Verkäufer will gerade noch kein verbindliches Angebot abgeben, z.B. aus Gründen der Lieferbarkeit, der Person des potentiellen Käufers oder wegen eines Preisfehlers.

Nein, er kann den Verkauf problemlos anfechten.

Wieso? Bin ich in dem Fall nicht auf ein verbindliches Angebot eingegangen? Ich dachte nur der Käufer kann 14 Tage vom Kauf zurücktreten. Ich bin auch niemand, der dort den gesamten Bestand bestellt, habe es nun einfach mit 3 Flaschen versucht, will auch kein kompletter Unmensch sein ;)

@ratsucher1912

Anfechtung wegen Erklärungsirrtum. Hat nichts mit Widerruf zu tun.

Damit kann man Fehler korrigieren.

@AnglerAut

Danke! Mal sehen, ob ich die Flaschen vlt trotzdem bekomme :)

@ratsucher1912

Nein, das ist kein verbindliches Angebot des Haendlers sondern lediglich eine Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots.

@DerCaveman

Habe daraufhin aber eine Mail mit der Widerrufsbelehrung erhalten und eine Bestätigung, dass mir nach Zahlung die Ware zugesendet wird

@ratsucher1912

Dann hat der Haendler dein Kaufangebot angenommen und es ist ein wirksamer Kaufvertrag zustande gekommen. Diesen wird der Haendler aber vermutlich wegen Irrtums anfechten, sobald er seinen Irrtum bemerkt.

@ratsucher1912

Vielleicht hast du dich verlesen und es war nur die Flasche ohne Inhalt. :-))

@Mignon5

hatte ich auch schon erwartet, aber es ist tatsächlich die Flasche mit Inhalt. Kann nur leider nicht die Seite verlinken, da hier sonst wohl tausende Flaschen gekauft werden, wa smeine Erfolgsaussichten auf den Schaumwein schrumpfen lässt :D

Kein Vertrag abgeschlossen und trotzdem 75 Euro Aufwandsentschädigung zahlen?

Hallo zusammen, folgendes ist passiert: Ich bin Student und wollte Nachhilfeunterricht nehmen. Also habe ich mich schlau gemacht und die Seite "optimalnachhilfe.de" gefunden. Da kann man sich "kostenlos" anmelden und man wird zurückgerufen, um Informationen zu erhalten. Also habe ich mich angemeldet und während des Anmeldeprozesses muss man nirgendwo "AGBs akzeptieren" anklicken. Auf der Homepage steht auch, dass es kostenlos ist.

Wenig später wurde ich angerufen und mir wurde mitgeteilt, wie viel die Nachhilfe kostet, wie das ganze abläuft, etc. Ich wurde auch gefragt, wann ich anfangen würde und habe ihnen den Zeitraum mitgeteilt aber auch gesagt, dass ich mich nur unverbindlich informiere und ich noch nicht zugesagt habe.

Dann bin ich in den Urlaub gefahren, wo ich kein Internet habe und eine Woche später lese ich meinen Mailordner und sehe, dass ein Lehrer für mich gefunden wurde, der mich auch später kontaktiert hat. Ich habe ihm abgesagt, weil ich mich wie gesagt nur informiert habe.

Jetzt habe ich eine Rechnung bekommen, dass ich 75 Euro Aufwandsentschädigung zahlen muss, weil sie mir einen Lehrer gesucht haben und ich storniert habe. In ihren AGBs steht:

"Widerrufsrecht 

OptimalNachhilfe erhebt eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 75 Euro, wenn OptimalNachhilfe dem Nachhilfeschüler erfolgreich einen Nachhilfelehrer vermittelt hat und der Nachhilfeschüler weniger als die vereinbarten Mindeststunden Nachhilfe nimmt. Sofern OptimalNachhilfe dem Nachhilfeschüler noch keinen Nachhilfelehrer vermittelt hat, kann der Nachhilfeschüler seine Buchung jederzeit kostenlos stornieren."

Aber die AGBs habe ich wie gesagt nicht akzeptiert und ich habe keinen Nachhilfelehrer verlangt, sondern ich wollte mich nur über die Preise und Termine informieren. Ich habe keinen Vertrag abgeschlossen und auf ihrer Homepage werben sie damit, dass man sich kostenlos anmelden kann. Muss ich das Geld trotzdem zahlen? Mit welchen Konsequenzen muss ich rechnen, wenn ich nicht zahle?

 Edit: Was ich noch vergessen habe zu schreiben: Nachdem ich ihre Mail gelesen habe, dass sie einen Lehrer gebucht haben, habe ich ihnen eine Mail geschrieben, mit folgendem Wortlaut:

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Lernmodul habe ich nicht gebucht, ich habe lediglich gesagt, dass ich mir das Angebot überlegen möchte. Auf Ihrer Homepage steht, dass man sich gratis über einen Nachhilfekurs informieren kann. Daraufhin wurde mir Ihrerseits versichert, dass diese Information unverbindlich sei und ich das Modul erst verbindlich buchen würde, wenn ich die erste Stunde belegt habe."

Als Antwort kam, dass ich die Nachhilfe erst dann verbindlich ist, sobald ich die erste Nachhilfestunde genommen habe.

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Was tun wenn Ware bezahlt wurde aber der Verkäufer nicht liefert?

Guten Abend.
Letzte Woche Mittwoch stieß ich auf der Seite „quoka.de“ (Eine Kleinanzeigen Website, so ähnlich wie eBay Kleinanzeigen) auf eine Anzeige für eine Grafikkarte, für den Preis von 625€. In der Beschreibung der Kleinanzeige stand, dass man die Karten auf der Internetseite des Verkäufers kaufen kann (https://www.holvi.com/shops/securitea) Da man auf dieser jedoch nur mit Sofortüberweisung bezahlen konnte, schrieb ich den Verkäufer an, ob man auch mit PayPal oder normaler Überweisung zahlen könne. Wir einigten uns auf Letzteres und er fragte mich nach meiner Nummer, sodass er mir seine Bankdaten über WhatsApp mitteilen kann. Dies tat er auch und ich überwies die 625€ noch am selben Tag. Am Freitag fragte ich den Verkäufer ebenfalls über WhatsApp, ob mein Geld angekommen sei. Dieser bestätigte und ich fragte ihn ob er das Paket morgen versenden könnte, worauf ich keine Antwort erhielt. Da ich darauf hoffte, dass er es trotzdem machen würde, fragte ich ihn Samstag morgen, ob er mir die Sendungsnummer schicken könnte, wenn er das Paket abgeliefert hat. Er antwortete: „Ja, mach ich.“ Seitdem frage ich ihn täglich, wie es mit dem Versand aussieht und was los ist, ohne jegliche Reaktion. Auch auf Anrufe reagiert dieser nicht. Der quoka.de Support riet mir zur Polizei zu gehen, was ich eigentlich ungern machen würde, da ich noch minderjährig bin und meine Eltern nicht reinziehen möchte, zumal ich so viel Geld eigentlich gar nicht ausgeben darf. Ich hoffe, ihr könnt mir helfen und mir Vorschläge machen, was jetzt zu tun ist. Liebe Grüße, Lukas.

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Kaufvertrag schreiben: Verkaufe einem Freund mein Macbook - er leistet vorerst Anzahlung.

Hallo, ich verkaufe einem Freund/Bekannten mein Macbook Pro. Wir haben uns auf einen Preis geeinigt. Das volle Geld hat er jedoch erst im Februar. Derzeit würde er eine Anzahlung in 1/4 des Gesamtpreises ableisten. Wie sichere ich mich da am besten vertraglich ab? Was muss ich rein schreiben? Hätte mir das wie folgt vorgestellt:

Käufer: Verkäufer: Kaufpreis 2000 Euro Anzahlung 500 Euro Produkt: Produktbeschreibung

Der Käufer *** des Produktes * leistet eine Anzahlung von 500 Euro (1/4 des Gesamtpreises) bei der Übergabe des MacBooks. Hiermit versichert er dem Verkäufer * den fehlenden Betrag in Höhe von 1500 Euro bis zum 1.2.2015 zu überweisen, oder Bar zu bezahlen. Im Falle einer Überweisung muss der Erhalt des Geldes nicht unterschrieben werden, da dieser auf den Auszügen zu sehen ist. Im Falle einer Barzahlung muss der Erhalt des fehlenden Betrages vom Verkäufer unterzeichnet werden.

Unterschrift Käufer + Unterschrift Verkäufer

Anlage Käufer:

Hiermit bestätige ich, dass ich das Macbook Pro begutachtet und erhalten habe. Eine Anzahlung von 500 Euro habe ich bei der Übergabe getilgt. Ich versichere dem Verkäufer *** bis zum 1.2.2015 den fehlenden Betrag von 1500 Euro zu bezahlen. Falls ich den fehlenden Betrag nicht bis zum 1.2.2015 bezahlen kann, versichere ich das Macbook im Verkaufszustand dem Verkäufer auszuhändigen. Die Anzahlung verfällt in diesem Falle und wird nicht zurückgezahlt.

Unterschrift Käufer:

Anlage Verkäufer:

Hiermit bestätige ich, dass ich eine Anzahlung in Höhe von 500 Euro bei der Übergabe des MacBooks von dem Käufer *** erhalten habe und willige ein den restlichen Betrag in Höhe von 1500 Euro zum 1.2.2015 zu bekommen. Da es sich um einen privaten Verkauf handelt, gewähre ich keine Garantie, keine Gewährleistung und keine Rücknahme.

Unterschrift Verkäufer:

Anlage Macbook:

Beschreibung:

Das Macbook befindet sich in einem sehr guten Zustand und ist voll funktionsfähig. Der Käufer hat sich vor dem Kauf das Macbook explizit angesehen und ist mit dem Kauf einverstanden.

Was sagt ihr? Kann ich das so schreiben? Bin ich da auf der sicheren Seite mein Geld zubekommen? Muss ich noch was abdecken oder habe was vergessen?

(Rechtschreib- und Zeichenfehler sind vorerst egal, falls enthalten, da es sich nur um den Inhalt dreht)

Liebe Grüße

Danke für die Hilfe

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Ebay-Drohung mit Gerichtsprozess durch Käufer-Gewährleistung Privatverkäufer

Hallo!

Ein Freund hat bei ebay ein Paar Schuhe verkauft.Sie waren neuwertig (ich habe sie selbst gesehen) und wurden auch entsprechend beschrieben. Es handelte sich um hochwertige Lederschuhe einer bekannten Marke. Die Schuhe wurden für unter 50 Euro verkauft und nach Geldeingang umgehend versandt.Nun schrieb der Käufer nach wenigen Tagen eine sehr unverschämt formulierte Nachricht-die Ware sei kompletter Schrott,er wolle das Geld zurück oder andernfalls würde er gerichtlich vorgehen. Auf nette Nachfrage seitens des Verkäufers mit dem Hinweis,dass Rücknahme eigentlich im Angebot ausgeschlossen worden war,aber man an einer gütlichen Lösung interessiert sei und deshalb ein Foto der kaputten Schuhe sehen wolle,schickte der Verkäufer ein Foto der tatsächlich kaputten Schuhe (die Sohlen waren komplett abgetrennt!). Der Verkäufer bot dem Käufer an,ihm den komletten Kaufpreis zurückzuerstatten.Einzige Voraussetzung sei,dass der Verkäufer sich zunächst mit dem Abbruch der Transaktion einverstanden erkläre. Darauf erfolgte eine unverschämte Bewertung bei ebay (wurde mittlerweile gelöscht,da mit Gerichtsprozess gedroht wurde) und eine Nachricht,in der der Käufer schrieb,auf solchen Kinderkram habe er keinen Bock und der Verkäufer werde sein Lehrgeld schon noch bezahlen... Knapp 2 Wochen war Ruhe,dann wieder: Er wolle neuwertige Schuhe haben,sonst würde er sie sich jetzt selbst besorgen und die Mehrkosten vom Verkäufer gerichtlich einfordern. Übrigens sind die von besagtem Verkäufer abgegebenen Bewertungen an zahlreiche andere Verkäufer fast durchgängig negativ.

Was tun? Wie sieht die rechtliche Lage aus?

Freu mich auf Antworten!

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