Kann mir einer erklären wie man mit Aktien Geld verdienen kann?

9 Antworten

Aber wenn ich z.b. 100 Euro Facebook Aktien kaufe und wie viel Gewinn bekomme ich?

Gar nichts, weil Facebook keine Dividende zahlt.

Auch ist für 100,- € Aktien zu kaufen geistig behindert, da die Transaktionskosten für den Kauf zu hoch wären, dass die Aktie beinahe 40% zulegen muss, damit du bei Verkauf wieder den Betrag hast, den du ursprünglich aufgewendet hast.

Auch sollte man nicht alles auf eine Aktie setzen und ohne das Unternehmen selbst analysiert zu haben, ohnehin nicht investieren.

Man kauft Aktien bei einer Firma ab dem Moment gehört ein teil dieser Firma dir. Wenn das unternehmen Gewinn schüttet es ein teil an den Aktionär aus.Die Aktien kannst an der Börse wieder verkaufen wofür du mehr Geld gezahlt bekommst als du ausgegeben hast.

Beim Aktienhandel erwirbst Du eine bestimmte STÜCKZAHL an Aktien zu einem bestimmten Datum und zu einem bestimmten Kurs.

Aus dem Kurs und der erworbenen Aktien ergibt sich der zu bezahlende Gegenwert zuzüglich Provisionen.

Beim Verkauf ist das ganau so.

Aus der Differenz zwischen Kaufkurs und Verkaufskurs bei dem gleichen Volumen ergibt sich der Gewinn oder Verlust.

Werden Aktien längere Zeit gehalten, kann es sein, dass das Unternehmen bei erfolgreichem operativen Geschäft eine Dividende an die Aktionäre ausschüttet.

Allerdings sind solche Minibeträge für Akienhandel ungeeignet, da sich der Handel aufgrund der Provisionen nicht wirtschaftlich abbilden läßt.

Außerdem sollte man nie alles auf eine Karte setzen und stets eine gute Streuung ins Depot bringen (mindestens 5 Werte).

Günter

Wenn es so einfach wäre, würde es ja jeder machen. Man muss sehr viel investieren, dass sich das überhaupt lohnt und sich im Wirtschaftsbereich sehr gut auskennen.

Naja, man muss sich nur ein wenig informieren. Wenn man das ganze langfristig betrachtet, geht der DAX, NASDAQ, SMI etc. immer Bergauf, die Wirtschaft geht ja in diesen Ländern nicht zurück....

Man muss sehr viel investieren

Du musst nicht viel investieren sondern nur Ahnung haben!

Ich habe schon aus: 

17$ 1.500 gemacht 

100$ 8.000$ gemacht 

500$ 25.000 gemacht 

5.000$ 100.000 gemacht 

Du kannst mit der richtigen Kenntnis aus wenig viel machen 

@Stockholder

Da haben sie dich aber ganz schön über den Tisch gezogen. Statt aus den 5000 $  100.000 zu machen hättest du 294x aus 17 $ jene 1500 machen können. Das wären 441000,- gewesen.

Wenn du so eine Frage stellst, hast du das Prinzip nicht verstanden. Du kaufst du Aktie für 100 Euro und wartest darauf, dass sich der Wert der Aktie verändert. Tut sie normalerweise in Minutentakt. Wenn du Glück hast, steigt der Wert und du kannst du Aktie weiterverkaufen für mehr Geld. Hast also 100 Euro investiert und bekommst eine Woche später aber 120 Euro für den Verkauf. Gewinn 20 Euro.

Woher weiß man jetzt aber, welche Aktien an Wert gewinnen? Gar nicht. Das ist ein Glücksratespiel. Es kann auch sein, dass der Kurs der Aktie sinkt. Wenn du dann verkaufst, hast du einen Verlust gemacht. Wenn es ganz schlecht läuft, geht Facebook pleite und die Aktie wird wertlos und du hast die ganzen 100 Euro verloren.

Außerdem gibt's dann noch die Dividende.

Es ist kein Glücksspiel. Wenn man Aktien in wert von 100 Euro kauft, zahlt man eine Courtage, ebenso beim verkauf. Wenn man sie also für 120 verkauft, macht man im Normalfall Verlust. Ausserdem muss es nicht sein, dass man Dividende kriegt und selbst wenn man Dividende kriegt, schreibt sich das vom Kurs ab, also hat man sogar auf kurzer Sicht Verlust gemacht, da man das noch versteuern muss.

Aber hey, wird schon.

@nopainnogain19

Danke für deine Anmerkungen. Was du vielleicht noch genauer erläutern kannst: was ist daran kein Glücksspiel? Kannst du den Verlauf einer Aktie vorhersagen?

@nopainnogain19

Welchen Verlust soll ich den besteuern? Welche Steuern fallen denn auf Verlust an, die ich beim Aktienhandel gemacht habe?

@Bomberos911

Meiner Meinung nach ist es kein Glücksspiel, da sich die Ereignisse beeinflussen lassen im Gegensatz zur Kugel im Roulette. Wenn man sich die Indizes ansieht, geht es langfristig Bergauf. Es ist ja nicht sinn und zweck eine Aktie jetzt zu kaufen und in 2 Wochen zu verkaufen, sondern das ist eine langfristige investition. Langfristig geht es Bergauf, das ist Fakt.

Denn wenn der DAX wirklich zusammenbrechen würde, ist ihr Geld nirgendwo sicher, was denken sie, was die Bank mit ihrem Geld macht? Auch bei der Bank ist nicht ihr gesamter Kontostand garantiert, das ist ja gar nicht möglich.

Wenn sie Dividende ausbezahlt kriegen, müssen sie das als Einkommen versteuern. Aber auf kurzer Sicht macht man Verlust.

Beispiel: 

facebook Aktie ist 140 Euro wert, sie besitzen 1 davon.

facebook zahlt jetzt 10 Euro Dividende.

Genau dann ist eine facebook Aktie nur noch 130 Euro wert, die 10 Euro werden abgeschrieben, das ist Fakt. 

Das heisst, man hat jetzt 1 Aktie, die man für 140 Euro gekauft hat, die aber nur noch 130 Euro wert ist, + 10Euro auf dem Konto.

Das Problem: Die 10 Euro muss man jetzt versteuern. Das bedeutet, man hat weniger als 140 Euro. Verstanden? :)

@nopainnogain19

Ich als einzelner einfacher Anleger kann die Ereignisse nicht beeinflussen. Ich bin von vielen Faktoren abhängig, die ich nicht steuern und auch nicht vorhersehen kann. Es ist zwar nicht die Kugel im Roulette, aber für mich als Anleger, der auf seinem Sofa sitzt in ein paar Euro investieren möchte, besteht da kein großer Unterschied.

Es ist ja nicht sinn und zweck eine Aktie jetzt zu kaufen und in 2 Wochen zu verkaufen, sondern das ist eine langfristige investition.

Wenn man das so sieht, klar. Dafür braucht man aber die Zeit, in der man auf seine Kohle verzichtet. Auch dann ist es nicht klar vorherzusagen oder zu steuern, wie sich die Anlage entwickelt.

Was für den einen logisch ist, mag für den anderen total uninteressant sein. Da geht es eher ums Zocken und ist damit wieder Glücksspiel. Gibt genug Leute, die dabei reich geworden sind. Andere sind auf die Nase gefallen...

@Bomberos911

Auf die Nase fallen nur die, die Risikoinvestments tätigen. Wenn man kein Risiko will, sollte man in ETF's investieren. Das sind Fonds, die Indizes nachbilden, z.b. alle Aktien, die im Dax sind. Nachteil: zum Teil höhere Gebühren und weniger gewinn. Wenn man sich aber den DAX oder SMI anschaut, die Kurve geht einfach immer aufwärts. Klar geht er mal 3 Jahre 20% runter, aber in den nächsten 5 Jahren ist er wieder 30% im +.

Natürlich sollte man nur mit dem Geld investieren, dass man auch nicht braucht (nicht mit den letzten 5000 Euro die man hat und auf einmal muss man zum Zahnarzt und hat einen Motorschaden).

Ausserdem kann man ja verkaufen. Wenn man 10000 investiert hat und merkt, es geht nur noch bergab, kann man den Verlust minimieren. Wenn man aber 10000 auf rot setzt, kann alles weg sein.

@Bomberos911

Such mal ein wenig nach verschiedenen Indizes seit 2000 oder früher, die gehen nur aufwärts (ausser Griechenland natürlich).

Und Merke: Sollte der DAX mal wirklich um über 50% oder mehr runter, dann hilft dir das Geld auch in Bar nicht.

@Bomberos911

Und guck dir mal ganz normale ''Mainstreamaktien'' an.

Alphabet, Tesla, Microsoft, facebook. Performance in 52 Wochen: 7% bis fast 30%.

Zeig mir eine Bank, die dir mindestens 7% Zins gibt :-)

@nopainnogain19

Trotzdem riskant. Wer so im März 2015 in Volkswagen investiert hat, freut sich sicherlich weniger über die Performance. Keiner kann mir sagen, dass dies bei deinen Mainstreamaktien ausgeschlossen ist. Ich sag ja nicht, dass die Dinger nicht hochgehen, aber keiner kann ausschließen, dass die auch nicht runtergehen.

@Bomberos911

Man ist aber selber schuld, wenn man alles auf eine Karte setzt. Man sollte diversifizieren, damit der Verlust ausgeglichen wird und man langfristig mehr Zinsen generiert als auf einem Sparkonto. 

@Bomberos911

Also versteh mich nicht falsch, ich will hier niemand überreden irgendwas zu machen. Ich sage nur, wie ich es für sinnvoll halte, weil die Bank, bei der man sein Sparkonto hat, genau das selbe mit deinem Geld macht, mit dem Unterschied, dass du 0,1% kriegst und die Bank 10%.

Es tut mir Leid, wenn ich das so direkt sagen muss, aber wer beim Aktienhandel von Glücksspiel redet, der kann einfach keine Ahnung von der Materie haben.

Wer Aktien hält, der ist Miteigentümer eines Unternehmens und an den Entscheidungen und Gewinn des Unternehmens beteiligt. Aktien kauft man auch nicht aus Spaß oder weil man sich irgendeinen Jackpot erhofft, sondern weil man sich davon kurz- oder langfristig eine Rendite erhofft.

Du hast Recht, dass der Aktienkurs oft vom Buchwert des Unternehmens abweicht, von vielen Faktoren beeinflusst wird, auf die man als einzelner Anleger keinen Einfluss hat und oftmals auch willkürlich erscheint. Der Wert einer Aktie steigt aber nicht, weil man "Glück" hat, sondern aufgrund von Angebot und Nachfrage.

Wer mit Aktien handelt, will Geld verdienen. Und das nicht nur durch Kursgewinne, sondern besonders auch in Form von Dividenden. Jemand, der langfristig investiert, freut sich über jede Dividende. Der Kursgewinn ist nur das Sahnehäupchen für den Fall, dass man die Aktie dann doch wieder abstoßen will.

Heutzutage verbindet jeder Aktienhandel mit Spekulation. Von diesem Denken sollte man sich langsam mal verabschieden, denn es entspricht weder der Realität, noch bringt es irgendjemandem etwas, der sich in diesen Niedrigzinszeiten doch noch eine Form von Altersvorsoge aufbauen will.

@Diodeicieli

Es tut mir Leid, wenn ich das so direkt sagen muss, aber wer beim Aktienhandel von Glücksspiel redet, der kann einfach keine Ahnung von der Materie haben.

Wer Aktien hält, der ist Miteigentümer eines Unternehmens und an den Entscheidungen und Gewinn des Unternehmens beteiligt. Aktien kauft man auch nicht aus Spaß oder weil man sich irgendeinen Jackpot erhofft, sondern weil man sich davon kurz- oder langfristig eine Rendite erhofft.

Und du willst mir ernsthaft erzählen, dass niemand an der Börse investiert, weil er auf den Jackpot hofft? Oder dass es niemanden gibt, dem es Spaß macht an der Börse zu handeln?

Es entspricht meines Wissens durchaus der Realität, dass viele Menschen an der Börse spekulieren, um den schnellen Gewinn zu machen.

Ich bestreite ja gar nicht, dass es unterschiedliche Arten gibt, sich an der Börse zu betätigen, welche mit mehr oder weniger Risiko.

Aber wenn jemand davon redet, 100 Euro in Facebookaktien zu investieren, um damit reich zu werden, der hat nicht gerade eine besonders risikoarme Form der Investition gewählt. Für den ist es nun mal eine Art Glücksspiel, Angebot und Nachfrage sind jenseits seiner Kontrolle und nur schwer vorherzusagen...

Und meiner Meinung ist dagegen auch nichts einzuwenden. Aktien sind nun mal eben schnell gekauft und verkauft und wer meint, dass er das Risiko eingehen möchte, soll es doch versuchen. Aber dann ist es eben immer noch ein Glücksspiel.

@Bomberos911

Ich versteh nicht was du die ganze Zeit mit Risiko meinst. Wenn man das liest was du schreibst, könnte man denken, dass man sein Geld von heute auf morgen verlieren kann. 

Die Firmen veröffentlichen ihre Bilanzen, man weiss ungefähr in welche Richtung die Firma gehen will etc.

Wenn du dir schnellen Reichtum erhoffst, dann bist du an der Börse falsch. Dann würde ich dir raten, irgend eine Spilo zu besuchen. 

Wie schon gesagt, Aktien kauft man nicht um sie morgen wieder zu verkaufen, normalerweise hält man sie mehrere Jahre. Die Bank, bei der du dein Sparkonto hast, investiert dein Geld genau so in Aktien, wie du es hättest machen können. Wäre das wirklich so Risikoreich, würde ja alle 2 Wochen eine Bank Konkurs gehen.

Ich habe mit 18 Jahren angefangen zu investieren und bin jetzt 21 Jahre alt. Den Gewinn, den ich bereits gemacht habe, hätte ich auf einem Sparkonto in 20 Jahren nicht gemacht. Und ich hatte jetzt nicht extrem Glück, sondern es ist einfach Fakt, dass die Wirtschaft immer aufwärts geht. 

Wenn du beispielsweise dem DAX nicht traust, dann darfst du auch keiner Bank trauen. Denn wenn die DAX notierten Konzerne Konkurs gehen würden, wären alle Lebensmittelläden ausverkauft und man würde vergebens auf neue Lieferungen warten, wenn du verstehst was ich meine ;) und wenn das passieren würde, wäre dein Geld auf dem Sparkonto sowieso auch weg. 

Ich weiss nicht wie es in DE ist, aber hier in der Schweiz ist i.d.R. 100'000 CHF garantiert, pro Bank. Das heisst, wenn man z.b. 500'000 auf dem Sparkonto hat und die Bank Konkurs geht, hat man 400'000 verloren, also auch da ist nichts garantiert.

@nopainnogain19

Ich glaube, wir reden hier aneinander vorbei...

Risiko bedeutet die Möglichkeit, dass sich eine Anlage zu Ungunsten des Anlegers entwickelt. Das kann ein Wertverlust sein, nicht unbedingt ein Totalausfall.

Und wenn ich mir die Entwicklung des DAX anschaue, sehe ich nichts von einem stetigen Wachstum (oder wie du es sagst "immer"). Da gibts ups und downs. Und die Downs sind eben das Risiko, weil man die nicht treffsicher vorhersagen kann. Wenn die letzten drei Jahre Gewinne gemacht hast, dann herzlichen Glückwunsch. Aber das hat weniger was damit zu tun, dass die Wirtschaft stetig wächst (ich hoffe das ist nicht was du meinst), sondern damit, dass sich der DAX (oder wo auch immer du investierst) sich in den letzten drei Jahren positiv entwickelt hat... Langfristig gesehen haben sich Indizes grundsätzlich positiv entwickelt, aber daraus kann man eben kein Naturgesetz machen.

Das hat nichts mit Misstrauen gegenüber dem DAX oder Banken zu tun, sondern einfach was damit, dass man nicht die Tatsachen übersieht. Hättest du 2000 in den Dax investiert, würdest du heute nichts von Wachstum schreiben, sondern gemerkt haben, dass eine Wirtschaft oder der DAX eben nicht "immer" wächst, sondern auch mal abstürzt und Jahre brauchen kann, um sich zu erholen. Dann hättest du dich gefreut, wenn du das Geld auf einem Niedrigzins-Sparkonto gehalten hättest. Das ist, was ich mit Risiko meine.

@Bomberos911

Du verstehst mich nicht. Ich sage nicht, dass der DAX jeden Tag 1% hoch geht, sondern langfristig. Ich sage, dass der ''Handel'' mit Aktien eine Langzeitinvestition ist. Guck dir die Charts vom DAX an, der geht immer aufwärts, immer!!!!! 

Im 2000 war er bei 7400 Punkten

Im 2003 war er nur bei 3000 Punkten

2008 war er aber wieder bei 8100

2009 wieder nur 4700

und heute ist er auf über 12'000

in 5 Jahren ist er vielleicht bei 8000 Punkten, in 10 Jahren wird er aber bei 15'000 Punkten sein. 

Und doch, das ist ein Naturgesetz. Denn wenn das nicht passiert, wächst die Wirtschaft nicht. Und wenn das wirklich in Deutschland passieren sollte, dann glaub mir mein Freund, bricht Krieg aus, hier bei uns. 

Und wenn der DAX nur bergab geht, dann ist dein Geld auch bei der Bank weg. Selbst wenn du es unter deiner Matratze hast, wird es wahrscheinlich nicht mehr viel wert sein. 

Warum gibt es Inflation? Im Schnitt 1,5 bis 2%.

Jedes Jahr ist dein Geld 2% weniger Wert. Kriegst du so viel Zins auf deinem Sparkonto? Nein. Also machst du jedes Jahr Verlust, trotz 0.1% Zins. An der Börse passiert das nicht. Wenn Alphabet, Microsoft und Apple zusammen Konkurs gehen, bricht ein Atomkrieg aus *Ironie off*

PS: Wie gesagt, was du mit deinem Geld machst, ist dir überlassen. Sei einfach nicht so Naiv und mach was draus. Langfristig ist es einfach das beste. Und mir kannst du einfach nicht erzählen, dass das alles Glücksspiel sei. Ich habe mittlerweile 3 Jahre Erfahrung mit dem Handel, habe viele Bücher darüber gelesen und gucke täglich die Charts irgend welcher Aktien an, rein aus Interesse. Ich gucke jeden 2. Tag irgend eine Doku, irgend ein Beitrag auf Youtube und lese das Handelsblatt (CH). Ja, ich bin erst 21 Jahre alt. Aber ich habe Erfahrung und genug Kapital investiert und gewonnen.

@nopainnogain19

Ich verstehe dich sehr gut. Ich habe Wirtschaftswissenschaften studiert, mich mit Investments beschäftigt, selbst Geld in Aktienfonds angelegt und mir ist sehr bewusst, dass ich das Geld nicht für 2,3 oder 5 Jahre angelegt habe, sondern für meine Altersvorsorge, die in einigen Jahrzehnten fällig ist. 

Wenn du sagst, dass der DAX "immer" wächst, dann kann das missverstanden werden als "kontinuierliches" Wachstum. 

Wenn du dann davon erzählst, dass du 3 Jahre investiert hast und Gewinne gemacht hast und damit belegen willst, wie super doch Aktien sind im Vergleich zum Sparkonto, dann berücksichtigt das nicht die Langfristigkeit. 

Dann würde ich hergehen, sagen "super, wenn das so ist, dann lege ich mein Geld in Aktien an, warte, dass der DAX wächst und in drei Jahren kauf ich mir ein neues Auto damit". Kann funktionieren, kann aber auch in die Hose gehen. 

Dann wächst der DAX nicht "immer", sondern "manchmal" und "manchmal" fällt er. Und langfristig übersteigt der Hausse-Phasen die Baisse-Phasen. 

Wenn ich aber sage, ich lege mir Geld an, weil ich in 20 Jahren die Ausbildung meiner Kinder finanzieren möchte, oder in 40 Jahren in Rente gehen möchte, dann macht das auf jeden Fall Sinn.

Wenn du dann einzelne Mainstreamaktien als weiteren Beleg für Wachstum anführst, dann berücksichtigst du dabei nicht, dass es nur Sinn macht, wenn man auch richtig diversifiziert. Also einfach nur in Facebook oder Alphabet oder VW zu investieren, macht keinen Sinn. 

Dann gehe ich an die Börse und sage nopainnogain19 hat gesagt... und lege mein Vermögen in Facebookaktien an und freue mich auf einen schönen Lebensabend in 40 Jahren und wundere mich, warum ich dann plötzlich auf Sozialhilfe angewiesen bin...

Ich weiß, dass ist nicht das, was du meinst, aber das was man zwischen den Zeilen liest oder lesen kann. Ich glaube dir, dass du sehr viel Ahnung hast, sicherlich mehr als ich auf dem Gebiet, aber dann stelle sicher, dass man dich auch versteht. 

"Risiko" ist ein Begriff der auch im Rahmen von Investitionen in Aktien regelmäßig verwendet wird. Warum? Weil das "Risiko" wiedergibt, wie stark die Ausschläge nach oben oder nach unten sein können. Darum spricht man in dem Rahmen auch von "risikoarm" "risikoschreu" "risikoaffin", weil das eben unterschiedliche Typen von Investments und Anlegern beschreibt. Wenn ich ein Risikoaffiner Anleger bin, in kurzer Zeit hohe Renditen erwirtschaften will, dann werde ich auf ein wenig diversifiziertes Portfolio setzen. Das ist dann alles auf rot oder schwarz. Das machen Menschen an der Börse, viele sind damit reich geworden, viele auf die Schnauze gefallen. Wenn du sagst, dass die Börse dafür nicht da ist, sag das nicht mir, sondern kläre die auf, die zocken.

Klar geworden ist mir das ganze, als mir jemand mal die Grafik "Stocks on the long run" gezeigt hat. Kennst du wahrscheinlich, aber falls nicht, mal googlen. Damit kannst du jeden ins Wanken bringen, der meint Aktien wären zu riskant als Altersvorsorge und Gold das einzig wahre. Sofern er nicht gerade nächstes Jahr in Rente gehen will...

Ich glaube, wir beide haben keine wirklich unterschiedliche Meinung, der grundsätzliche Nutzen von Aktien ist uns beiden sehr gut bewusst und wir beide nutzen ihn. Ich verstehe dich sehr gut. Wir stören uns nur gegenseitig an Begrifflichkeiten und Formulierungen.

Und apropos Atomkrieg: ich glaube, wenn ein paar Dinger auf Deutschland runter gehen, würde man schon den ein oder anderen Ausschlag am DAX nach unten sehen... Falls du da Infos hast: Mich würde mal interessieren, wie sich deutsche Aktien vor und nach dem zweiten Weltkrieg entwickelt haben. Die DAX-Kurve reicht ja nicht so weit zurück. Falls du das was hast... "Stocks on the long run" hat ja nur die amerikanische Wirtschaft betrachtet und die war ja vom Krieg nicht so sehr betroffen wie die deutsche (ganze Städte und Produktionsstätten zerbombt).

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