Kann man wegen Schulden im Knast landen?

5 Antworten

Ja, du kannst unter bestimmten Voraussetzungen in den Knast kommen. Wenn du Schulden nicht begleichst, obwohl du die Mittel dazu hättest - und hier in betrügerischer Absicht handelst.

Und du kannst in den Knast kommen, wenn dir eine Geldstrafe aufgebrummt wird, die du nicht bezahlst. Dafür gibt es dann ersatzweise Haft.

Wegen der Schulden als solches kommt niemand in den Knast. (Das war mal im Mittelalter so (Schuldturm)

Wer aber genau weiß, dass er nicht bezahlen kann, und dann trotzdem weitere Schulden macht, kann sehr wohl wegen Betruges angeklagt werden. Dann gehtr es recht schnell in Richtung Knast. Auch wer dann eine Geldstrafe bekommt, kann sehr schnell in den Knast, wenn er nicht zahlen kann.

Vielen Dank !

Stimmt nicht, der Köln Klüngel richtet sich nicht immer am Gesetz und man kommt auch für Schulden im Knast weil kein Anwalt jemanden vertreten will. Das ist Realität und nicht selten.

@isofus

Erzwingungshaft nennt sich das ganze, da bei kommt es darauf an wie hoch der Tagessatz ist . Bei einem Tagessatz z.B bei 10 Euro und 100 Euro Schulden die der Betroffene nicht aufbringen kann, kann die Staatsanwaltschaft HAFTBEFEHL beantragen. 10 Euro Tagessatz auf 100 = 10 Tage Erzwingungshaft in der JVA.

richtig drops... wenn man schulden bei der öffentlichen hand hast wie z.b. wegen zu schnellen fahren oder bei entzug des fs-hängt ja meistens ein bußgeld dran- dann kann die geldstrafe auch in eine haftstafe umgewandelt werden-ein tagessatz ist gleich ein tag haft.also würdest du zu 100 tagessätzen verurteilt und kannst nicht zahlen heißt das 100 tage sing,sing.

Nein, wegen Schulden kann man nicht im "Knast" landen. Das Schlimmste wäre die Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung aber dadurch auch keine Eintragung im Führungszeugnis. Viele Firmen und auch Arbeitgeber wollen aber bei einer Leistung die sie für jemand erbringen oder wenn sie dich einstellen, eine Schufa Auskunft haben und da sind die Schulden aufgeführt.

Das ist Schwachsinn!! ... Zumindest das mit dem Knast!

Du kannst beispielsweise zur Abgabe der eidesstattlichen Versicherung zur Beugehaft in den Knast kommen. Das sind Leute, die ständig die Termine versäumen ohne Entschuldigung.

Zum anderen kenne ich persönlich einen, der hat zu viel Sozialhilfe kassiert, konnte die dann nicht zurückzahlen, dann wurde er für, ich glaub es waren 6 Monate ins Gefängnis gesperrt. Sozusagen die Strafe "absitzen". Ob es allerdings im Führungszeugnis stand, weiss ich nicht.

@thommy12

Lese dir bitte die Frage einmal richtig durch. Hier geht es nicht um Beugehaft oder ähnliches, hier geht es darum, wenn jemand Schulden hat und diese nicht bezahlen kann, ob er dafür ins Gefängnis kommen kann und das kann er nicht.

Folgende Konstellationen können bei Geldschulden zu einer Inhaftierung führen:

  1. Bei einer Geldauflage bei Jugendstrafrecht kann ein Beugearrest angeordnet werden, um die Zahlung zu erzwingen.

  2. Bei Geldbußen kann "Erzwingungshaft" angeordnet werden, um die Zahlung zu erzwingen.

  3. Bei Geldstrafen kann bei Nichtzahlung "Ersatzfreiheitsstrafe" vollstreckt werden - ein Tag Haft entspricht einem Tagessatz

  4. Bei zivilrechtlichen Schulden kann durch Beugehaft die Abgabe einer "Eidesstattlichen Versicherung" erzwungen werden. Wurde die abgegeben, ist der Schuldner zu entlassen.

Einen Eintrag im Führungszeugnis bekommt man nur, wenn man zu Geldstrafe, Freiheitsstrafe oder "Jugendstrafe" ohne Bewährung verurteilt wurde. Das hat mit Geldschulden erst mal nix zu tun.

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