Kann man sich nach Wechsel von Kleinunternehmer zum USt-pflichtigen Unternehmer die Vorsteuer erstatten lassen?

3 Antworten

Es gibt die Vorschrift des § 15a Umsatzsteuergesetz.

Danach wird die Vorsteuer von Gegenständen, die nicht nur einmal zur Erzielung von Umsätzen dienen, korrigiert.

Das gilt dann nur für Gegenstände des Anlagevermögens.

Für Gegenstände des Umlaufvermögens gibt es keine Vorschrift zur Vorsteuerberichtigung.

Das kann zum Nachteil, aber auch zum Vorteil des Unternehmers werden, wenn er nämlich von der Regelbesteuerung zur Kleinunternehmerregelung wechselt.

du hast den Sinn der Kleinunternehmerregelung nicht kapiert. Die Mwst. gilt auf den Arbeitslohn, die kann man weglassen. Wenn der Ware einkauft, muß er auch Mwst. weiterberechnen. Sonst könnte der ja einen MWst. freien Laden aufmachen und alles 19% billiger verkaufen.

Und Du hast die Frage nicht verstanden!

Kann man / er nicht,

die Problematik hast du aber bereits im Vorfeld zutreffend erkannt. Es empfiehlt sich 1.) das Lager zu leeren und 2.) später Lieferanten zu bitten, ihre Rechnungen nach Möglichkeit auf den 2.Januar zu verschieben.

Bei der "Doppelbesteuerung" - wie du es nennst - darfst du allerdings nicht übersehen, dass du dir in der Vergangenheit den Vorteil aus der Kleinunternehmerregelung (= Null--Besteuerung) "in die Tasche" stecken konntest. Diesen wirst du wohl kaum an deine Kunden durch 19%-günstigere Preise weitergegeben haben, oder ? 

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