Kann man ohne Beweise verurteilt werden?

7 Antworten

Du hast nen Anwalt, derw ird wissen,w as er tut. Und im deutschen Recht gilt: Im Zweifel für den Angekklagten. Heisst,w enn sie nix beweisen können, dann geschieht Dir nix.

Rumblaffen können die viel, aber ob da was dran ist, sei doch mal dahingestellt. Und genau das soll doch so eine Klage, ach wenn sie ins Leere laufen mag, auch bewirken: jemandem richtig die Düse gehen zu lassen.

Im Zweifel für den Angekklagten. Heisst,w enn sie nix beweisen können, dann geschieht Dir nix.

nein, das heißt es definitiv nicht. es heißt lediglich, wenn das gericht zweifel hat, darf es nicht gegen den angeklagten urteilen. beweise sind nur selten unwiderlegbar.

Wenn schon das Strafverfahren eingestellt wurde, hat der Kläger NULL Chance auf Erfolg.

DU solltest jedoch im Gegenzug Strafanzeige wegen fortgesetzter Verleumdung stellen und ggf Schadensersatz (Anwalt berät dazu) einklagen!

Das Verfahren gegen mich wurde mangels öffentlichem Interesse eingestellt. Also kann ich keine Gegenanzeige machen. Außerdem habe ich schon Strafantrag gegen Verleumdung gestellt, als das Verfahren gegen mich noch lief und auch das wurde eingestellt. Es ist nämlich so, dass der Streitwert 100.000 Euro beträgt und ich keine Rechtsschutz habe ;-(.

hat der Kläger NULL Chance auf Erfolg.

darauf würde ich mich nicht verlassen. vor gericht gilt die freie beweiswürdigung. d.h. wenn es nicht zufällig der gleiche richter ist, kann das zivilverfahren auch ganz anders ausgehen. ist zwar nicht zu erwarten, aber ene 100%-ige chance das verfahren zu gewinnen, gibt es nicht. das ist meine persönliche erfahrung und die teilen viele rechtsanwälte.

@flirtheaven

Ja, deshalb ist es mir auch noch etwas mulmig. Es ist so, dass die Personaldisponentin in Facebook öffentlich gepostet hat, an Männer und Frauen interessiert zu sein. Irgendwer (nicht ich) hat das gelesen, und der Caritas gesteckt. Die Caritas ist Großkunde dieser Firma. Angeblich hat die Firma dadurch einen Schaden in mehrfachen 5-stelligen-Bereich erlitten. Die Firma hat keine Beweise. Die Briefe wurden in München aufgegeben, waren nicht unterschrieben und es waren Adressen angegeben, die es nicht gibt. Ich habe mich gegen Mißstände in der Altenpflege eingesetzt und auch gegen die Mißstände, die sich diese Firma erlaubte (krank in die Arbeit geschickt, Urlaub nach einem Jahr ohne einen einzigen Tag Urlaub verweigert, etc...). Das wird wohl jetzt der Racheakt sein. Dabei weiß ich ganz genau, dass eine Caritaseinrichtung mit dieser Firma nicht mehr zusammenarbeiten will, weil sie einen krankgeschriebenen Mitarbeiter geschickt hat. Das war noch VOR diesen Briefen. Mein RA schließt deshalb nicht aus, dass die Firma sich die Briefe selbst geschrieben hat, um mich fertig zu machen.

@Sommer7713

wenn die caritas deine angaben bestätigen wird, sieht es ganz gut für dich aus. aber eine 1005-ige sicherheit gibt es eben nicht. dir diese hoffnung zu machen, wäre grob fahrlässig.

@flirtheaven

Diese Info habe ich von der ehemaligen Personaldisponentin. Die habe ich bereits im Strafverfahren als Zeugin benannt. Die weiß dies wiederum von der Mitarbeiterin, die davon betroffen war. Die ist dann auch zu ihr "geflüchtet" wegen diesen katastrophalen Verhältnissen in der Firma. Außerdem will mich die Firma noch auf Unterlassung verklagen. Sie will haben, dass ich nie mehr wieder behauptete, dass sie mich krankgeschrieben in die ARbeit geschickt hat, mir den Urlaub verweigert hat, keine unqualifizierten Mitarbeiter in die Heime schickt, die Mitarbeiter nicht schikaniert und das Privatvermögen der MA nicht gefährdet. Ich kann aber alles beweisen durch diverse Gehaltsabrechnungen, durch Schriftverkehr, die ich mit dieser Firma hatte, als man mir den Urlaub verweigerte. Dass die Firma das Privatvermögen der Mitarbeiter gefährdet, ist die Folge, wenn sie krankgeschriebene MA in die Arbeit schickt. Es besteht dann die Gefahr, wenn diese einen PKW-Unfall haben, sie den Unfall privat zahlen müssen. Wenn eine nicht-examinierte Pflegekraft Behandlungspflege macht und ihr ein Fehler passiert, haftet diese nicht nur privat, sondern risikiert zudem eine Gefängnisstrafe bis zu 5 Jahren. Ich sehe nicht ein, weshalb ich mir den Mund verbieten lassen soll. Es kann doch nicht sein, dass eine Firma sich solche schlimmen Dinge erlauben darf und wenn jemand redet, um die anderen zu warnen, dieser sich vor dem Landgericht zu verantworten hat.

@Sommer7713

dein anwalt solte al vorsichtig bei der caritas nachfragen. die werden wissen, warum die geschäftsbeziehungen eingestellt oder reduziert wurden.
ich wünsche dir auf jeden fall viel erfolg.

@flirtheaven

Naja, das war EINE Einrichtung von vielen. In der Gerichtsakte hieß es, dass die Niederlassungsleiterin behauptete, keinen einzigen Auftrag mehr bekommen zu haben. Der Briefeschreiber hat sich als mehrere Angehörige von Heimbewohnern ausgegeben und gedroht, die Angehörigen aus den Heimen zu nehmen, wenn diese mit einer Firma arbeitet, die "sich nicht an den Werten der kath. Kirche" richten. Außerdem hab ich noch ein bißchen in Facebook gegoogelt. Ein anderer Personaldisponent wirbt auf seiner Facebookseite für die Firma und sucht Leute. Scrolllt man ein kleines Stückchen weiter runter erscheinen 79 nackte Damen, die sich teilweise die Brüste gegenseitig ablutschen. Auch dieser Herr ist mit der Firmenhomepage verbunden und kann JEDERZEIT von Kunden gelesen werden - egal ob katholisch oder nicht. Wenn ich Entscheidungsträgerin einer Kundenfirma wäre und würde so was lesen, wäre bei mir der Spaß vorbei. Ich habe diese Seiten der Polizei gezeigt und die haben gemeint, die Firma wäre ein "richtig kranker und perverser Haufen". Jedenfalls werde ich diese Seiten mal dem Richter zeigen und der kann ja dann entscheiden, weshalb das Geschäft angeblich so schlecht läuft. Ich habe 2012 Urlaubsveweigerung bekommen mit der Begründung, die Firma hätte ERNEUT eine schlechte Auftragslage. Dabei geht anhand der Gehaltsabrechnungen hervor, dass ich bereits ein ganzes Jahr ohne einen einzigen Tag Urlaub durcharbeitete. Obwohl dies 8 Monate VOR diesen Briefen war, ging es der Firma schlecht. Ein Jahr später, suchte die Firma ganz viele Pflegekräfte, OBWOHL es der Firma angeblich so schlecht geht. Ich habe alles ausgedruckt und werde dies in der Klageerwiderung beifügen.

wir können das aus der ferne kaum oder gar nicht beurteilen. es ist durchaus möglich, dass deine anwalt sich irrt und du im zivilverfahren mindestens teilweise unterliegst. die zivilkammer entscheidet ganz eigenständig. wenn dein anwalt seriös ist, wird es schon für dich gut laufen, aber eine 100%ige garantie kann dir keiner geben. dein anwalt nicht und wir schon gar nicht.

Verlass dich auf deinen RA, der wird dich gut vertreten

Ich würde erstmal überlegen WER ein Interesse haben könnte Dir zu schaden...
außer Dein Ex-Arbeitgeber. Würde der selber solche Briefe schreiben oder wer
könnte sich die Mühe gemacht haben?!

Also, die Info, dass die Dame an Männer und Frauen interessiert ist, war öffentlich in Facebook zu lesen. Die Firmenhomepage ist mit Facebook verlinkt und der Name der Personaldisponentin steht auf der Firmenhomepage. Es bedarf von der Firmenhomepage gerade mal 2 Mouseklicks um auf die Info zu kommen. Es gibt viele, die ein Interesse haben könnten, der Firma zu schaden: Konkurrenzunternehmen, verärgerte Mitarbeiter (das waren viele. Nachdem ein Personaldisponentenwechsel stattgefunden hat, haben fast alle die Firma verlassen und sind zu der ehemaligen Personaldisponentin regelrecht geflüchtet - nach deren Aussagen), Angehörige von Heimbewohner, Mitarbeiter von den Heimen, die sich geärgert haben, krankgeschriebene Mitarbeiter geschickt zu bekommen (Versicherungsschutz). In der Strafakte hieß es nur: "Ich (Niederlassungsleiterin) fragte Frau XY wer die Briefe geschrieben haben könnte und die meinte es war Frau Z. Seitdem ist klar, dass ich die Briefe geschrieben habe. Andere Beweise gibt es nicht. Ich habe mich für Mißstände in der Altenpflege eingesetzt und auch gegen die Mißstände, die in dieser Firma herrschten. Dies dürfte der Racheakt sein.

@Sommer7713

OK, dann warte in Ruhe ab, was weiter passiert. Ich denke mal, es bringt nichts hier in alle Richtungen zu denken und sich selbst "verrückt" zu machen, das will diese Person vielleicht nur.

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