Kann man noch Polizist werden, obwohl man eine Anzeige hatte?

4 Antworten

Hallo hilfeussdf9,

Grundsätzlich ist eine Ausbildung oder Einstellung als Polizist nicht möglich, wenn der Bewerber vorbestraft ist.

Sollte deine Straftat in einem Führungszeugnis vermerkt worden sein, so sieht es bezüglich einer Einstellung bei der Polizei schlecht aus.

Aber auch ohne Vermerk auf dem polizeilichen Führungszeugnis, musst du ggf. begangene Straftaten nennen!

Viele Grüße

MrDog

Vielen Dank für die Antwort, jedoch blieb mir eine Frage.

Wenn ich zur Polizei gehe, bevor ich die Ausbildung als Polizist angefangen habe und Frage ob sie mich trotz dieser Straftat noch annehmen, und sie würden mit "ja" antworten würden wäre das eine 100%tige Bestätigung?

@hilfeussdf9

Prinzipiell würde ich es nur in schriftlicher Form als Bestätigung sehen - Jedoch kannst du dich ja mal in einer Polizeidienststelle informieren und um Rat fragen.

Viele Grüße

@hilfeussdf9

NEIN - die Beamten in einer x-beliebigen PD haben nichts mit den Einstellungsbehörden zu tun und haben Null Mitspracherecht. Oftmals geben sie nichtmal richtige Auskunft, weil sie sich damit gar nicht befassen.

Wenn du in einer größeren PD einen Einstellungsberater findest, kannst du den fragen. Er wird dir helfen, deine Bewerbung mit größtmöglichen Erfolgsaussichten zu schreiben.

Gruß S.

Du kannst dir wicher sein, dass sie zu 100% nein sagen wenn du eine Straftat begangen hast. zurecht

Viel Halbwissen unterwegs.

Man darf für eine Einstellung als Beamter beim Bund oder Land nicht gerichtlich vorbestraft sein. Gerichtlich vorbestraft gilt man in Deutschland, wenn die Straftat mit einer Geldstrafe von mindestens 90 Tagessätzen oder Freiheitsstrafe ab 3 Monaten beahndet wurde. Diese Strafe wird dann sowohl im Führungszeugnis als auch im Bundeszentralregister eingetragen und wird auch geprüft, gesehen, bemängelt - man wird abgelehnt.

Eine Eintragung im Führungszeugnis muss gar nicht sein. Es reicht auch eine im Erziehungsregister. Die Polizei hat aber noch ganz andere Register, die sie prüfen können. Dein Fehltritt wird also bemerkt werden. Mit Sicherheit. Darum bringt dir Verschweigen nur eins ein: sofortigen Ausschluss wegen fehlender charakterlicher Eignung.

Bist du nicht gerichtlich vorbestraft und wirst zum EAV zugelassen, wird es spätestens beim AC/SI Thema werden. Gehst mit dieser Vergangenheit ehrlich und gereift um, stehst du dazu, erkennst es als DEINEN Fehler, suchst keine Ausreden oder die Schuld bei anderen, erkennst es als damalige Affinität, der du heute widerstehen kannst, kann es dir gelingen, die Einstellungskommission davon zu überzeugen, dass es Vergangenheit ist.

Gruß S.

Vielen herzlichen Dank.

@hilfeussdf9

Die Polizei sucht Menschen, die Verantwortung übernehmen. Besonders für sich selbst. Kannst du das glaubhaft machen, kann es immernoch gelingen.

Sie suchen keine Heiligen. Mensch sein reicht.

Kontaktiere einen Einstellungsberater. Die gibt es überall. Er/sie hilft dir auch beim Rest.

Gruß S.

Nein, kannst du nicht mehr. Die Straftat steht ja nicht nur in deinem Führungszeugnis (falls sie drin steht). Und die Polizei ist ja auch net doof.

Und ich wills mal so sagen: es ist richtig so.

Kommt eben darauf an, ob das in deinem Führungszeugnis vermerkt ist. Wenn nicht, hast du auch gute Chancen

Das ist leider nur fast richtig, sollte während der Vorstellung nur nach Vorstrafen gefragt werden, so muss man diese Erwähnen, selbst wenn diese nicht vermerkt sind!

@MrDog

Danke für die Ergänzung, das kann gut sein!

Das ist auch insofern Unsinn, weil die Polizei Zugriff auf ganz andere Register hat. Nicht alles steht im Führungszeugnis.

Gruß S.

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