Kann man bei jeder Mahnung Einspruch einlegen (Bitte Beschreibung lesen)?

5 Antworten

Wenn es sich um eine stinknormale Mahnung handelt, gibt es keinerlei Fristen die beachtet werden müssen. Mit einem Widerspruch bringst du ja lediglich deine Ablehnung der Forderung zum Ausdruck, das kannst du jederzeit tun.

Ganz grundsätzlich gibt es hier je nach Art der Forderung einiges zu beachten. Es kommt drauf an, was das für ein zugrundeliegendes Recht ist. Franneck und maccvissel liegen soweit für allgemeine Forderung aus dem Zivilrecht richtig.

Beispielsweise gibt es aber im Arbeitsrecht einige Besonderheiten. Stichwort wäre hier Ausschlussfristen, die sich in einem etwaigen Tarifvertrag verstecken. Demnach kann es kürzere Fristen durchaus geben, wo man dann auf eine Mahnung reagieren muss oder wo derjenige, der mahnt, weitere Maßnahmen einleiten muss.

Beim gerichtlichen Mahnverfahren (früher als "Zahlungsbefehl" bezeichnet) hat der Schuldner 2 Wochen Zeit zum Widerspruch. Nach Ablauf der Widerspruchsfrist kann der Gläubiger den Kuckuckskleber losschicken.

Zwar gibt es da noch den VB, aber vom Grundprinzip her hast du Recht. Nur passt das irgendwie nicht zur Frage des TE, denn er schrieb von einer "2. Mahnung". Die gibt es natürlich im gerichtlichen Mahnverfahren überhaupt nicht. Insofern ist der TE wohl noch nicht so weit.

Nein, da kommt zuerst der VB und dann muss man nochmals ein paar Wochen warten.

einen Widerspruch schickt man innerhalb von 2 Wochen und gleich nach der ersten Mahnung! Du kannst aber auf jeden Fall einen schreiben!

Jemand hat bereits eine Mahnung erhalten und keinen Einspruch eingelegt.

Einen Einspruch kann man hiergegen ohnehin nicht einlegen. Man kann einen Widerspruch erklären, aber das ist rechtlich nur bedingt relevant. Eine Mahnung ist kein Verwaltungsakt.

Spannend wird das erst, wenn Gerichtspost kommt.

Was möchtest Du wissen?