Kann ich,wegen -angeblicher- Bedrohung bestraft werden...

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallihallo EvaParadies!

Keine Sorgen,der Typ kommt nicht weit mit seiner "Mini-Anzeige".

Wegen sowas doch nicht, das kommt ja nicht mal zur StA (Staatsanwaltschaft) Ich arbeite an einem Landesgericht in Österreich, weiß zwar nicht wie das in Deutschland ist aber guck doch da mal rein http://www.internet4jurists.at/gesetze/bg_stgb01.htm

Du könntest ihn zB wegen Beleidigung anzeigen (oder Mobbing ist da gleiche)

Hallo EvaParadies,

Ich bin als Bundesanwalt tätig und interessiere mich sehr, für die rechtlichen Fragen hier auf Gutefrage.net

Ist sozusagen ein kleines Hobby :)

Es tut mir erstmal leid, dass du unter Mobbing zu leiden hast, was wirklich ein guter Grund für eine Strafanzeige ist.

Das diese von dir gemachte Anzeige abgelehnt wurde, kann ich diesbezüglich nicht nachvollziehen...

aber nun mal zu deinem aktuellen Problem....

Jeder Mensch kann zu der Umliegenden Polizeistation rennen und eine Strafanzeige stellen, nur heißt das noch lange nicht, dass diese dann auch wirklich wahrgenommen wird. (wie in deinem Fall)

Nun ist sie bei deinem Mobber zwar erst einmal wahrgenommen worden, jedoch ist die Basis, auf der die Strafanzeige läuft eher weniger bestandhaft.

Hättest du deine Anzeige gegen den Mobber schon früher gemacht, hätte seine Anzeige nun überhaupt garkeinen Tatbestand.

Da du leider deine Anzeige wenig später als seine eingereicht hat, sieht es natürlich so als, als würdest du dich damit nur hilflos versuchen zu wehren.

Aber ich kann dir versichern, dass es zu keiner Verhandlung und auch keinem entsprechendem Strafmaß kommen wird, denn immerhin steht Aussage gegen Aussage und das wissen beide Anwaltsseiten.

Viele Menschen differenzieren nochmal, wie viele Personen gegen andere Aussagen, jedoch macht es hier überhaupt keinen Unterschied, ob es 2 oder 3 gegen dich und deinen Freund sind, weil es immerhin Freunde des Klägers sind und somit wenig vertrauen aufweisen, hier wird also nur Unterschieden wie die kernaussage der beiden Zeugenseiten lauten.


ich weiss, dass ist nun schon über 5 Jahre her, wollte aber nur nochmal meine Meinung dazu äußern und dir diese Tipps mit auf den weg geben, nur das du jetzt bescheid weißt ;D


außerdem wollte ich mal fragen wies dir jetzt geht ?

Arbeitest du da immer noch ?

wirst du noch gemobbt ?

was ist mit der Strafanzeige des Mobbers geworden ?

Würde mich sehr über eine Rückmeldung freuen.

bei Interesse einfach an; klein.uetersen@gmx.de


Sehr wahrscheinlich wird Dein Verfahren auch im Sand verlaufen. Weil Du zu jemandem anderes gesagt hast, Du könntest einem eine klatschen ist strafrechtlich völlig unrelevant.

Für den Staatsanwalt relevant ist lediglich, daß Du angeblich jemanden mit einem Messer bedrohst hast - da Du das aber nicht gemacht hast, könnte Dir eigentlich nichts besseres passieren, als daß es da zu einer Verhandlung gegen Dich deswegen kommt und der Sachverhalt mal geklärt wird und Du mit einem blitzsauberen Freispruch rauskommst - und als erfreulicher Nebeneffekt die Kumpels, die der Polizei was von dem Messer erzählt haben sich dann doch noch einen schönen Ärger einhandeln wegen falscher Verdächtigung.

Für den Staatsanwalt relevant ist lediglich, daß Du angeblich jemanden mit einem Messer bedroht hast...

So ist es. Dieser beachtliche Umstand ist im Beitrag treffend herausgestellt. Auch ansonsten einwandfreie Antwort. DH!

Also .... wenn deine Sache vor Gericht geht, dann verspricht sich die Justiz davon, dass bei dir was zu holen ist. Mach denen klar: Du bist pleite und ratzekahl blank. Beantrage VKH! Das deine Gegenanzeigen eingestellt wurden, ist normal. Man beruft sich auf irgendeinen § aus der ZPO, versucht sich diese Arbeit vom Hals zu schaffen und verweist auf den Privatklageweg. Lass es, da kommt auch nix raus.

Zu einem Anwalt zu gehen, hat nur bedingt Sinn. Vergiss nicht, dass der am Streit verdient und ein Interesse an der nächsten Instanz hat, die du zahlst!

Du musst dein Gegenüber unglaubwürdig machen. Lüge, falschbeschuldige ihn, Gerichte wollen belogen werden und mit der Wahrheit kommst du da nicht weiter. Eine gute Glaubhaftmachung ist eine eidesstattliche Erklärung. Man möge dir erst einmal das Gegenteil beweisen, dass das zu diesem Zeitpunkt nicht dein Eindruck war.

Wenn ein Strafbefehl kommt, gehe in Widerspruch. Geht das vor Gericht, dann bereite dich darauf gründlich vor, den Typen unglaubwürdig zu machen. Rede, drucke die solche Fälle aus dem Internet vorher aus, knall das dem Richter auf dem Tisch. Du musst ihn überzeugen. Wenn du angeklagt bist, dann kannst du nach StPO den Typen als Zeugen vernehmen. Nimm ihn dann auseinander, stelle Fangfragen, führe ihn aufs Glatteis. Das klappt!

Mit Beleidigung und Bedrohungen machen Amgsgerichte ca. 10% ihres Umsatzes. Die denken da garnicht drüber nach und viele zahlen den Strafbefehl. Für die Justiz ist das leicht verdientes Geld. Du musst denen Arbeit machen, die scheuen sie nämlich! Wenn die merken, dass du sie beschäftigst, dann lassen sie ab von dir.

Erwarte keine Logik von einem Juristen! Da kannst du warten, bis du mumifiziert bist.

Noch ein Tipp: Doof stellen, fragen, nochmal fragen. Das wirkt und nervt.

Spar dir eine Dienstaufsichtsbeschwerde: "fff" --> formlos, fristlos, fruchtlos!!!! Du wirst als Antwort bekommen, dass alles sehr sorgfältig geprüft wurde und keine Fehler festgestellt werden konnten. Das ist das Standardschema! Wer gibt schon Fehler zu? Du bist doch bloss ein blöder Bürger! Rechtsstaat? Denkste! Ein Rechtsstaat ist ein Staat für alle die, die vom Recht leben, aber nicht für den Bürger.

Wundere dich nicht, wenn das so lange dauert. Die Justiz ist faul und nur mit sich selbst beschäftigt. Der Richter wird deine Akte erst mit Beginn der Verhandlung das erste Mal lesen. So läuft das immer.

Versuche Dienstaufsichtsbeschwerde gegen ihn einzulegen! Wende Dich auch an eine Frauenberatungsstelle! Viel Erfolg!

Was möchtest Du wissen?