Kann ich meine Urlaubstage von der Kündigungsfrist abziehen oder muss ich ihn auszahlen lassen?

6 Antworten

Der Gesetzgeber sieht vor, dass Urlaub in Freizeit genommen wird. Auszahlen von Urlaubstagen wegen Beendigung des Arbeitsverhältnisses (§ 7 Abs. 4 BUrlG) sieht das Gesetz nur in Ausnahmen vor.

Dein AG muss Dir den Urlaub geben, wenn er nicht belegen kann, dass es unbedingt notwendig ist, dass Du bis zum letzten Tag arbeitest. Willkürlich als "Strafe" für die Kündigung den Urlaub nicht gewähren geht nicht.

Schreib in die Kündigung gleich rein, dass Du den Dir zustehenden Urlaub vor Ablauf der Kündigungsfrist beantragst.

Ein Urlaub (oder Urlaubsanspruch) beeinflusst die Kündigungsfrist nicht. Du solltest aber bis zum Kündigungstermin (meist dann die letzte Zeit) deinen tariflichen oder gesetzlichen Urlaub antreten. In Ausnahmefällen, oder auf deinen Wunsch kann auch der Urlaub ausgezahlt werden.

Das wäre mir neu, dass Du Urlaubstage gegen die Kündigungsfrist anrechnen kannst. Der Arbeitgeber ist gesetzlich in der Pflicht sie dir zu stellen.

Wegrechnen/Auszahlen etc. ist nicht erlaubt...

Also kann ich früher gehen ?

@Oktay1977

Jein. Du kündigst fristgerecht und versuchst mit deinem (noch-)Arbeitgeber darauf zu einigen, dass Du deinen Resturlaub an das Ende der Frist schiebst.

Wenn Du gekündigt hast oder gekündigt wurdest hast Du das Recht darauf, Deinen restlichen Urlaub auch noch zu nehmen. Es kann Dich keiner Zwingen ihn auszahlen zu lassen.

Pro gearbeiteten Monat stehen dir zwei Urlaubstage zu. Wie das geregelt wird, musst du absprechen. Aber am Ende nehmen ist sicher die zu bevorzugende Wahl für beide Seiten.

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