Kann ich jetzt spontan eine Rechtsschutzversicherung abschließen?

5 Antworten

Natürlich kann man jederzeit eine Rechtsschutzversicherung abschließen. Jeder Vertrag sieht aber eine Wartezeit vor und Fälle, die bereits vor dem Abschluß aufgetreten sind (oder sich angebahnt haben!) sind selbstverständlich ausgeschlossen.

Eine Versicherung ist dazu da, Risiken zu teilen, nicht Kosten abzuwälzen.

Deinen letztern Satz solten sich viele mal hinter die Ohren schreiben. DH

Rückwirkend funktioniert das nicht. Ausserdem übernimmt die Rechtsschutzversicherung nur dann die Kosten, wenn die Aussichten auf Erfolg gross genug sind.

In den Versicherungsbedingungen der meisten Versicherungen wird die Beurteilung vom Aussicht auf Erfolg den Anwalt des Versicherungsnehmers überlassen. Die REchtsschutzversicherung tritt also als Kostenerstatter auf! Deine Aussage ist schlichtweg nicht korrekt.

Es gibt alte Versicherungsbedingungen bei denen das anders ist. Aber wer im Jahre 2008 noch eine Versicherung von vor 10 Jahren oder länger hat, hat selber Schuld.

@teasyms

ups! Ich hab so ein altes Teil - noch nie gebraucht. Werde ich mal kündigen...

Schnell geht in diesem Fall gar nichts! Es kann gut sein das die Versicherungen erst nach einem halben Jahr Rechtsschutz bezahlen. es ist ja eine Versicherung d.h. es soll ein unvorhergesehenes Ereignis abgesichert werden. Deshalb diese "Sperrfrist". Du solltest Dich aber trotzdem Kundig machen was Dich ein möglicher Prozess kosten könnte. Viel wird es bestimmt nicht sein.

Natürlich darfst Du jetzt spontan eine Rechtschutzversicherung abschließen. Selbstverständlich zahlt sie nicht für den bereits angelegten Fall. Üblicherweise gibt es eine Karenz- bzw. Wartezeit, bis sie eintritt.

Nein, Altschäden kannst du nicht anmelden. Das würde ja sonst jeder machen. Die Versicherung lebt ja von den Beiträgen. Oder wovon soll sie sonst zahlen können?

Lohnt es sich, eine zweite Rechtsschutzversicherung abzuschließen?

Eine Rechtsschutzversicherung kostet pro Jahr ca .€ 120 bis 300.

Ich hatte jetzt einen Schadensfall (Zivilprozess), bei dem ich noch nicht weiß, ob ich gewonnen oder verloren habe. Die Prozesskosten dürften sich ca. auf € 5000 belaufen. Ich war Beklagter, nicht Kläger.

Vor ca. 3 Jahren hatte ich schon einmal einen Schadensfall, der mit ca. € 2 200 zu Buche schlug,

Mein Versicherungsvertrag läuft schon seit ca. 20 Jahren, und die beiden genannten sind die einzigen Schadensfälle während dieser gesamten Zeit. Meine Rechtsschutzversicherung hat dennoch nun die Vertragsbedingungen geändert und meine Selbstbeteiligung erhöht. Das ist kein Problem, da ich niemand bin, der gerne Prozesse führt, wenngleich ich das nicht sonderlich fair finde.

Allerdings befürchte ich, dass ich realiter nicht mehr wirklich rechtsschutzversichert bin: Dies aus folgendem Grund:

Ich weiß, dass Rechtsschutzversicherungen gerne mal kündigen, wenn man sich als Versicherter nicht "rentiert". Das bedeutet: Sollte ich den laufenden Prozess verlieren, dann wird das meine Versicherung ca. € 5000,-- kosten. Deshalb können sie mich zwar nicht kündigen, da sie ja gerade eben einen geänderten Vertrag mit mir geschlossen haben

Aber: Wenn ich in Zukunft irgendwann einmal noch einen Schadensfall haben sollte, und das kann man ja nie wissen, dann befürchte ich , dass meine RV mich dann kündigen könnte. Und wenn man einmal von einer RV gekündigt wurde, dann ist es nicht mehr so einfach, bei einer anderen Versicherungsgesellschaft wieder eine RV zu erhalten, so weit mir bekannt ist, oder sogar unmöglich.

Meine Fragen daher:

  1. Stimmt es tatsächlich, dass man bei keiner anderen RV mehr einen Rechtsschutzversicherungsvertrag bekommt, wenn man bereits einmal von einer RV gekündigt wurde?

  2. Ich würde gerne prophylaktisch eine zweite RV bei einer anderen Versicherungsgesellschaft abschließen. Dies nicht, weil ich etwa vorhätte, gegen irgend jemanden zu klagen, ganz im Gegenteil. Aber für den Fall, dass ich in Zukunft irgendwann einmal beklagt werden könnte, möchte ich nicht ohne tatsächlich wirksamen Rechtsschutz dastehen. Konkret bedeutet das: Sollte ich in Zukunft irgendwann einmal zivilrechtlich beklagt werden, dann würde ich die neue Rechtsschutzversicherung heranziehen. Und erst beim übernächsten Mal die RV, die ich jetzt schon habe.

Das hört sich jetzt vielleicht nach überversichert an, das ist aber m. E. nicht der Fall. Ca. € 250 bis 400 pro Jahr, für zwei RV, halte ich für gut angelegtes Geld, wenn man dadurch einen faktisch und dauerhaft wirksamen Rechtsschutz hat, und v. a. nicht Gefahr läuft, von der RV gekündigt zu werden, sobald man mal zwei etwas größere Schadensfälle in relativ enger zeitlicher Folge hat.

=> Ist es vor diesem Hintergrund sinnvoll, und v. a. wirksam, eine zweite Rechtsschutzversicherung abzuschließen?

Bitte nur Antworten von Usern, die wirklich Kenntnisse bzw. Erfahrung haben. Raten und vermuten kann ich selbst.

Vielen Dank.

...zur Frage

Rechtsschutzversicherung zahlt bei Kündigung nur einen Teil der Anwaltskosten?

Hallo Leute!

Ich habe gerade etwas ärger mit einem Anwalt und meiner Rechtsschutzversicherung, der D.A.S. Die Versicherung möchte nur einen Teil der Kosten (500 EUR) der Anwaltstätigkeit übernehmen.

Kurz die Geschichte: Im Januar wurde ich von meiner Firma mit dem Angebot eines Aufhebungsvertrags überrascht. Von mir wurde eine relativ schnelle Entscheidung gefordert (2-3 Tage Gedenkzeit), da ansonsten eine Kündigung ausgesprochen werden würde.

Da ich Laie in Rechtsfragen, aber bei einer Rechtsschutzversicherung bin habe ich direkt dort angerufen und mich beraten lassen. Mir wurde ein Anwalt vorgeschlagen. Dort habe ich recht schnell einen Termin erhalten. Der Anwalt hat sich dann um die Sache gekümmert. Er hat mit meiner Firma kommuniziert und vorgeschlagen dass diese mir Kündigen soll und wir alles dann über einen Abwicklungsvertrag regeln. Die Firma ging dann auch darauf ein.

Nun habe ich Gestern ein Schreiben von meinem Anwalt erhalten. Die Rechtsschutzversicherung hat nur die besagten 500 EUR gezahlt und ich möge bitte den Restbetrag von 900 EUR ausgleichen. In dem Schreiben der Versicherung an die Kanzlei steht geschrieben:

"... Ist die Anwaltstätigkeit ausschließlich auf die einvernehmliche Beendigung des Arbeitsverhältnisses gerichtet, übernehmen wir kosten bis zu 500 EUR. Der Arbeitgeber muss dabei ein Aufhebungsangebot unterbreitet haben. ..."

Mir kommt das irgendwie merkwürdig vor.

  1. Der Aufhebungsvertrag wurde mir ja aufgebrummt, d.h. es war eine Klausel enthalten die besagt, dass ich gekündigt werde, wenn ich nicht unterschreibe.

  2. Ich wurde dann ja auch gekündigt.

  3. Mir wurde Druck von meiner Firma gemacht.

Der besagte Anwalt meinte im Beratungsgespräch auch zu mir, dass für eine Rechtsschutzversicherung ein Rechtsverstoß vorliegen muss, damit sie auch bezahlt. Aber durch #1 sollte das gegeben sein.

Was meint ihr den dazu? Ist die Entscheidung der Versicherung so korrekt?

Ich habe noch nicht mit der Versicherung gesprochen, da ich vorher euren Rat einholen wollte.

Danke und viele Grüße, Sebastian

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?