Kann ich eine Mahnung vom Finanzamt anfechten?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

"... dass das zweite Finanzamt für den Betrag und mein Anliegen verantwortlich ist und deshalb der Einspruch zurückgezogen werde. ..." So geht das nicht. Du hast Einspruch eingelegt. Wenn DU ihn nicht zurückziehst, ist er anhängig. Viel Spass, sieh es als normales Risiko des täglichen Lebens, besser als von einem Irren an der Ampel umgefahren zu werden. Sicher ist: du bekommst das zuviel gezahlte Geld zurück. Erstmal musst du es leider rausrücken. Das kann dauern, bleib dran. Die Finanzbeamt/Innen sind extrem hilfsbereit. Demokratie ist teuer. Ich hatte auch mal einen rechtswirksamen jedoch ungültigen Bescheid. Da haben sich ganz hochrangige Leute tagelang zusammengesetzt und beraten, wie sie dies Problem heilen können. Du wirst es nicht glauben, sie haben eine Lösung gefunden.

FA 1 machte den kompletten Bescheid. Bei FA 2 wurde meine Einkommensteuer für einen anderen Ort falsch berechnet.

Tut mir leid, aber das ergibt für mich keinen Sinn. Für die Veranlagung kann nur ein Finanzamt zuständig sein, oder handelt es sich um die gesonderte Feststellung von Einkünften durch das zweite Finanzamt?

Zum eigentlichen Problem: Wenn du Einspruch einlegst, gibt es zwei Möglichkeiten: Das Finanzamt hilft dem Einspruch ab und ändert den Bescheid, oder das Finanzamt erläßt einen Einspruchsbescheid, gegen den man dann vor dem Finazgericht klagen kann. Um Mahnungen oder weitergehende Maßnahmen zu vermeiden ist es besser, zusammen mit dem Einspruch eine Aussetzung der Vollziehung zu beantragen.

Ich schliesse mich einfach mal meinen Vor-Kommentatoren an!! Zahl, dann ist gut, danach immer noch Einspruch.

Du könntest möglicherweise Anfechten wegen Irrtums nach Paragraph 119 BGB. Ruf aber vorher lieber nochmal an und erkundige dich. Ansonsten solltest du mal einen Rechtsanwalt fragen, aber ich denke die Anfechtung müsste eigentlich durchsetzbar sein. Bin leider auch erst im 2. Semester Jura, aber es ist gut möglich dass das klappt! Viel Glück LG

Das wird ihm hier leider relativ wenig nützen; er bewegt sich ja auf dem Bereich des öffentlichen Rechts, nicht des privaten Rechts. Bitte versteh mich nicht falsch, ich möchte dich nicht kritisieren, sondern nur einen Hinweis geben.

An den Fragesteller: sofern es noch möglich ist, unbedingt Einspruch einlegen und die Bescheide anfechten. Die Mahnung kann nicht angefochten werden, es ist ja nur eine Zahlungserinnerung. Nur wenn der der Mahnung zugrunde liegende Bescheid geändert wird, entfällt die Mahnung.

@Eulenhasser

Danke für die Antworten! Ich hatte Einspruch eingelegt, nur wurde mir beim Finanzamt gesagt, dass das zweite Finanzamt für den Betrag und mein Anliegen verantwortlich ist und deshalb der Einspruch zurückgezogen werde. Ich habe beim zweiten Finanzamt angerufen, diese haben mir telefonisch die Frist verlängert, was anscheinend aber irrelevant gewesen ist. Die Fristen für Einsprüche sind jetzt glaub ich rum. Ich weiß nicht ob ich den Bescheid auf normalen Weg ohne Klagen, wenn das überhaupt geht, mit Einspruch ändern kann. Also es ist wirklich eine Zwickmühle mit den Ämtern.

@Noch1Tag

"... dass das zweite Finanzamt für den Betrag und mein Anliegen verantwortlich ist und deshalb der Einspruch zurückgezogen werde. ..." So geht das nicht. Du hast Einspruch eingelegt. Wenn DU ihn nicht zurückziehst, ist er anhängig. Viel Spass, sieh es als normales Risiko des täglichen Lebens, besser als von einem Irren an der Ampel umgefahren zu werden. Sicher ist: du bekommst das zuviel gezahlte Geld zurück. Erstmal musst du es leider rausrücken. Das kann dauern, bleib dran. Die Finanzbreamt/Innen sind extrem hilfsbereit. Demokratie ist teuer. Ich hatte auch mal einen rechtswirksamen jedoch ungültigen Bescheid. Da haben sich ganz hochrangige Leute tagelang zusammengesetzt und beraten, wie sie dies Problem heilen können. Du wirst es nicht glauben, sie haben eine Lösung gefunden.

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