Kann ich die HU/AU Nachuntersuchung überall durchführen lassen? Bundesland-Begrenzung?

3 Antworten

Rechtsgrundlage für die HU/AU/AUK/GWP- Untersuchungen ist § 29 StVZO. In der Nr. 4 der Anlage VIII StVZO wird eindeutig festgeschrieben, dass diese Untersucheungen nur durch solche Stellen durchgeführt werden dürfen, die die Vorschriften der Anlage VIIId StVZO erfüllen. Also jede Stelle, unabhängig vom Standort, die die gesetzlichen Vorgaben erfüllen, dürfen Untersuchungen und Nachuntersuchungen durchführen. Das Gesetz gilt für das gesamte Bundesgebiet. Du kannst also in Berlin wohnen und im Passau zum TÜV/ DEKRA/ GTÜ usw. gehen und deine Prüfungen durchführen lassen. Für die Nachprüfung hast du 4 Wochen Zeit und der Untersuchungsbericht ist für die Nachprüfung dem jeweiligen Prüfer vorzulegen. Bei großen Prüforganisationen wäre es Zufall, wieder an den selben Prüfer zu gelangen. Also ist es dem Gesetzgeber auch egal, wer und vor allem wo die Prüfungen durchgeführt werden. Sinn dieser Vorschrift ist lediglich, dass eine Bescheinigung (TÜV- Bericht) ausgestellt wird, dass das Fahrzeug in einem verkehrssichern Zustand benutzt wird.

Ruf doch mal beim Strassenverkehrsamt an, da bist du auf der sicheren Seite. Aber das muss gehen. Mir fällt ein, wir waren auch bei der Decra im anderen Bundesland, wohnen an der grenze Niedersachsen / Bremen. Geht also !!!

Das ist egal, du kannst bei jeder zugelassenen Prüfstelle in der BRD die TÜV/AU untersuchung machen lassen.

Wenn Du also in Kiel wohnst und gerade in Freiburg urlaub machst, kannst Du in Freiburg zum TÜV gehen.

Und das gilt auch für Nachuntersuchungen, also wenn ich die TÜV Gebühr bereits entrichtet habe? ICh dachte das könnte Probleme geben Tüv Nord in NRW, Tüv Süd in Bayern.

@Ahauser

Eine Nachuntersuchung kostet neu, du kannst also die Gebühr nicht bezahlt haben, wenn die Nachprüfung noch gar nicht stattgefunden hat.

Autohaus "weigert" sich, mir meine HU/AU Bescheinigung auszuhändigen, obwohl mein Auto die Tests bestanden und die Plakette bekommen hat - dürfen sie das?

Sie weigern sich nicht direkt, aber sie stellen sich zumindest quer und sagen, dass ich das doch eh nicht brauche. Folgendes ist passiert:

Ich war gestern mit meinem Auto im Autohaus, wo täglich auch der TÜV durchgeführt werden kann.... hab ich also gemacht und mein Auto hat selbstverständlich (BJ 2012) die Plakette bekommen.

Am Ende hat mir das Autohaus aber eine Bescheinigung zur HU/AU mitgegeben, die nicht zu meinem, sondern zu einem anderen Auto gehört, welches am selben Tag überprüft wurde. Da noch einige andere Dinge an meinem Auto erledigt wurden (außer TÜV), war das nur ein Zettel von sehr vielen und ich hab mir die natürlich nicht alle direkt vor Ort durchgelesen.

Ich hab heute früh beim Autohaus angerufen und gefragt, ob ich den Zettel einfach vorbeibringen kann und meinen eigenen Zettel (Den der andere Fahrzeughalter mitbekommen hat) kriegen kann, indem sie den anderen beispielsweise darum bitte, auch seinen abzugeben oder dem Autohaus zumindest per Post zuzuschicken, damit ich ihn mir in ein paar Tagen abholen kann.

Jetzt stellt sich der Werkstattchef des Autohauses aber quer und sagt, dass ich diesen Beleg doch sowieso nicht wirklich brauche... mag ja sein, dass man den selten vorzeigen muss, Tatsache ist aber, dass diese Bescheinigung immer mitzuführen ist und auf Verlangen der Polizei vorzuzeigen ist!!! Wie kann der Werkstattchef also so ein blödes Zeug reden? Und dann hat er noch in einem selbstgefälligen Tonfall gesagt, dass der andere Fahrzeughalter eine 90 jährige Frau ist und "wegen sowas" bestimmt nicht extra nochmal zum Autohaus kommt. Das ist doch nicht mein Problem?!?! Entweder sie bringen die Frau dazu selbst ihren falschen Zettel abzugeben oder es soll eben einer von denen bei ihr vorbeifahren...

Findet ihr die Aussagen und Argumente des Werkstattchefs in Ordnung? Es ist doch nicht meine Schuld, wenn die dort einen Fehler machen. Obwohl es eine Vertragswerkstatt war, hab ich diesem Typen eigentlich immer vertraut und fand ihn sympathisch, aber demnächst gehe ich da wahrscheinlich nicht mehr hin.

Wir haben uns jetzt letztendlich darauf geeinigt, dass sie mir diesen Zettel zukommen lassen, sobald die Frau das nächste mal dort war/ist (ist wohl irgendwann in der nächsten Wochen der Fall) ... und ansonsten werde ich mir jetzt selbst eine Bescheinigung schreiben, dass mir der falsche Zettel ausgehändigt wurde und mir der andere nachgeliefert wird, diesen Zettel lasse ich mir vom Autohaus quittieren. Reicht das dann für die Polizei, falls sie die Bescheinigung sehen wollen? Die Plakette an sich habe ich ja fürs Auto bekommen.

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