Kann eine Rente wegen voller Erwerbsminderung vom Rententräger zurückgenommen werden?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo Vogelmensch,

Sie schreiben unter anderem:

Kann eine Rente wegen voller Erwerbsminderung vom Rententräger zurückgenommen werden?

Antwort:

Grundsätzlich ganz klar "Ja!"

Aber es kommt immer auf den speziellen Einzelfall drauf an!

In Ihrem speziellen Fall sollte die Sache nochmals glimpflich verlaufen, da ja laut Ihrer Aussage noch kein rechtskräftiger Rentenbewilligungsbescheid vorgelegen hat!

Sie sollten sich am Besten an Ihren zuständigen DRV-Sachbearbeiter wenden und die Situation verbindlich klären!

Wenn Sie unsicher sind, den VDK als Rechtsbeistand hinzuziehen, damit Sie auf der sicheren Seite sind!

http://www.vdk.de/deutschland/pages/mitgliedschaft/64026/rechtsberatung

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

HAllo,

immer langsam, so schnell schiessen die Preussen nicht.

Es steht ja fest, das auch diese Tätigkeit zu lasten deine Gesundheit ging und demzufolge auch aufgegeben worden ist. Er sollte demzufolge auch fristlos gekündigt werden, unter Vorlage des Rentenbescheides.Mit dem Rentenbescheid erging auch, welche Zuverdienstmöglichkeiten  du hattest.

Ich hoffe, dass hier turnmai noch antwortet, sie arbeitet bei der drv, sie kann am besten auskunft geben, was du machen solltest. Ich würde das Gespräch mit der DRV suchen, denn das ist heilbar.

Beste Grüße

Dickie59

Du kannst nicht einfach einen Job annehmen, wenn Du die EU Rente bekommst. Wer trotzdem arbeiten geht riskiert daß die Rente wieder gestrichen wird. Natürlich darf man bis zu einem gewissen Grad dazuverdienen, aber Du hast ja die Volle EU Rente. Mit anderen Worten kannst Du nicht mehr als 3 Stunden am Tag arbeiten. Wenn Du nun halbtags einen Job annimmst, widerspricht Du der Rentenversicherung. In dem Sinne, ich kann doch, sonst hättest Du den Job nicht angenommen. Du hast Dir selbst ein Falle gestellt, leider. Wie Du da wieder rauskommst? Geh zum SOVD oder zum VDK und lass Dich durch einen Anwalt vertreten. Vielleicht können die ja wieder was gutmachen. Mit der Rentenversicherung ist nicht zu Spaßen. Daher pass das nächste mal besser auf. 

Zu dem Zeitpunkt der Arbeitsaufnahme hatte ich keinen Rentenbescheid, es
hing völlig in der Luft. Aus diesem Grund habe ich eine einfache Arbeit
angenommen, da ich nicht davon ausgehen konnte, verrentet zu werden.
Ich hätte mit einer Teilverrentung oder mit dem Vorschlag auf Rehas
gerechnet, Nach zwei Wochen Arbeit (sitzend, ruhig, 3 Stunden pro Tag)
musste ich mich aufgrund der bekannten Erkrankungen wieder krank
schreiben lassen - es ging nicht. Erst danach kam der Rentenbescheid.
Somit gibt es für einen Monat zwar einen Zuverdienst, der aber in
arbeitsunfähigkeit mündete. Diese Arbeitserprobung war gegen alle
Vernunft zu den körperlichen Beschwerden, aber ich wusste nicht, was ich
machen sollte. Zudem hat das AAmt auf eine Anstellung gepocht.

@Vogelmensch

Dumm gelaufen. Ich hätte mich bei einem Rentenantrag nicht mehr beworben, bzw keine neue Stelle mehr angenommen. 

Dein Rentenbescheid ist bindend! Irgendein Amt ist nicht berechtigt eine Aussage über die Wirksamkeit deines Rentenbescheides zu treffen.

Durch die Arbeitsaufnahme wird die DRV prüfen, ob du immer noch erwerbsgemindert bist oder ob die Arbeit auf Kosten der Gesundheit durchgeführt wurde. NUR wenn dein Gesundheitszustand sich gebessert hätte, würde die RV einen Aufhebungsbescheid erlassen.

Dein jetziger Rentenbescheid bleibt aber bindend, sofern er bereits rechtskräftig geworden ist (4 Wochen nach Zugang)

Natürlich wird dein Entgelt als Hinzuverdienst gem. §96a SGB VI angerechnet werden, aber das ist wieder eine andere "Baustelle"


Von welchem Amt wurde dir gesagt dass der Rentenbescheid nichtig ist? Und von wo wurde dir die Arbeitserprobung vermittelt?

http://www.einfach-teilhaben.de/DE/StdS/Alter/Rente_Ruhestand/Erwerbsminderung/erwerbsminderung_inhalt.html?nn=277130&docId=373446¬;First=true


Medizinische Voraussetzungen
Anspruch auf eine Rente wegen voller Erwerbsminderung besteht, wenn der Versicherte wegen Krankheit oder Behinderung auf nicht absehbare Zeit weniger als 3 Stunden täglich unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes arbeiten kann.





Zu dem Zeitpunkt der Arbeitsaufnahme hatte ich keinen Rentenbescheid, es
hing völlig in der Luft. Aus diesem Grund habe ich eine einfache Arbeit
angenommen, da ich nicht davon ausgehen konnte, verrentet zu werden.
Ich hätte mit einer Teilverrentung oder mit dem Vorschlag auf Rehas
gerechnet, Nach zwei Wochen Arbeit (sitzend, ruhig, 3 Stunden pro Tag)
musste ich mich aufgrund der bekannten Erkrankungen wieder krank
schreiben lassen - es ging nicht. Erst danach kam der Rentenbescheid.
Somit gibt es für einen Monat zwar einen Zuverdienst, der aber in
arbeitsunfähigkeit mündete. Diese Arbeitserprobung war gegen alle
Vernunft zu den körperlichen Beschwerden, aber ich wusste nicht, was ich
machen sollte. Zudem hat das AAmt auf eine Anstellung gepocht.

Was möchtest Du wissen?