Kann ein Arbeitgeber einen fristlos kündigen wenn man selber schon gekündigt hat?

5 Antworten

Eine fristlose Kündigung kannst Du auch noch in der Kündigungsfrist erhalten. Dafür muss es (wie sonst auch) gute (schwerwiegende) Gründe geben. Einfach mal so eine fristlose Kündigung ausstellen, um sich die restlichen Geldzahlungen zu ersparen, geht nicht. Wenn Du krank geschrieben bist, kannst Du nicht auf Arbeit erscheinen. Das ist kein Grund für eine fristlose Kündigung. Wenn Du nicht bettlägerig bist, ist es auch ganz normal, auf der Straße gesehen zu werden.

"aus persönlichen Gründen leider krank geschrieben",tja anders geht es ja auch wohl kaum.

Der Arbeitgeber kann Dir innerhalb der laufenden Kündigungsfrist auch fristlos kündigen,wenn Du ihm einen entsprechenden Kündigungsgrund lieferst.

Frühestens ab dem Tag der fristlosen Kündigung darf er Lohnzahlungen einstellen.

Wenn der AG den Verdacht hat, dass die Arbeitsunfähigkeit nur vorgeschoben ist, wird er die Gehaltszahlung zumindest zurück halten. Dann kannst du ihn ja verklagen.

Allerdings hat der einen längeren Atem als du.

Wenn der AG den Verdacht hat, dass die Arbeitsunfähigkeit nur vorgeschoben ist, wird er die Gehaltszahlung zumindest zurück halten

Rechtswidrig.

@kevin1905

Deswegen habe ich ja geschrieben, dass er ihn verklagen kann. Wäre mir als AG dann eben auch egal.

@DerHans
Wäre mir als AG dann eben auch egal.

Aha, so "einfach" würde das bei Dir laufen?!?

Wenn er der Meinung ist, die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung wäre unberechtigt,soll er das der Krankenkasse mitteilen - wenn er denn schwerwiegende Verdachtsmomente hat.

Schließt sich die Krankenkasse dem an (was eher selten geschieht), lässt sie den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung MDK die Arbeitsunfähigkeit nach Aktenlage oder durch eigene Untersuchung überprüfen

...ich denke schon....wobei für eine fristlose Kündigung natürlich immer auch ein triftiger Grund vorliegen muss, damit sie rechtsgültig ist.

Da reicht doch ne einfache Krankschreibung aber nicht als Grund aus oder?

@Popelsammla

...nein, nicht wenn sie "echt" ist! Und auch der Verdacht seitens des Arbeitgebers, diese Krankschreibung wäre nicht "echt" reicht nicht aus. Anders sieht es aus, sollte diese Krankschreibung nachweislich angekündigt gewesen sein (die flapsige Äußerung "...dann lass ich mich halt bis xxx krankschreiben...." könnte ausreichen, wenn sie belegbar ist!) sollte. Auch anderes mögliches Fehlverhalten (...ich will Dir hier absolut nichts unterstellen....falls das so rüberkommt!) in der Vergangenheit könnte dazu führen.....dann dürfte der Chef/ die Geschäftsleitung allerdings erst gerade davon Kenntnis erhalten haben. Hättest Du z.B. vor zwei Jahren geklaut und es wurden damals alle Augen zugedrückt, könnte man Dich dafür heute zumindest nicht mehr fristlos kündigen, denn wenn die Zusammenarbeit mit Dir seither zumutbar war, warum sollte sie es jetzt nicht mehr sein...und diese Unzumutbarkeit (aus welchen Gründen auch immer) muss gegeben sein....

@Tuedelsen

Eine "vorgeschobene" Au reicht schon. Das ist nämlich ein Betrugsversuch.

@DerHans

....die "vorgeschobene AU" meinte ich auch! (habe mich wohl etwas "unglücklich" ausgedrückt!) Aber sie muss ja als solche nachweisbar sein, sprich kein tatsächlicher Grund für eine Krankschreibung vorliegen...

@DerHans
Eine "vorgeschobene" Au reicht schon.

Das muss der Arbeitgeber aber erst einmal nachweisen!!

bin aus persönlichen Gründen leider krank geschrieben.

Wie soll dies denn möglich sein?

Und ja, auch ein AG kann eine fristlose Kündigung aus sprechen.

Und in diesem Fall ist dies ja auch verständlich.

Verständlich, weil er krank geschrieben ist?

@Fool09

Aber nicht aus persönlichen Gründen, denn dies wäre u.U. Faulheit, kein Interesse an der Arbeit, Urlaub usw.

@Apolon

Krankheit ist auch etwas Persönliches. Heißt in diesem Fall einfach: ich habe keine Lust, meine Krankheitsgeschichte öffentlich zu machen.

@Fool09

Dann hast du wohl den Text nicht gelesen:

ich habe bereits gekündigt, bin aus persönlichen Gründen leider krank geschrieben.
@Apolon

Woraus du einfach mal die dir genehme Interpretation Faulheit ziehst. ist ja völlig abwegig, dass da jemand einfach nur nicht öffentlich über seine Krankheitsgeschichte reden will ;)

@Fool09

Dann sollte er es entsprechend schreiben.

Der Hinweis aus persönlichen Gründen ist Käse!

Als AG würde ich ihm den Arbeitsvertrag auch fristlos kündigen.

@Apolon

Krank geschrieben ist krank geschrieben, ob du das persönliche Gründe nennst oder nicht ist völlig schnuppe. Die offensichtliche Interpretation ist: Ich will nicht über meine Krankheit sprechen, also verweise ich halt auf persönliche Gründe.

@Fool09

Wenn mir mein AN mitteilen würde "habe mich aus persönlichen Gründen krank schreiben lassen", hat er die rote Karte gezogen.

@Apolon

Und der Richter wird dir ebenfalls die rote Karte zeigen, wenn du das so begründest. Die Sache hat sich ja sowieso schon erledigt, da der Fragesteller mittlerweile schon zu Protokoll gegeben hat, was von vornherein offensichtlich war: er wollte einfach nicht öffentlich über seine Krankheit schreiben. Das hat hier merkwürdigerweise jeder so verstanden, nur du nicht.

@Apolon
Als AG würde ich ihm den Arbeitsvertrag auch fristlos kündigen.

... und vor Gericht verdient krachend abgeschmettert werden!

Gut, dass Du kein Arbeitgeber bist, das erspart anderen und dir selbst Probleme.

Und in diesem Fall ist dies ja auch verständlich.

Was soll das (um nicht gleich "dieser Unsinn" zu sagen) denn heißen?

Du kennst die konkrete Sachlage doch überhaupt nicht!

@Familiengerd

Ich halte mich an den Text des Fragestellers, mehr auch nicht!

@Apolon
Ich halte mich an den Text des Fragestellers

Eben!

Und die interpretatorischen Rückschlüsse, die Du ziehst, sind reine Spekulation!!

@Familiengerd

Machst du denn was anderes?

Nur mal ein kleines Beispiel am Rande:

Ein AN eines Kollegen wurde für 10 Tage krank geschrieben.

durch puren Zufall wurde er Freitags Abends zwischen 22:00 und 24:00 Uhr in einer Disco beim Tanzen erwischt.

Als ihn sein AG fragte als er seine Krankmeldung abgab, was ihm fehlt, kam auch die Antwort darüber möchte ich nicht sprechen.

Dass die fristlose Kündigung folgte, wirst du sicherlich verstehen.

@Apolon
Machst du denn was anderes?

Was mache ich denn?

Spekuliere ich hier etwa, dass im Fragefall die Krankschreibzung berechtigt sei oder nicht berechtigt sei?

Ich habe sie erst einmal als gegeben hinzunehmen, weil ich doch überhaupt nichts über die Hintergründe weiß.

Dein Beispiel ist in diesem Zusammenhang hier völlig belanglos!

Dass die fristlose Kündigung folgte, wirst du sicherlich verstehen.

Erst einmal nein!

Ich weiß nicht, woran der Beterffende erkrankt ist. Ist es aus psychischen Gründe, kann gegebenenfalls nichts gegen die Disco einzuwenden sein, bei einem Beinbruch sieht das selbstverständlich anders aus. So einfach ist das mit dem "fristlos kündigen" nicht!

@Familiengerd

Es ist so wie du sagst, ich möchte den Grund einfach nicht öffentlich nennen.

@Familiengerd

Wenn du dieser Meinung bist, kennst du dich im Arbeitsrecht doch nicht so besonders gut aus, wie du immer tust.

Wer in der Disco abends um 22:00 sein Tanzbein schwingt, der kann auch arbeiten und benötigt keinen Krankenschein.

@Apolon

Offensichtlich hast Du meine Bemerkung ignoriert oder überlesen, dass es für die Frage, was erlaubt ist und was nicht, alleine auf die konkreten Umstände, also auch auf die Art der Erkrankung ankommt.

Dass das beim Arbeitgeber erst einmal nicht gut "ankommt", weil er die Art der Erkrankung meist ja nicht kennt und die Situation demzufolge schlecht oder nicht einschätzen kann, ist eine andere Frage, hat aber mit der rechtlichen Bewertung erst einmal nichts zu zu.

Der Spruch "Wer feiern kann, kann auch arbeiten!" ist einer der dämlichsten und ugnotantesten überhaupt.

kennst du dich im Arbeitsrecht doch nicht so besonders gut aus, wie du immer tust.

Was soll der Blödsinn.

Erstens behaupte ich das überhaupt nicht. Zweitens kenne ich mich - neben einigen anderen - wohl besser aus als die meisten hier!

@Familiengerd

Du drehst dich wie ein Blatt im Winde!

Richtig ist, dass es auf die Krankheit ankommt.

Wenn er z.B. den Arm gebrochen hat, kann er natürlich auch jedes Restaurant besuchen um dort zu essen. Er darf sich auch außerhalb des Hauses aufhalten.

Nur in der Nacht eine Disco (Tanzveranstaltung) aufzusuchen, dies darf er nicht.

@Apolon
Du drehst dich wie ein Blatt im Winde!

Ach! Tatsächlich? Habe ich irgend etwas gesagt, wodurch ich mich "wie ein Blatt im Winde gedreht" hätte?? Erklär mir das doch mal!?

Nur in der Nacht eine Disco (Tanzveranstaltung) aufzusuchen, dies darf er nicht.

Wie kommst du zu dieser Behauptung? Wo steht oder wer sagt, dass der Besuch einer solchen Veranstaltung generell nicht erlaubt sei??

Auch für einen solche Veranstaltung gilt grundsätzlich, dass der Besuch erlaubt ist, wenn dadurch die Genesung nicht negativ beeinflusst wird.

@Apolon

"Wer in der Disco abends um 22:00 sein Tanzbein schwingt, der kann auch arbeiten und benötigt keinen Krankenschein."

Du musst doch nur mal eine Minute googlen, um zu sehen, dass das nicht richtig ist.

@Fool09

Dann Google doch mal nach Urteilen des Arbeitsgerichts und du wirst deinen Irrtum schnell erkennen.

@Apolon

So wie z.B. das Arbeitsgericht Bochum?

https://www.waz.de/staedte/bochum/krank-in-die-disco-gericht-in-bochum-kippt-kuendigung-eines-lagerfacharbeiters-id7980703.html

"Eine Lagerfachkraft hat am Mittwoch vor dem Arbeitsgericht Bochum erfolgreich gegen eine fristlose Kündigung geklagt. Sein Arbeitgeber hatte den Mann gefeuert, weil er trotz Krankenscheins bis drei Uhr nachts in der Disco gewesen war. Die Richter hielten die Sanktion für unangemessen."

..

"Damit blitzte die Firma aber vor Gericht ab. Die 5. Kammer zitierte mehrere Obergerichte, die in viel schwereren Fällen krank geschriebene Arbeitnehmer vor einer Kündigung bewahrt hatten: Einer war sogar trotz Schulterbruchs einen Marathon gelaufen."

@Fool09

Dies mag so gewesen sein, kommt aber immer darauf an welche Tätigkeit der AN ausübt und aus welchem Grund er arbeitsunfähig war.

Es gibt auch andere Urteile, die das Gegenteil bewirkten.

@Apolon

Was komischerweise jetzt genau das ist, was dir schon die ganze Zeit gesagt wurde und für das du anderen Ahnungslosigkeit vorgeworfen hast Aber ja, es sind ja die anderen, die sich wie ein Blatt im Winde drehen.

@Fool09

Die anderen haben natürlich immer recht!

in den 8 Jahren die ich als Betriebsratsvorsitzender tätig war, habe ich ja nur auf dem Schreibtisch gelegen und geschlafen.

Und als Selbständiger habe ich ja auch nie etwas mit Arbeitnehmern zu tun.

Deine Meinung interessiert mich nicht und nun zieh deinen Weg und nerve mich nicht mehr.

@Apolon
Dies mag so gewesen sein, kommt aber immer darauf an welche Tätigkeit der AN ausübt und aus welchem Grund er arbeitsunfähig war.

Genau das wurde doch von denen, die Dir widersprechen, immer wieder betont - Du hast es schlichtweg ignoriert oder wolltest es nicht wahrhaben!

Und jetzt benutzt Du es selbst als "Einwand" gegen den richtigen Kommentar von Fool09? Nicht zu fassen!

Es gibt auch andere Urteile, die das Gegenteil bewirkten.

Und das wären zum Beispiel??

8 Jahren die ich als Betriebsratsvorsitzender tätig war

Das ist jetzt aber wirklich ausgesprochen erstaunlich - und kaum zu glauben!

Und als Selbständiger habe ich

Ach so! Das erklärt selbstverständlich Deine Auffassung!

Deine Meinung interessiert mich nicht und nun zieh deinen Weg und nerve mich nicht mehr.

Pulver verschossen! 😅

Es geht übrigens nicht um "Meinungen" (wie bei dir mit Deiner Disco), sondern um Fakten!

@Familiengerd

Sicher geht es um Fakten. Und du schaust vermutlich durch die Brille eines Betriebsrates, der natürlich immer das Gute im Angestellten sieht.

Dies war auch mal lange Zeit meine Meinung, bis ich eines besseren belehrt wurde.

Und ich werde nie mein Pulver verschießen.

Daher wünsche ich dir noch viel Spaß und gute Träume.

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