Kann der Mieter bei Bodenmitbenutzungsrecht permanenten Durchgang durch die Wohnung des Vermieters fordern um auf den Boden zu gelangen?

3 Antworten

... das vestehe ich nicht, wieso sollte Mutti abgesichert sein?

Wenn Deine Erben anderes wollen, ist Mutti raus, so lese ich die Literatur.

Und einen Zugang zu Nebenräumen gibt es auch bei uns nach Absprache, z.B. für Zähler im Keller.

Um den Boden mit zu benutzen, reicht es bestimmt aus, wenn man gelegentlich Zugang bekommt, wenn in der Durchgangswohnung jemand zu Hause ist.

Dass die Wohnung permanent für den Bodennutzer geöffnet sein muss, würde wohl kein Gericht der Welt verlangen.

Typische Bodennutzung ist verstauen von Sachen, die man nicht ständig braucht. Ich gehe mal nicht davon aus, dass auch Wäschetrocknung mehrmals die Woche zu der bei Euch vorliegenden Bodennutzung gehört.

Was ihr dem Rechtsanwalt der Mutter schreiben könnt? Das fragt am besten Euren Rechtsanwalt.

Noch etwas will ich anfügen:

Gibt es im Mietvertrag eine Einschränkung Eurer Kündigungsmöglichkeit?

Wenn nein, dann führt mal ein Gespräch mit Deiner Mutter. Erklärt ihr, dass ihr nicht gewillt seid, mit einem Rechtsanwalt über innerfamiliäre Angelegenheiten zu diskutieren.

Sollte noch einmal ein Brief ihres Rechtsanwalts kommen, werde ihr von Eurem Kündigungsrecht nach §573a BGB Gebrauch machen. Dieser besagt, dass ihr ohne Begründung mit drei
Monate verlängerter Kündigungsfrist kündigen könnt.

Das würde zwar mittlerweile 1 Jahr Kündigungsfrist bedeuten, aber dann wäre sie aus dem Haus raus. Diese Kündigungsmöglichkeit könnte man auch dazu nutzen, dass man ihr zwar einen neuen Mietvertrag anbietet, aber dann ohne Bodennutzung.

Den Streit habt ihr jetzt schon, aber auf diese Weise könntet Ihr ihr zeigen, wer Herr im Haus ist.

Jetzt will sie uns rechtlich zwingen, dass wir unsere Wohnung nicht mehr abschließen, damit sie jederzeit ungehindert auf den Boden kommt. Ein permanentes Durchgangsrecht ist nicht vereinbart.Was können wir dem Anwalt meiner Mutter entgegnen?



Die Mutter träumt wohl, oder das ist reine Schikane.

Man bietet z.B. an, das 1-2 mal die Woche der Zugang in der Zeit von ... bis ... gewährt wird.

Die Mutter kann nicht erwaten, dass die Wohnung von Euch nicht verschlossen ist und auch täglich muss man den Dachboden garantiert nicht nutzen.

Übrigens, hier gibt es keine Rechtsberatung!

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