Kann der Halter vom Auto den Punkt übernehmen wenn der Versicherungsnehmer das Bußgeld bezahlt als er damit fuhr?

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Wenn Opi den Anhörungsbogen bekommt gibt es mehrere Möglichkeiten:

  • Opi beschuldigt sich selbst, bei einer OWi im Punktebereich wird aber schon genauer auf das Bild geschaut, passt dies vom Alter / Geschlecht nicht wird versucht den richtigen Fahrer zu ermitteln
  • Opi gibt dich als Fahrer an, dies entspricht der Wahrheit und Du bekommst einen Anhörungsbogen zugeschickt.
  • Opi macht keine Angaben zur Sache, es wird versucht den Fahrer zu ermitteln.

Was Opi nicht machen darf, wissentlich Omi falsch beschuldigen gefahren zu sein.

Zur Ermittlung des richtigen Fahrers wird im näheren Familienumfeld nachgeprüft, da wird die Behörde schnell auf dich kommen zudem Du auch Versicherungsnehmer bist.

Kann der Halter vom Auto den Punkt übernehmen wenn der Versicherungsnehmer das Bußgeld bezahlt als er damit fuhr?

Nein !

In dem Zusammenhang mal die Verknüpfungen der Personen die bei einem zulassungspflichtigen Kfz zum tragen kommen

  1. der Halter: auf ihn ist das Fahrzeug zugelassen, er ist Ansprechpartner für behördliche Kommunikation, verpflichtet für ununterbrochenen Versicherungsschutz zu sorgen und die Kfz Steuer pünktlich zu entrichten. Nach Unstimigkeiten kann er von Behörden verpflichtet werden zb. lückenlos Fahrtenbuch zu führen oder die Benutzung des Fahzeugs zu verbieten (zb. wegen technischer Mängel oder wegen fehlendem Versicherungsschutz) Er sollte den Fahrer zu jederzeit benennen können und ist zum Zeugnis verpflichtet sofern er sich oder ihm verwande Personen dadurch nicht belastet. Verweigert er das Zeugnis drohen ihm fast zwangsläufig behördliche Sanktionen.
  2. Versicherungsnehmer: er ist vom Halter beauftragt für Versicherungsschutz zu sorgen. Rechtlich kann er den Halter jedoch nicht aus der andauernden Versicherungspflicht entbinden. WICHTIG: Zahlt der Versicherungsnehmer zb. die Beiträge nicht, entsteht hierdurch eine Straftat des Halters, nicht des Versicherungsnehmers.
  3. Eigentümer: er verfügt über alle Rechte am Fahrzeug, kann es veräußern, bestimmt wo und wann das Fahrzeug repariert werden darf, verteilt Nutzungs- und Besitzrechte und bestimmt den Halter. Eigentümer von Kraftfahrzeugen sind neben den eigentlichen Besitzern oftmals auch Leasinggesellschaften. Kreditgebende Banken sind in aller Regel KEINE Fahrzeugeigentümer.
  4. Besitzer: ihm wurde das Fahrzeug vom Eigentümer in Treu und Glauben überlassen, er ist der eigentliche Nutznießer des Fahrzeugs und führt die Anweisungen von Halter und Eigentümer aus (zb. technische Instandhaltung, Fahrzeugpflege, Vorführung zur HU, Fahrtenbuchpflege, verteilung weiterer Besitzrechte, Nutzung, Betankung usw.)
  5. Fahrer: in dem Moment wo ein Fahrer das Auto rechtmäßig benutzt geht der Besitz auf ihn über, er übernimmt die Rechte und Pflichten des Halters, des vom Eigentümer bestimmten Besitzers und des Eigentümers in dem Maße wie sie mit den betreffenden Personen vereinbart sind. Den Behörden gegenüber ist er verpflichtet das Fahrzeug entsprechend geltendem Recht zu benutzen. NUR Er wird rechtlich belangt wenn mit dem Fahrzeug Ordnungswiderigkeiten oder Straftaten ausser der Versicherugnspflicht begangen werden. Vor jeder Fahrt hat er sich von der Verkehrssicherheit des Fahrzeugs und von bestehendem Versicherungsschutz zu überzeugen.

Alle in 1 bis 4 genannten können natürliche-, oder juristische Personen sein (=Privatpersonen, Gesellschaften, Körperschaften u. Vereine)

Alle in 1 bis 5 gennanten können bis zu fünf verschiedene Personen oder eine einzelne Personen sein.

Eine kleine Anmerkung, der Fahrer ist gleichzeitig auch der Besitzer!

@Apolon
Eine kleine Anmerkung, der Fahrer ist gleichzeitig auch der Besitzer!

Ja, das ist richtig, das hab ich auch geschrieben:

in dem Moment wo ein Fahrer das Auto rechtmäßig benutzt geht der Besitz auf ihn über,
@RudiRatlos67

und deine letzte Anmerkung ist falsch.

Auch wenn er das Fahrzeug nicht rechtmäßig nutzt, hat er es in Besitz!

@Apolon

Das ist richtig, mir ging es dabei um den rechtmäßigen Besitzer, den widerrechtlichen Besitzer hatte ich unterschlagen, deshalb ist der Satz aber nicht falsch im Sinne von falsch sondern nur unvollständig

Will hier vorsichtig sein, da es ja rechtliche Fragen sind.

Also ohne Gewähr, aber:

Dein Opa wird zunächst als Halter angeschrieben. Für gewöhnlich macht man ihn auch verantwortlich und es ist seine Aufgabe dies abzustreiten, dann wird man von Ihm den Fahrer wissen wollen.

Sollte auf dem Blitzbild klar erkennbar sein, dass er nicht der Fahrer war, so wird man von ihm den Fahrer wissen wollen.

Niemand kann deinen opa zwingen sich an den Tag zu erinnern...desweiteren gibt es für nahe Verwandte auch ein Aussageverweigerungsrecht, ich weiss aber NICHT, ob das für Grosseltern gilt!

Das kann dann soweit führen, dass Opa dafür in Zukunft ein Fahrentbuch auferlegt bekommt, oder zukünftige Strafen selbst zahlen muss.

Aber "sollten" im haushalt mehrere Personen Zugriff auf das Fahrzeug haben, muss dein opa doch nicht wissen, wer gefahren ist....somit kann er keine Aussage zum Fahrer treffen.

Hatte auch eine ähnlcihe Situation, war damals beim Führerscheinanfang halt mit Muttis Auto. Sie hat die Aussage verweigert, wurde fallen gelassen unter Androhung eines Fahrtenbuchs, sollte das wieder passieren.

Meine Mutter meint eben wenn meine Omi sagt sie sei gefahren ginge das wohl auch. Aber das Ding ist einfach keiner aus meiner Familie bis auf meine Mutter sehe ansatzweise aus wie ich..

@Mariaschroedr

Nein!!!!!

Wenn deine Oma sagt, sie sei gefahren, ist das ne direkte Lüge!

Das würd ich nicht riskieren, das ist ne Falschaussage und kann Folgen haben!

Dein opa weiss nicht wer gefahren ist. Punkt.!!!

Das reicht.

Man wird nun veruschen rauszufinden, wer es war, ggf. mit dem Blitzfoto mal vorbeischauen (dann solltest du dich natürlich dünne machen) ....aber man kann niemanden belangen nur weil er sich nicht erinnert.

Wenn deine Oma ne Falschaussage trifft, ist das ggf. was anderes.

@Uulzos

Wenn man nicht herausfindet, wer der Fahrer war, wird vermutlich dein opa das Bussgeld zahlen müssen und der Punkt verläuft im Sande.

@Uulzos

Ja nur wenn mein Opi sagt er weiß nicht wer gefahren ist, obwohl er es weiß ist es ja auch gelogen...

@Mariaschroedr

Jein.

Es ist etwas anderes sich an eine Sache nicht mehr genau zu erinnern, oder klar eine falsche tatsachenbehauptung abzugeben (wenn Oma sagt sie sei gefahren).

Ausserdem kann man Erinnerungen eh nicht nachweisen, damit riskiert er also nicht "beim Lügen erwischt" zu werden.

Wie gesagt, informiert euch mal über das Aussage verweigerungsrecht. Ob das auch für Grosseltern-Enkel gilt.  Dann kann er ganz offen die Aussage verweigern.

@Uulzos

Okay ja ich mach mich mal kundig vielleicht weiß das mein Anwalt ja auch.

Die wollen halt vermeiden das ich wegen ein Ding jetzt so auf den Sack bekomm..

@Uulzos

Dann richtet euch schon mal darauf ein, dass ihr ein Jahr lang Fahrtenbuch führen dürft.

@DerHans

Soweit ich weiss "muss" man es ja nicht führen, sondern bekommt es nur auferlegt, falls man sich absichern will. Sprich: wenn er es in Zukunft nicht führt, wird er halt automatisch die Schuld bekommen, aber da bin ich nicht sicher.

@Uulzos

Das kann sogar zur Auflage gemacht werden, dass man es regelmäßig auf dem Polizeirevier vorlegen muss.

Ich bezweifel, dass der Fahrer nicht zu sehen ist.

Wenn dein Opi angibt, gefahren zu sein, und in der Bußgeldstelle Zweifel aufkommen, dass er wie der Fahrer aussehen könnte, wird es Nachforschungen geben.

Deinem NIck nach bist du weiblich? Der Opi ist männlich. Alleine das passt nicht zusammen. Das Alter wohl auch nicht.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Für ein Verkehrsvergehen wird natürlich der bestraft, der es begangen hat. Dein Opa würde ja auch nicht für dich ins Gefängnis gehen können.

Auch wenn er auf den zugesandten Bild, nicht zu erkennen ist, kann die Behörde das feststellen.

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