Kann der BEtriebsrat ein Ersatzmitglied wegen Alkoholverstoß kündigen?

5 Antworten

Wenn dem Ersatzmitglied privat der Führerschein entzogen wurde und er trotzdem mit dem Auto fährt, ist das alleine sein Problem.

Wenn er seine Arbeit bedingt durch den Alkoholkonsum nicht richtig ausführen kann, ist das das Problem des AG. Dieser kann arbeitsrechtliche Konsequenzen androhen (Abmahnung) und später evtl. auch verhaltensbedingt kündigen.

Als Betriebsrat sollte man so eine Frage nicht stellen. Hattet Ihr eigentlich schon mal eine Schulung? Alkoholismus ist eine Krankheit. Als Betriebsrat und auch Kollegen, solltet Ihr versuchen dem Mann zu helfen und nicht nach Wegen zu suchen ihn loszuwerden. Ein BR-Gremium kann einem BRM oder Ersatzmitglied nicht "kündigen". Entweder der Kollege tritt zurück oder er wird durch das Arbeitsgericht auf Antrag vom Betriebsrat ausgeschlossen (§ 24 BetrVG). Ausschließen kann man ihn unter den Bedingungen des § 23 BetrVG (bitte selbst nachlesen).

Bis jetzt hat der Kollege sich doch nichts im Amt zuschulden kommen lassen oder sehe ich das falsch? Ich empfehle dringend eine Schulung damit Ihr Euer Amt auch richtig ausüben könnt. Stimmt Ihr auch Kündigungen zu, nur weil Ihr jemanden nicht leiden könnt oder hört, dass er sich "schlecht" benimmt? Das würde mich bei dieser Einstellung nicht wundern.

Sorry, dass ich so deutlich geworden bin aber wenn ich mir vorstelle von so einem Betriebsrat "vertreten" zu werden der sich nicht an die Vorgaben des Gesetzes hält und selbst "Richter" spielt, werde ich ein wenig sauer. Glaubst Du dass in allen BR-Gremien jeder jeden mag? Wenn ja, dann täuschst Du Dich. Das ist aber kein Grund, zum Wohle der Kollegen und der Firma zusammen zu arbeiten.

In unserem Gremium hatten wir auch mal so einen Kollegen. Der stimmte Kündigungen zu, nur weil er die entsprechenden Personen nicht leiden konnte oder etwas über sie gehört hat was für eine Kündigung irrelevant war. Dieser Kollege wurde übrigens letztes Jahr nicht mehr gewählt. Als Betriebsrat hat man neutral zu sein und sich ohne Ansehen der Person für die Kollegen einzusetzen.

Ihr könnt ihr zum Betriebsarzt schicken, wenn Ihr den Verdacht habt, dass er unter Alkohleinfluss steht und arbeitet. Der private, ausserdienstliche Konsum darf Euch nicht berühren, wenn er im Dienst "sauber" ist.

Auch das ist falsch, der Betriebsrat hat dazu keine BEfugnisse.

Fairness wäre es, wenn ihr kollegial handelt und diesen Kollegen darauf hinweist, dass er erhebliche Konsquenzen bekommt, wenn er weiter mit dem Auto fährt.

Mit seiner Betriebsratsarbeit hat es aber nichts zu tun. Auch wenn sein Arbeitsverhältnis nichts mit Fahrten mit dem PKW zu tun hat, ist eine Kündigung des Arbeitsverhältnises nicht möglich. Eine Straftat, die er begeht ist dann auch für das Arbeitsverhältnis unrelevant.

Wahrscheinlich seit ihr euch als Betriebsräte nicht darüber im klaren, wie man mit Alkoholkranken umgeht.
Die Regeln zum Alkoholkonsum während der Arbeitszeit kann der Arbeitgeber aufstellen, sogar erlauben, aber der BR hat da eine Mitbestimmung, weil es Verhaltensregeln sind.

Die Voraussetzungen für das Abwählen eines Betriebsrates habt ihr nicht erkannt ein Arbeitsgericht prüft nur, ob es eine grobe Verletzungseiner Pflichten als Betriebsrat begangen hat.

We ihr jetzt etwas erfidet seit ihr ukollegial.

Überlegt doch al we die gaze Alkoholkosumten in Eurem Betrieb einen neuen Betiebsrat wählen, dann seit ihr nicht mehr im Betriebsrat.

Ich bin selbst langjähries Betriebsrtasmitglied gewesen.

Was wollt ihr ihm denn Kündigen?

Das Arbeitsverhältnis ? Das ist nicht Sache des Betriebsrats.

Das BR-Mandat? Das geht nur nach erheblicher Pflichtverletzung und einer Entscheidung des Arbeitsgerichtes. Und ich sehe in deiner Beschreibung keine Verletzung der BR-Pflichten.

Weiterhin solltet ihr wissen, dass ein Betrieb und auch der Betriebsrat die Frage klären sollten, ob es sich um eine Alkoholbhängigkeit handelt. Dann hat man es mit einer Krankheit zu tun und man muss dem Betroffenen Gelegenheit geben, etwas gegen diese Sucht zu tun. Erst wenn dies erfolglos ist, dürfte eine Kündigung (des Arbeitsverhältnisses) in Betracht kommen.

Mir scheint, euer Gremium ist mit seinem Wissen und mit seiner Auffassung der BR-Arbeit nicht grad gut gerüstet.

Hallo!

Ein Betriebsrat kann niemanden kündigen. Dies kann nur das Unternnehmen.

Ausserdem solltest du als BR wiesen, "Verdacht auf Alk" nützt nix, hat er auch Abmahnung(en) bekommen -- erst dann kann über Kündigung gedacht werden.

Es ist sogar schwierig, ihn aus dem Kremium zu bekommen.

Gruß

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