Kann der Arbeitgeber eine ALG-Sperre vermeiden (z.B. durch einen bestimmten Aufhebungsvertrag?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

so nachdem hier soviel halbwissen geschrieben steht mal eine ausführliche und richtige antwort: Die Sperrzeit von der hier gesprochen wird KANN eintreten bei einem Aufhebungsvertrag, einer eigenen Kündigung, einer fristlosen Kündigung oder auch bei einer fristgerechten Kündigung wenn der AG diese mit vertragswidrigem Verhalten begründet. ABER... es kommt immer auf die Gründe und den Zusammenhang an. Eine Sperrzeit tritt nicht automatisch ein. Ich würde dir empfehlen mal zu deiner örtlichen Agentur für Arbeit zu gehen (brauchst dich ja noch nicht zu melden, geht ohnehin nicht solange du AU bist) und dort eine sogenannte Leistungsberatung in Anspruch zu nehmen. Dabei kannst du dann deine Situation schildern und man sagt dir dann _verbindlich_ noch vor Beendigung des Arbeitsverhältnisses ob bei dieser oder jener Variante eine Sperrzeit eintreten wird. Diese verbindliche Aussage ist auch das einzige worauf du dich dann verlassen musst. Nicht auf Tipps die hier fahrlässig falsch oder nur halbrichtig geschrieben werden. Ich hoffe, das hilft dir schonmal weiter. :)

Du bist der Superschlautroll, nur Du kennst Dich aus, sonst niemand. Das kannst Du behandeln lassen.

@pilot350

@ pilot350:

Nach dem Lesen Deiner Antwort gebe ich mindsoldier Recht!

ich bin der nicht nur der superschlautroll sondern auch noch vom fach ;)

es ist gut, wenn die antworten größtenteils schlicht falsch sind dem hier hilfesuchenden eine vernünftige und richtige antwort zu geben und ihn nicht durch falsche antworten in die gefahr zu bringen sich falsch zu verhalten.

Danke :)

Bist Du dir sicher, dass die Abmahnungen einer rechtlichen Prüfung standhalten? Nicht jede kleine Verfehlung ist ein Abmahnungsgrund.

In wie weit steht die Erkrankung in Zusammenhang mit dem Arbeitsplatz?

BTW: Wenn sich länger andauernde private "Krisen" ankündigen, die sich auf die Arbeitsleistung auswirken, sollten das sofort mit dem Arbeitgeber abgeklärt werden. So gibt man ihm mehr Planungssicherheit und kann sich im Rahmen der sonstigen Möglichkeiten darauf einstellen. Zudem bist Du dann nicht mehr "der Krankmacher", was die Abmahnungen hätte verhindern können.

es gibt keine dritte abmahnung, sondern dann die fristlose kündigung, sofern alle abmahnungen den gleichen grund haben. ein aufhebungsvertrag ist eine beidseitige willenserklärung, da bekommst du definitiv eine sperre beim amt, weil du dich auf "eigenen wunsch" in die arbeitslosigkeit beförderst.

das ist nicht richtig. ein aufhebunngsvertrag verursacht nicht automatisch eine sperrzeit, es kommt immer auf die gründe an.

es gibt keine dritte abmahnung, sondern dann die fristlose kündigung, sofern alle abmahnungen den gleichen grund haben.

Das ist völliger Unsinn!

Weder gibt es eine Regelung die besagt, dass eine Kündigung zwei Abmahnungen voraussetze, noch ist eine fristlose Kündigung nur deshalb erlaubt, weil es bereits zwei Abmahnungen gegeben hat!

Außerdem ist eine fristlose Kündigung nur erlaubt bei einem Grund, der so gravierend ist, dass die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses selbst für die Frist einer ordentlichen Kündigung nicht zumutbar ist.

da bekommst du definitiv eine sperre beim amt

Auch das ist - so absolut formuliert - falsch!

Es kommt grundsätzlich immer auf die konkreten Umstände an; auch hier gibt es Deinen "Automatismus" nicht.

Außerdem gibt es eine Sperre grundsätzlich dann nicht, wenn der Aufhebungsvertrag geschlossen wurde zur Vermeidung einer personen- oder betriebsbedingten Kündigung und er außerdem für die Beendigung des Arbeitsverhältnisses die Frist einhält, die der Arbeitgeber auch bei einer ordentlichen Kündigung hätte einhalten müssen!

Der Arbeitgeber wird sich nach Recht und Gesetz verhalten und die Arbeitsbescheinigung wahrheitsgemäß ausstellen. 

Sollte er dir eine Gefälligkeitsbescheinigung ausstellen, macht er sich schadensersatzpflichtig, wenn die Sache heraus kommt.

Kein vernünftiger Personalchef macht sich auf diese Weise erpressbar.

Eine dritte Abmahnung wird es nicht mehr geben, da wird beim nächsten Mal die Kündigung ausgesprochen. Anscheinend sieht man die Arbeitswelt als viel zu locker an und nicht die Ernsthaftigkeit die dahinter steckt. Kein Arbeitgeber macht das noch länger mit. Es sei denn man bekommt seine Probleme in den Griff oder sucht sich was anderes. 

Woher kennst Du das Krankheitsbild des OP so gut, dass Du seine mangelnde Ernsthaftigkeit daraus schließen kannst?

Eine dritte Abmahnung wird es nicht mehr geben, da wird beim nächsten Mal die Kündigung ausgesprochen.

Woher willst Du das denn wissen?!?!

Einen solchen "Automatismus" gibt es nicht!

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