Kann das Amt jemand zur Reha zwingen?

10 Antworten

HALLO HAB SELBST BEI DER AOK ANGERUFEN MEINE FREUNDIN HAT ES FALSCH VERSTANDEN ,DASS IST NICHTS VOM ARBEITSAMT SONDERN DER AOK AMTARZT BEANTRAGT DIESES , sie hat angst abzulehen ,dass dan das krankengeld gestrichen wird morgen muss sie nochmal einen krankenschein abgeben ,dass geld bekommt sie sicherlich egal ob sie ablehnt oder nicht denk ich mal ,aber wie sieht es dan danach auch

Hallo bonekiller1987,

Sie schreiben:

Kann das Amt jemand zur Reha zwingen ???<

Antwort:

Wer aus dem Topf der Solidargemeinschaft Leistungen erhalten will, der muß sich an die Spielregeln der Solidargemeinschaft halten!

Solidargemeinschaft, das sind alle Beitragszahler!

Es ist die gesetzliche Aufgabe der Sozialversicherungsträger, aus dem Topf der Solidargemeinschaft nur dann finanzielle Mittel freizugeben, wenn der Leistungsbezieher seinen Mitwirkungspflichten voll nachkommt!

Wer z.B. ALG 1 und/oder ALG 2 (Hartz4) beziehen möchte, der muß pro Arbeitstag noch mindestens 3 Stunden belastbar und vermittelbar sein, ansonsten entfällt der Anspruch auf ALG 1 und ALG 2!

Wenn Ihre Freundin sich weigert, die REHA mitzumachen und Ihre Leistungsfähigkeit dauerhaft (länger als 6 Monate) unter 3 Stunden pro Arbeitstag ist, dann kann die Agentur für Arbeit und die Krankenkasse Leistungen verweigern!

Link:

google>>

http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=2&ved=0CDsQFjAB&url=http://www.vdk.de/rheinland-pfalz/downloadmime/1545/Mitwirkungspflichten.pdf&ei=dthMU43THe2f7Abfv4DACA&usg=AFQjCNHMFAJJpiQK76jxqmoxLHDE7tA0OQ&sig2=s7gUFm1n6wj6_oIxZnQaBg&bvm=bv.64764171,d.ZGU

Im Zwiefelsfall sollte sich Ihre Freundin beim VDK gründlich beraten lassen!

Link:

google>>

vdk.de/deutschland/pages/mitgliedschaft/64026/rechtsberatung

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

Wenn Ihre Freundin sich weigert, die REHA mitzumachen und Ihre Leistungsfähigkeit dauerhaft (länger als 6 Monate) unter 3 Stunden pro Arbeitstag ist, dann kann die Agentur für Arbeit und die Krankenkasse Leistungen verweigern!

Das setzt allerdings immer ein amtsärztliches Gutachten voraus, wobei die 6-Monatsfrist ab Begutachtungszeitpunkt läuft. Und gerade bei psychischen Erkrankungen ist diese Prognose oft alles andere als als "unanfechtbar".

sie soll sich am besten an einen anwalt wenden ich rate da zur VDK. dies ist der grösste sozial verein deutschlands. der monatliche beitrag liegt bei ein paar euro und man kriegt dort von fachleuten und rechtsanwälten beratung und hilfe im im schlimmsten fall übernehmen die sogar gerichtsverfahren um dir zu helfen

http://www.vdk.de/deutschland/

Sie muss die Rehamassnahme antreten und auch durchfuehren, wenn das Jobcenter dies vorschlaegt. Ansonsten kann es zu Leistungskuerzungen oder sogar zu einer Sperre der Leistungen kommen.

Aber ein Sachbearbeiter kann das alleine nicht entscheiden, dazu muss ein Amtsarzt gehoert werden was der dazu meint und schliesslich und endlich muss der medizinische Dienst der Krankenkasse die Reha Massnahme auch noch befuerworten.

Du kannst aber, beziehungsweise ein Gegengutachten einreichen bei dem medizinischen Dienst der Krankenkasse. Das heisst du brauchst ein aerztliches Gutachten, das deiner Freundin bescheinigt, das sie die Reha Massnahme nicht antreten kann und zum jetzigen Zeitpunkt die Reha Massnahme auch keine Aussicht auf Erfolg hat. Dies kann der behandelte Therapeut machen dieses Gutachten ausstellen.

Ich wuerde es dann einmal darauf ankommen lassen und notfalls dagegen klagen.

Grunsätzlich gilt alle Maßnahmen anzutreten um die Gesundheit wieder herzustellen. Ist sie dazu nicht in der Lage (wg. Angst), kann nur der behandelnde Arzt oder die Therapeutin ein entsprechendes Attest dazu ausstellen.

Ohne ärzliche Begründung einer Reha nicht zu folgen, ist mit einer unbegründeten Arbeitverweigerung vergleichbar. Es wäre dann mit Leistungsentzug/ -minderung zu rechnen.

Wer Transferleistungen, gleich aus welchen Gründen, beansprucht, ist verpflichtet diesen Umstand durch Eigenmitwirkung zu ändern. Herstellung der Gesundheit gehört dazu.

Ohne ärzliche Begründung einer Reha nicht zu folgen, ist mit einer unbegründeten Arbeitverweigerung vergleichbar.

Nun hat aber der Sachbearbeiter vor Ort keinerlei medizinische Kompetenz, die Sinnhaftigkerit einer Therapie überhaupt zu beurteilen. Als medizinischer Laie darf er also gar keine Therapie vorschlagen; das Mindeste ist die Einschaltung eines Amtsarztes ... und auch das ist hui .. wenn der behandelnde Arzt ein Gegengutachten ausstellt, falls der Amtsarzt eine Reha befürwortet, würde ich es IMMER auf eine lockere Klage ankommen lassen.

Was möchtest Du wissen?