Kalkulationen. Geht meine Rechnung auf?

2 Antworten

Bei den Spritkosten ist dir das Komma verrutscht. Ein finanziell bösartiger Fehler. Wenn dein LKW 30l auf 100 km benötigt, braucht er auf 12.000 km 30 l x120, also 3600 l. Multipliziert mit 1,20 Euro (netto?) macht 4.320,00 Euro.

Weiterhin fehlen Kosten, die für den Unternehmerlohn anfallen. Du wirst ja sicherlich auch krankenversichert sein und vielleicht auch in Rente und freiw. Alo einzahlen.

Das Büro machst du dann selbst und dann im eigenen Haus, nehme ich an. Für 250 Euro kannst du niemanden einstellen, der dir alles macht. Lohnabrechnung, Buchhaltung, allgemeine Administration, geschweige denn, Räume anmieten. Telekommunikationskosten (Festnetz, Handy), Postwertzeichen, Internetpräsenz, Papier, Drucker, PC.

Was ist mit Versicherungen? Die fehlen in der Aufstellung komplett! Fahrzeuge, Haftpflicht, etc. Ist die Berufsgenossenschaft ein Thema? Handwerkskammer, IKK?

Inspektion, Rückstellungen für Reparaturen, Verschleißteile, etc. Nur mit den Leasingkosten zu rechnen geht ins Auge.

Berücksichtig man die von mir genannten Faktoren, ist der Preis nicht zu halten.

Beim ersten überfliegen deiner Kostenaufstellung vermisse ich KFZ-Steuer und Versicherung für den LKW sowie Rücklagen für Wartung und Verschleissreparaturen wie Reifen, Bremsen etc., es sei denn, diese Kosten sind in der Leasing-Rate bereits eingerechnet. Weiter sehe ich keine Beiträge für deine eigene Renten- und Krankenversicherung.

Die Bürokosten, das Unternehmerrisiko und den Unternehmerlohn halte ich für zu gering bemessen. Gehe ich von 3 LKW aus, wären das 750 € für das Büro und je 1350 € für Unternehmerlohn und Unternehmerrisiko.

Ich sitze hier im Betrieb auf der anderen Seite des Tisches und beauftrage regelmässig Speditionen. Für eine normale SZM mit Planauflieger müssen bei 22 Tagen im Monat zur Kostendeckung 800 € am Tag eingefahren werden. Wer darunter fährt, macht in aller Regel keine Gewinne mehr.

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