Käufer möchte nach 1 Woche Geld zurück (Paypal)?

4 Antworten

In den anderen Antworten wird ja schon spekuliert, ob du die Gewährleistung ausgeschlossen hast und ob es sich tatsächlich um einen Mangel handelt.

Unabhängig davon wird der Käufer den Käuferschutz in Anspruch nehmen, in dem er einen abweichenden Artikel meldet. Dann wird ihm das Geld erstattet. Dreimal darfst du raten, wer dann in die Röhre schaut... Ob die Behauptung wahr ist, spielt erst mal keine Rolle. Danach dem Geld noch hinterher zu laufen ist meist nicht lohnenswert.

Deshalb als Verkäufer niemals PayPal anbieten.

Das sage ich auch, 

als Verkäufer niemals PayPal anbieten


Nun ist die Frage kann er einfach so selbst nach einer Woche sein Geld zurückverlangen?


Ja. Denn ich wette eine Flasche Fassbrause, dass du eine Sachmängelhaftung unwirksam ausgeschlossen hast. Und den Defekt an der Antenne in der Beschreibung nicht benannt hast.

Selbstverständlich greift dann gem. 4.2 PayPal-Käuferschutzrichtlinie ein Antrag auf Käuferschutz, wenn der Zustand "erheblich von der Beschreibung abweicht" :-O

Diesen Konflikt darf der Käufer gem. 3.6.1 "innerhalb von 180 Tagen nach Vertragsschluss über die gekauften Waren" wirksam geltend machen :-O

Aber warum liest du nicht einfach die entspredchenden Bestimmungen nach, die du mit Zahlungsabwicklung über paypal akzeptiert hast, bevor du einem Anwalt dein gutes Geld hinterherwirfst? https://www.paypal.com/de/webapps/mpp/ua/buyerprotection-full?locale.x=de_DE

G imager761

Lass den Käufer einfach auflaufen, wenn er Dir doof kommt.

Bei einem PayPal Konflikt immer alle Nachweise erbringen und nur das nötigste mitteilen und immer alles von Dir weisen.

@Xipolis

Verlinke doch mal bitte Dein eBay-Kleinanzeigen Angebot.

Wenn Du die Gewährleistung ausgeschlossen hast bist Du sicher. Wenn Du außerdem gegenüber PayPal den Versand an die korrekte Adresse nachweisen kannst greift auch der Verkäuferschutz.

Du kannst ihm mitteilen, dass Du das Handy nicht zurück nimmst.

Einen Rechtsanwalt würde Dich alleine für die Erstberatung zwischen 200 und 300 € kosten.

Falsch: "Der Verkäuferschutz gilt nicht, wenn Grund für die Rückbuchung war, dass der Artikel erheblich von der Beschreibung abweicht."

@imager761

Und wenn er nicht abweicht?

@imager761

Das ist mal ein selten dämlicher Kommentar. Wenn die Gewährleistung ausgeschlossen war, spielt das überhaupt keine Rolle. Immerhin funktionierte das Gerät eine Woche lang.

@NinjaKeks01

Frage gelesen? Von einer defekten Antenne stand garnichts in dem Angebot. Demnach darf der Käufer erwarten, dass das Handy tadellos funktionierte, auch wenn ihm der ramponierte äußere Zustand bekannt war.

@imager761

Aber nicht bei ausgeschlossener Gewährleistung. Wenn der Käufer meint eine Eigenschaft würde fehlen, dann hätte er das unverzüglich rügen müssen.

@Xipolis

"Dämlich" ist allenfalls dein Hinweis auf den Verkäuferschutz, der lediglich Zahlungsausfälle des VK umfasst, keinen Käuferschutz des getäuschten K bei abweichender Beschreibung.

Und den Begriff 'Gewährleistung' gibt es schon 14 Jahre nicht mehr.

@imager761

Das spielt doch beides überhaupt keine Rolle. Denn der das Wort Gewährleistung wird immer noch anerkannt: Wenn er schreibt, Gewährleistung ausgeschlossen, kann der Käufer noch so sehr Rumpelstilzchen spielen wie er will, denn es gibt keine Ansprüche.

Der Verkäuferschutz greift, wenn der Verkäufer nachweislich an die korrekte Käuferadresse versendet hat.

@Xipolis

Nachtrag: Wir wissen doch final weder, wie genau das eBay-Kleinanzeigen Angebot aussah, noch was genau danach passiert ist. Dazu kommt, dass wir nur spekulieren können wie der Käufer sich bei einer Verweigerung des Verkäufers verhalten wird.

@Xipolis

Du magst aus zivilrechtlicher Sicht Recht haben, kennst dich aber anscheinend mit paypal nicht aus.

Dort wird entschieden. Und wenn ein Käufer einen von der Beschreibung abweichenden Artikel meldet, wird ihm wahrscheinlich paypal Recht geben. Diese Entscheidungsfreiheit hat der Verkäufer akzeptiert, indem er paypal als Zahlungsmethode ausgewählt hat.

@ronnyarmin

Das Verhalten des Zahlungsdienstleisters PayPal bzw, der Software dahinter mag hier zu einer anderen Entscheidung kommen - Das Unternehmen kann aber auch durch seine AGB nicht wirksam die entsprechenden, zwingenden Bedingungen des BGB aushebeln.

@Xipolis

Hanebüchender Blödsinn :-O Gerade das BGB verpflichtet jeden VK zu sachmängelfreier Übergabe gem. Beschreibung, § 434 I BGB, die der VK eben nicht durch Disclaimer ausschliessen darf. (Meine Wette steht, dass der im Übrigen garnicht wirksam erklärt wurde und daher nichtig wäre).

Weist der Artikel nicht die "vereinbarte oder die bei Sachen der gleichen Art üblich Eigenschaft auf, die der Käufer nach der Art der Sache erwarten kann", darf der K vom Vertrag zurücktreten und Kaufpreis einschl. Versandkosten und Rücksendekosten  zurückverlangen, §§ 434 I 2, 3;  437 2 BGB.

Der einzige Unterschied zu einer vorschüssig zivilrechtlich zu führenden Klage und einem Erstattungsanspruch nach paypal-Käuferschutz ist der, dass er bei paypal dafür 180 Tage Zeit hat und paypal den Anspruch eben nicht prüft, sondern nach Anatrga mit  Retourenbeleg erstattet, wobei der K die Rücksendungskosten von paypal nicht ersetzt bekäme. Soweit zu dem Blödsinn, man könne den VK auflaufen lassen und solle nichts zugeben.

Dies ist ein Ratgeberforum. Wenn man keine hilfreiche Antwort geben kann, sollte man hier nicht kommentieren.

@imager761

Ich muß hier mal den Kollegen imager761 berichtigen. Einfach mal irgendwelche Paragraphen einzustreuen macht den letzten Kommentar leider auch nicht besser.

Ich verwende dazu alleine die vom Fragesteller gegebenen Informationen, da Rest spekulativ ist, insbesondere wissen wir nicht, wie sich der Käufer verhält, wenn der Verkäufer eine kulante Rücknahme ablehnt.

Hanebüchender Blödsinn :-O Gerade das BGB verpflichtet jeden VK zu sachmängelfreier Übergabe gem. Beschreibung, § 434 I BGB, die der VK eben nicht durch Disclaimer ausschliessen darf. (Meine Wette steht, dass der im Übrigen garnicht wirksam erklärt wurde und daher nichtig wäre).

Das die Antenne defekt ist, ist allenfalls ein Sachmangel, dessen Haftung bei dem gebrauchten Artikel durch den nichtgewerblichen Verkäufer wirksam ausgeschlossen werden kann.

Dazu kommt auch, dass der Verkäufer eindeutig auf einen Sturzschaden hingewiesen hat, bei dem erhebliche Beschädigungen anzunehmen sind.

Weist der Artikel nicht die "vereinbarte oder die bei Sachen der gleichen Art üblich Eigenschaft auf, die der Käufer nach der Art der Sache erwarten kann", darf der K vom Vertrag zurücktreten und Kaufpreis einschl. Versandkosten und Rücksendekosten  zurückverlangen, §§ 434 I 2, 3;  437 2 BGB.

Selbst wenn diese nicht ausgeschlossen wurde, gilt wenn der Käufer Nacherfüllung verlangt, damit die von Dir zitierte Regelung greift:

    Der Käufer muß entsprechend dem von Dir genannten Paragraphen (§ 434 BGB) beweisen das ein Mangel vorliegt.
    Der Käufer muß desweiteren beweisen, daß der Mangel schon bei Lieferung vorlag.Die Beweislastumkehr nach § 476 BGB gilt für unseren Fragesteller nicht, wenn er ein Privatverkäufer ist, was ich hier unterstelle.Ferner kann man dem Käufer unterstellen, dass er gemäß § 442 BGB den Mangel kennen musste, da das Gerät einen schweren Sturzschaden aufweist.

Ich habe mir nun auch kurz den PayPal-Käuferschutz und den PayPal-Verkäuferschutz angesehen, weil Du so drauf rumreiten tust.

Der einzige Unterschied zu einer vorschüssig zivilrechtlich zu führenden Klage und einem Erstattungsanspruch nach paypal-Käuferschutz ist der, dass er bei paypal dafür 180 Tage Zeit hat und paypal den Anspruch eben nicht prüft, sondern nach Anatrga mit  Retourenbeleg erstattet, wobei der K die Rücksendungskosten von paypal nicht ersetzt bekäme. Soweit zu dem Blödsinn, man könne den VK auflaufen lassen und solle nichts zugeben.

Sollte der Käufer eine Meldung an PayPal innerhalb von 180 Tagen ab Kaufdatum machen und nach erfolgter Meldung innerhalb von weiteren 20 Tagen einen Antrag auf PayPal-Käuferschutz stellen, weil aus Käufersicht der Artikel erheblich von der Artikelbeschreibung des Verkäufers abweicht, findet sich unter 4.2 Satz 4 PayPal-Käuferschutzrichtline:

"Nachfolgend werden mehrere Beispiele genannt, in denen ein Artikel nicht erheblich von der Artikelbeschreibung abweicht. Die folgende Aufzählung ist nicht abschließend:"

Ergänzend dazu 4.2 Satz 4 Bulletpoint 1 PayPal-Käuferschutzrichtline:

"Der Artikel funktioniert nicht richtig, in der Artikelbeschreibung war jedoch beispielsweise Folgendes angegeben: "Artikel funktioniert möglicherweise nicht richtig", "Es fehlen Teile", "Das Foto zeigt Kratzer oder Beschädigungen"; "

Laut Verkäufer wurde eindeutig und unmissverständlich auf einen Sturzschaden hingewiesen.

Ferner ist 4.5 Satz 2 der PayPal-Käuferschutzrichtline teilweise ungültig.

"Der Rechtsweg gegenüber PayPal wegen dieser Entscheidung ist ausgeschlossen; [...]"

Mit dieser Regelung kann sich PayPal nicht wirksam vor einer Klage schützen.

Ansonsten siehe auch 7.5 PayPal-Käuferschutzrichtline:

"Die PayPal-Käuferschutzrichtlinie berührt die gesetzlichen und vertraglichen Rechte zwischen Käufer und Verkäufer nicht und ist separat von diesen zu betrachten. PayPal tritt nicht als Vertreter von Käufer, Verkäufer oder Zahlungsempfänger auf, sondern entscheidet lediglich über den Antrag auf PayPal-Käuferschutz."

(Wird im nächsten Kommentar fortgesetzt...)

@Xipolis

(Fortsetzung)

Der Verkäufer genießt allerdings auch Verkäuferschutz entsprechend 3.5 Satz 1 u. 3.6 PayPal-Verkäuferschutzrichtline:

"Der Verkäufer hat den Artikel versandt und PayPal wird der Versandbeleg gemäß Ziffer 4 vorgelegt."

"Der Verkäufer hat den Artikel an die auf der Seite "Transaktionsdetails" angegebene Adresse versandt. Wenn der Artikel vom Käufer persönlich abgeholt wird oder der Verkäufer den Artikel persönlich ausliefert oder an eine andere als auf der Seite "Transaktionsdetails" angegebene Adresse versendet, gilt der Verkäuferschutz nicht."

Zwar gilt entsprechen 1. Satz 3 PayPal-Verkäuferschutzrichtline:

"Der Verkäuferschutz gilt nicht, wenn Grund für die Rückbuchung war, dass der Artikel erheblich von der Beschreibung abweicht."

Diesen Punkt bestreit allerdings der Verkäufer.

Des weiteren gilt allerdings auch 1. PayPal-Verkäuferschutzrichtline:

"Vorbehaltlich Ziffer 2 und 3 dieser Richtlinie schützt PayPal den Empfänger einer vom Kunden veranlassten PayPal-Zahlung ("Zahlungsempfänger") vor folgenden Arten von Zahlungsausfällen (im Folgenden insgesamt: „Verkäuferschutz“):"

Und in Verbindung dazu 1. Punkt c. PayPal-Verkäuferschutzrichtline:

"Rückbuchungen aufgrund von ungerechtfertigten Anträgen im Rahmen des PayPal-Käuferschutzes oder des PayPal-Standard-Käuferbeschwerdeverfahrens"

Wichtig ist auch, dass unser Fragesteller sein PayPal-Guthaben schnellstmöglich auf sein Bankkonto abbucht.

Dies ist ein Ratgeberforum. Wenn man keine hilfreiche Antwort geben kann, sollte man hier nicht kommentieren.

Bei der Beantwortung einer Frage kann es nicht um Spekulation gehen und um bestimmte Voraussetzungen die dem Fragesteller unterstellt werden oder reine Stimmungsmache. Es ist auch klar, dass die Beantwortung abhängig von der Auskunft des Fragestellers ist.

@Xipolis

Sinnvoll wäre es auch noch in diesem Fall PayPal auf einen möglichen Missbrauch des Käuferschutzes vorab hinzuweisen.

@Aliha

Gibt es einen Grund eine ein Jahr alte Frage wieder hoch zu holen? Und was hat § 365 BGB mit der Fragestellung hier oder mit Deinem Kommentar zu tun?

Abgesehen davon ist auch mit einer  Formulierung, die die Gewährleistung ausschließt, die Haftung für Sachmängel ausgeschlossen, denn es hier der wirkliche Wille der beiden Parteien zu erforschen und nicht auf den exakten Buchstabenverlauf des Gesetzestextes zu haften.

Wenn du geschrieben hast keine Garantie, keine Rücknahme dann nicht.

Riesengroßer Blödsinn

Garantie kann man nicht ausschliessen, weil man die nur freiwillig geben kann. Und ein Recht auf Rücknahme gibts sowieso nie.

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