jura,anwalt,mathe?

5 Antworten

Servus,

ich studiere derzeit Jura im zweiten Semester. Ich muss ehrlich sagen so schwer wie viele es sagen, ist es gar nicht. Man muss das Studium ernst nehmen, regelmäßig und genügend lernen.
Es heißt nicht für umsonst "Vollzeitstudium", ich will nicht damit sagen das du jeden Tag 8 Stunden lernen müsstest, das können die meisten von der Konzentration her auch gar nicht. Allerdings ist es sehr wichtig gut vorbereitet zu sein.
Ich habe im ersten Semester soviel für die Klausuren gelernt, wie für mein gesamtes Abitur. Da du, aber ein Ziel, nämlich Anwalt werden vor Augen hast sollte das für dich kein Problem sein.

Ein Praktikum kann ich dir aus eigener Erfahrungen eher weniger empfehlen. Habe selber mal eins gemacht, meine Aufgaben bestanden darin Cafe zu kochen und Akten zu sortieren. Ich meine was willst du als Praktikant auch mehr machen, aber wirklich viel lernst du über das Studium dort nicht.

Was mir persönlich vor Studium sehr viel gebracht hat war die Berufs-/Studiumsberatung der Agentur für Arbeit, sowie Gespräche mit Bekannten die Jura studieren und mir so aus erster Hand von dem Studium berichten konnten.

PS: Ich kann dich beruhigen Mathe und Physik spielen in dem Studium überhaupt keine Rolle. :)

Gruß,
SirHinke

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

vielen vielen dank!

Mathe und Physik sind im Jurastudium vielleicht wirklich nicht unbedingt so wichtig, aber was im Jurastudium wichtig ist, ist ausdauerndes, konzentriertes Lernen und Arbeiten.

Das Studium hat den Ruf recht trocken zu sein und sehr anspruchsvoll. Das bedeutet, dass du viel Durchhaltevermögen brauchst, um das Studium zu schaffen und auch mit einer vernünftigen Note abzuschließen.

Du solltest also auch in der Lage sein, dich bei Fächern wie Mathe oder Physik einigermaßen durchzubeißen und vernünftige Leistungen zu bringen, obwohl dir der Stoff nicht liegt. Denn auf solche Situationen wirst du im Studium zu Hauf stoßen. Nur dass du dann eben nicht mehr sagen kannst, dass du das später eh nicht brauchst.

Also, klemm dich hinter den Schulstoff, knie dich rein und "lerne zu lernen". Denn so hart das auch klingt: Aus mittelmäßigen Schülern werden später meist auch nur mittelmäßige Studenten. Wenn du jetzt schon Gas gibst, dann zahlt sich das später auch im Studium aus.

Beste Grüße und viel Erfolg!

danke!!!

Der NC liegt nahe bei der 1, je weiter Dein Abischnitt davon entfernt ist, desto mehr Wartesemester.

In Jura ist es sehr wichtig, dass Du Dir den Inhalt von Texten schnell merken kannst und diese Inhalte vereinfachen und anders formulieren kannst.

In jeder Klausur sind die Gesetze dabei und man muss keine Gesetze auswendig lernen, man muss wissen, WO sie stehen und man muss sie auf den Fall ANWENDEN können.

Die Gesetze sind immer AUSLEGUNGSSACHE und das erreichen Juristen mit WORTEN.

Mach ein Praktikum oder arbeite nebenbei in einer Kanzlei, Steuerberater o.ä.

Beschäftige Dich mit Recht und Gesetz und wenn es Dir leicht fällt, dann ist das schon super.

Außerdem bietet der Staat und auch die Städte duale Studiengänge im Bereich Recht an, evtl. gilt das auch als Wartesemester.

Du könntest hier also den Bachelor machen und danach studieren, was Dir dann sehr leicht fallen wird.

Wenn Du Teste drehen und wenden kannst und Dir Texte auch schnell merken kannst, dann sind das sehr gute Voraussetzungen.

Drei kleine Anmerkungen: Jura hat in der Regel keinen besonders hohen NC, vielleicht irgendwo um die 2,x. Es gibt sogar eine ganze Reihe Unis, an denen man Jura auf Staatsexamen zulassungsfrei studieren kann.

Abschlussnote und Wartezeit hängen nicht direkt von einander ab. Die Wartezeit ist für alle gleich.

Und auch Semester in dualen Studiengängen an z.B. Verwaltungshochschulen werden nicht als Wartesemester gezählt.

Für ein Jura-Studium brauchst du keine zwingend starken Mathe oder Physik-Kenntnisse.

Aber einen gewissen NC, der variabel ist und nicht all zu hoch. In Mainz ist er z.B bei 3,0-3,2

Was du aber brauchst ist Durchhaltevermögen, Eigeninitiative und Ausdauer so wie den Willen zu lernen, zu beißen und dich mit der Materie zu befassen.

An sich kann ich dir sagen, dass das Studium viel Spaß macht, wenn du dich dafür allerdings nicht interessierst dann bist du auf verlorenem Posten.

Wie alt bist du denn? Auf welche Schule gehst du? Und was ist für dich "schlecht"? (manche stehen bei ner 2 kurz vor dem Selbstmord, andere freuen sich bei ner 3 über die gute Note)

ich bin 15 jahre alt und gehe auf ein Gymnasium. Durchschnitt ist ungefähr 3....bin eigentlich immer richtig gut in der Schule gewesen jedoch seit einem jahr geht es berg herab. aber werde mich nächstes Jahr, wenn ich in der 10.bin sehr anstrengen.

@nsmelissa

Dann hast du ja noch etwas Zeit, bis du dich endgültig entscheiden musst.

Vielleicht machst du mal ein Praktikum bei einem Anwalt, um einen besseren Eindruck zu bekommen.

Ich möchte ungerne eine Meinung äußern, ob das der richtige Beruf für dich ist, da ich dich ja gar nicht kenne. Überleg dir halt, was deine Stärken sind, und welche Anforderungen der Beruf mit sich bringt.

Ich denke, mit einem Durchschnitt von 3 dürfte es nicht so leicht sein, einen Studienplatz für Jura zu bekommen. Da müsstest du noch richtig ranklotzen (das musst du fürs Jurastudium eh können)

Was genau begeistert dich denn so an dem Beruf?

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