Jobcenter Wechselschicht zwang?

5 Antworten

Das Jobcenter kann dich natürlich nicht zwingen eine bestimmte Arbeit anzunehmen. Niemand kann das, da Zwangsarbeit in Deutschland nur in ganz besonderen Fällen (z.B. Haftaufenthalt) erlaubt ist.

Selbstvertändlich kann das Amt die Gewährung vonm Leistungen an bestimmte Auflagen wie sie im Sozialgesetzbuch vorgegeben sind knüpfen und tut dies in der Regel auch.

Es ist aber letzendlich deine Entscheidung. Wenn du nicht auf die Leistungen angewiesen bist dann kannst du frei entscheiden ob du arbeitest oder nicht. Zwingen wird dich jedenfalls niemand. 

Nur bei ärztlich attestierten gesundheitlichen Einschränkungen (bei einigen Krankheiten) kannst du einen Schichtwechsel / Wechselschicht ablehnen.

Aber sicher, Wechselschichten sind für hunderttausende Alltag und völlig legal. Wenn du dafür nicht geeignet bist, brauchst du ein ärztliches Attest, das das bestätigt.

Zwingen kann dich natürlich keiner, aber Leistungen versagen kann man dir bei Weigerung.

Naja, weigern muss er sich ja nicht, braucht ja nur nach ein paar Tagen zum Arzt zu gehen, dem zu schildern das er damit nicht zurecht kommt, ggfs. tagsüber zuhause nicht schlafen kann wenn er Nachtschicht hat und schon flattert das gelbe, oder rosafarbene Zettelchen von alleine los.

Ergo ist er gleich wieder da von wo aus man ihn vermittelt hat, sprich man hätte sich das auch sparen können....

dazu zuzuwingen eine Beschäftigung anzunehmen die eine Wechselschicht voraussetzt? Wenn man von sich weiß, das man dafür nicht geeignet ist?

Wechselschicht ist für niemanden angenehm. Wenn Du jedoch schon länger arbeitslos bist und Deine Qualifikation Dir nicht allzu viel Auswahl lässt, was eine neue Anstellung betrifft, musst Du bereit sein, auch eine Stelle mit unangenehmen oder wechselnden Arbeitszeiten anzunehmen. Du kannst das natürlich verweigern. Aber dann wirst Du Dich anderweitig finanzieren müssen und das Amt streicht Dir die Leistungen. Alternativ kannst Du natürlich auch selbst nach einem Dir besser gefallenden Job suchen, auch neben der neuen Tätigkeit. Du kannst den unliebsamen Job ja dann kündigen, wenn Du was Besseres gefunden hast.

Danke für die Antwort. Aber es handelt sich nicht um mich. Ich führe gerade ein Gespräch und wurde um Rat gefragt, nachdem ich meine Meinung geäußert habe, wollte die Person aber noch weitere Meinungen hören und weil die keinen PC hat habe ich die Frage gestellt. Soviel zum Hintergrund.

Übrigens kündigt man eine Beschäftigung gibt es defnitiv erstmal eine 30%'e Sanktion. Das erfüllt zwar weiterhin den Umstand des "Könnens" wäre aber nicht "ratsam". ;-)

@SweatTechnique

Übrigens kündigt man eine Beschäftigung gibt es defnitiv erstmal eine 30%'e Sanktion.

Ich habe ja auch geschrieben, dass man den unliebsamen Job dann kündigt, wenn man einen Neuen hat. So dass keine "Lücke" entsteht, in der man Leistungen beziehen müsste.

@SweatTechnique

Ein unliebsame Arbeit kündigt man ja auch nicht. Man sucht sich entweder was anderes oder legt einen überirdischen Arbeitseifer an den Tag, der den faulen Kollegen so sehr gegen den Strich geht, dass eine betriebsbedingte Kündigung unausweichlich wird, um den Betriebsfrieden zu wahren. Nur im Notfall lässt man sich krank schreiben, wenn einem die Arbeit an die noch gesunde Substanz geht.

@Gerneso

Stimmt, Entschuldige! Ich habs nicht aufmerksam gelesen. Nochmal danke.

ja, solange kein medizinisches Gutachten vorliegt ,vom vertrauensärztlichen Dienst .. da steht dann drinnen  für was Deine Bekannte gesundheitlich geeignet ist ..

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