Jobcenter verlangt Zwangsversteigerung zwecks Aufhebung der Erbengemeinschaft

3 Antworten

Das Verlangen richtet sich nur gegen Sie. Gegen die Gemeinschaft und Ihren Bruder besteht seitens der Arge kein Anspruch. Weigern Sie sich jedoch die Zwangsversteigerung zur Aufhebung der Grundbuchgemeinschaft zu betreiben, wird die Arge Ihnen zurecht meine Steuergroschen und die anderer verwehren, solange Sie nicht einstweilen Ihre eigenen Groschen aus der Liqudation des Grundvermögens aufgezehrt haben.

Da du deine Immobilie nicht selbst bewohnst, ist sie nicht schützenswert, sondern reines Vermögen. Und das muss verwertet und für den Lebensunterhalt verbraucht werden, bevor du als bedürftig giltst und Leistungen vom Amt erhältst.

Wie du das vermögen verwertest, ist allein deine Entscheidung.

Wenn dein Bruder dich nicht auszahlen kann, dann bleibt eben nur entweder die Zwangsversteigerung (Aufhebung der Erbengemeinschaft) oder du vermietest deine Hälfte. dann hast du Einkommen von dem du leben kannst.

Alternativ biete deinem Bruder den Mietkauf deines Anteils an. Er soll dir monatlich "Miete" zahlen, diese wird auf den Erwerb deines Anteils angerechnet. So kann er das finanzieren, du hast Einkommen wie wenn du an Fremde vermietet hättest und du bist nicht mehr bedürftig. Dein Bruder stottert die Zahlung stückchenweise ab, udn irgendwann gehört das haus dann ganz ihm, ohne dass er sich finanziell ruiniert hat.

Lässt sich beim Notar alles regeln.

ich verstehe dne unglaublichen vorteil des mietkaufs zu einer finanzierung, wo ich auch jeden monat einen festen betrag zahle, nicht wirklich

Ohne Anwalt wirst du aus der Kiste nicht heil rauskommen.
Grundsätzlich ist bei der von nicht -privilegiertem Vermögen in drei Schritten zu prüfen.
1. Übersteigt das Vermögen den individuellen Freibetrag.
2. Ist die Verwertung möglich?
3. Ist die Verwertung zumutbar?
Erst wenn diese drei Fragen mit Ja beantwortet werden können, darf das Jobcenter die Verwertung fordern.
In obiger Konstellation spricht allenfalls die Zumutbarkeit gegen eine Verwertung. Allerdings sind hier so viele Auslegungen möglich, dass du ohne fachliche Hilfe nichts werden wirst. Das Jobcenter ist der Meinung, die Verwertung ist möglich und zumutbar, nun ist es an dir, diese Annahme zu widerlegen.
Kannst du es nicht, wirst du verwerten müssen, oder das Jobcenter stellt die Leistungen irgendwann ein, weil du deine Hilfebedürftigkeit nicht mehr nachweisen kannst.

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