Jobcenter fordert Kontoauszüge vier Jahre rückwirkend, ist das erlaubt?

5 Antworten

Die Verjährungsfrist beträgt 4 Jahre, innerhalb dieser Zeit darf das JobCenter selbstverständlich prüfen, klären usw. ob u.U. ein Leitungsmissbrauch vorliegt

Wurde etwas verschwiegen, dann weiß man auch warum.

Gibt es keinen Missbrauch, gibt es auch keinen Ärger.

Bei einem begründeten Anfangsverdacht kann das verlangt werden. Deine Bank kann einen Kontoauszug auch für bis zu 190 Jahren rekonstruieren. Das macht sie natürlich NICHT kostenlos. Und auch deine vorherige Bank ist verpflichtet diesen Kontoauszug zu erstellen.

Bringst du die Auszüge nicht, wird deine Leistung eben "vorläufig" eingestellt , wegen mangelnder Mitwirkung.

Ich bin nicht mehr beim Jobcenter angemeldet. Ist die Schwärzung von des Verwendungszwecks der Ausgabe, die zeigt, dass ich ein Lotto-Ticket gekauft hatte, erlaubt?

@Nutzerdef101

Wenn sich durch die Überprüfung des Kontoauszugs ergibt, dass du Leistungen betrügerisch bezogen hast, wird das auch als Betrug angezeigt. Deswegen ja die Auszüge von 4 Jahren. Länger zurück liegende Forderungen wären ja verjährt.

Meines Wissens ist das so lange rückwirkend nicht erlaubt. Wenn dann nur in einem begründeten Fall.

3 Monate sind generell zulässig. Alles darüber hinaus braucht Verdachtsmomente. Die Ausgabenseite hat da erstmal nix zu suchen. Da hättest du den Empfänger des gelds für die Lottodinger schwärzen können.

Ist die Schwärzung von sowas aber erlaubt? Ich wusste, dass man nur dinge, die mit sexuellen, ethnischen, politischen Sachen schwärzen darf?

@Nutzerdef101

Alle Ausgaben darfst du schwärzen, nur die Einnahmen nicht. Wofür du dein Geld ausgibst, geht das JC nichts an.

@bubukiel

Nicht ganz. öffentliche Tranferleistungen dürfen NICHT zweckentfremdet verwendet werden.

Tja, das mit dem Nachweis,im Lotto gespielt zu haben,das war natürlich eine Steilvorlage für den Sachbearbeiter im Jobcenter.

Natürlich will er jetzt prüfen,ob Du irgendwann man etwas im Lotto gewonnen und dem Jobcenter nicht als Einkommen gemeldet hast.

Naja, mich würde das vielleicht auch stutzig machen. 4 Jahre ALG2 und dann machst du dich auf einmal Selbstständig ohne Gelder beim JC zu beantragen. Die Möglichkeit hättest du ja Übergangsgeld zu bekommen.

Tue dem Sachbearbeiter den Gefallen und schicke ihm die gewünschten Auszüge. Die Kosten (85,- €) zahlt das JC.

Alles Andere macht nur unnütz Ärger und behindert dich bei der neuen Selbstständigkeit.

Wenn sich natürlich ergibt, dass du zwischendurch doch etwas mehr als nur 10,- € gewonnen hast, wirst du event. bekommende Gelder zurück erstatten müssen.

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