Jacke weg...was nun?

3 Antworten

Der Veranstalter ist doch versichert, bei Zwangsabgaben von Kleidungsstücken.

Ja die Sache ist nur, sollte sich dort irgendwo ein Schild befinden auf dem dann steht; Für Garderobe keine Haftung!, Ich glaube das auch gesehen zu haben...!

@steffiHobbylos

wofür wird dann kassiert, wenn der Veranstalter zwangsweise Garderobe abgeben lässt. Damit ist er in der Haftung und der Hinweis ist wenig wert!

@Raimund1

Villeicht findet ja jemand einen Gesetzes-text der etwas zu sagen hat...???

§ 701 BGB Haftung des Gastwirts Buch 2 (Recht der Schuldverhältnisse) Abschnitt 8 (Einzelne Schuldverhältnisse) Titel 15 (Einbringung von Sachen bei Gastwirten)

(1) Ein Gastwirt, der gewerbsmäßig Fremde zur Beherbergung aufnimmt, hat den Schaden zu ersetzen, der durch den Verlust, die Zerstörung oder die Beschädigung von Sachen entsteht, die ein im Betrieb dieses Gewerbes aufgenommener Gast eingebracht hat.

(2) Als eingebracht gelten 1. Sachen, welche in der Zeit, in der der Gast zur Beherbergung aufgenommen ist, in die Gastwirtschaft oder an einen von dem Gastwirt oder dessen Leuten angewiesenen oder von dem Gastwirt allgemein hierzu bestimmten Ort außerhalb der Gastwirtschaft gebracht oder sonst außerhalb der Gastwirtschaft von dem Gastwirt oder dessen Leuten in Obhut genommen sind,

  1. Sachen, welche innerhalb einer angemessenen Frist vor oder nach der Zeit, in der der Gast zur Beherbergung aufgenommen war, von dem Gastwirt oder seinen Leuten in Obhut genommen sind.

Im Falle einer Anweisung oder einer Übernahme der Obhut durch Leute des Gastwirts gilt dies jedoch nur, wenn sie dazu bestellt oder nach den Umständen als dazu bestellt anzusehen waren.

(3) Die Ersatzpflicht tritt nicht ein, wenn der Verlust, die Zerstörung oder die Beschädigung von dem Gast, einem Begleiter des Gastes oder einer Person, die der Gast bei sich aufgenommen hat, oder durch die Beschaffenheit der Sachen oder durch höhere Gewalt verursacht wird.

(4) Die Ersatzpflicht erstreckt sich nicht auf Fahrzeuge, auf Sachen, die in einem Fahrzeug belassen worden sind, und auf lebende Tiere.

Daraus folgt, das der Discothekenbetreiber zur Erstattung des nachgewiesenen Schadens verpflichtet ist, unabhängig von der Anzeige wegen Diebstahls.

Du hast eine Gebühr für die Verwahrung Deiner Jacke bezahlt, also steht Dir Schadensersatz zu. Der Veranstalter ist versichert. Die Anzeige wegen Diebstahls musste der Veranstalter stellen, sonst bekommt er von der Versicherung kein Geld.

Wenn die Gebühr aber nur einen Euro beträgt?

@steffiHobbylos

Mit der Höhe der Gebühr hat die Haftung nichts zu tun.

Frage zur Rechtslage: Handyverbot bei Veranstaltungen OHNE vorheriges Wissen?

Hallo zusammen. Eventuell tummeln sich unter euch ja auch Leute, die sich mit unserem Rechtssystem auskennen.

Ich habe mir im September Tickets gekauft für eine Veranstaltung, die jetzt im Dezember stattfinden soll. NACH Erhalt der Tickets konnte man dann auf dem Ticket aufgedruckt folgendes lesen: „Mitnahme von Handys, Fotos, Videos + Audio verboten“. Kauft man Karten über Eventim, wird man zudem darauf hingewiesen, dass man die Karten nicht zurück geben kann und auch nicht weiter verkaufen soll. VOR dem Ticketkauf wurde in keiner Sekunde kommuniziert, dass die Mitnahme eines Handys verboten sei. Und nach Erhalt der Tickets wurde auf mehrmaliger Nachfrage beim Veranstalter und beim Management des Künstlers gesagt, Handys wären erlaubt nur das Fotografieren eben nicht. Jetzt will der Veranstalter aber doch, dass keine Handys in die Halle mitgenommen werden dürfen.

Nun meine Frage: ist es rechtens, ein Verbot zu verhängen das Handy mit in die Halle zu nehmen (oder es wahlweise an einer Garderobe abzugeben, bei der keine Gewähr gegeben ist) OBWOHL dies vor dem Ticketkauf NICHT kommuniziert wurde?

Ich meine, man kann sich jetzt darüber streiten, ob es wichtig ist sein Handy mit zu nehmen. Ich persönlich sehe es nämlich als wichtig. Es handelt sich um eine Veranstaltung mit 10.000 Gästen. Von diesen 10.000 Gästen werden sicher weit über die Hälfte mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen und in Hotels vor Ort nächtigen. Inklusive mir. Ich mag mein Handy da nur eher ungern im Hotel lassen! Was wenn die Öffis überlastet sind und nachts um 2 nicht mehr fahren? Wer ruft mir dann ein Taxi? Was wenn etwas passiert und ich mein Handy brauche um einen Anruf zu tätigen? Und ebenso wenig (oder eher noch weniger!) würde ich mein Handy an einer Garderobe abgeben, wo 10.000 andere ihre Jacken abgeben. Was, wenn ich mein Handy nicht mehr bekomme, weil es aus versehen die falsche Person bekommen hat. Kann ich den Garderobieren vertrauen, dass die mir mein Handy nicht einfach klauen? Es besteht ja keine Gewähr! Hätte man vor Ticketkauf kommuniziert, dass die Mitnahme verboten ist, hätte man wenigstens die Möglichkeit gehabt, selbst darüber zu entscheiden, ob man unter diesen Voraussetzungen die Veranstaltung besuchen möchte oder nicht. So hat man 100€ bezahlt und MUSS gehen. Ob man nun will oder nicht!

Über eine schnelle Antwort wäre ich echt super super dankbar!

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Chef wirft Azubi Diebstahl vor und kündigt fristlos

Hallo Liebe Community

Ich (Azubi) wurde heute von meinem Chef Fristlos gekündigt Der Grund: Ich habe auf einem Zimmer eine Jacke (~3€) und eine Geldbörse (~240€) gefunden, die Jacke gab ich meinem Kollegen (wir sind nur 2 die dort Arbeiten + Chef) die Börse lag ich in den Putzraum damit sie kein anderer Gast während ich nicht auf dem Zimmer bin entwenden kann (Ich vertraue meinem anderen Angestellten nicht) und Überlegte mir ob ich die Börse meinem Chef abgeben soll oder zum Fundamt bringen soll.

Nach Kurzer zeit stand der Angestellte in dem Zimmer und der Chef kam Hinzu. Der Chef fragte wo seine Jacke sei und ich sagte das ich sie meinem Kollegen gegeben habe, und sagte von meiner seite aus das ich noch etwas gefunden hatte und brachte ihm die Börse mit dem geld.

Mein Chef ging weg, kam sofort wieder und hielt mir ein Schreiben vor das Ich meinen Arbeitsplatz meinerseits Kündige , oder er würde sonst die Polizei anrufen. Was ich Als Nötigung ansehe. (Das Formular hatte er meiner Meinung nach schon Fertig gehabt, da er nur ganz kurz weg war) Ich habe es nicht unterschrieben und meinen Anwalt angerufen, anschließend kam die Polizei und mein Chef hat mich Fristlos gekündigt.

Nun meine Frage: Bin ich verpflichtet Fundsachen meinem Chef abzugeben? oder habe ich auch das Recht sie zum Fundbüro zu bringen?

Ich wollte das Geld selbst nicht behalten und wusste nur noch nicht ob ich sie meinem Chef oder beim Fundamt abgeben soll

Meiner Meinung nach war das ein Abgesprochenes Spiel zwischen meinem Chef und Arbeitskollegen (wahrscheinlich hätte er mich auch zur aufhebung gezwungen wenn ich die Börse anfangs abgegeben hätte mit der behauptung geld würde Fehlen) , da das Geschäft grade nicht so läuft von den Einnahmen her wie es sollte

Ich werde morgen zum Anwalt gehen und Kündigungsschutzklage einreichen.

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Türsteher wird handgreiflich, zerfetzt Jacke. Schadensersatz?

Hallo an alle, 

ich bin absoluter Jura-Laie, daher bin ich froh dieses Forum gefunden zu haben und hoffe auf hilfreiches Feedback. Danke schonmal an alle.

Gestern habe ich meinen lokalen Szeneclub besucht. Seit nun 7 Jahren bin ich dort Stammgast, was dazu führt dass man viele Leute & Personal relativ oft sieht und man sich kennt. Selbiges trifft auch auf genannten Türsteher zu, der mich zwar nie wirklich mochte, was aber bisher nie Probleme bereitet hat meine Verzehrskarte zu bezahlen oder nach verloreren Schlüsseln etc. zu fragen.

Nachdem ich gemütlich paar Bierchen getrunken und mit paar Gästen geplaudert habe, entschloss ich zur Später Stunde das Lokal zu verlassen. Ich stellte fest, dass mein Bargeld nicht den Betrag auf der Verzehrskarte gedeckt hatte, also entschloss ich mich die Tanzfläche zu verlassen und im Flur (Lange Treppe zwischen Eingang und Tanzfläche mit dem Pult des Türstehers) auf meine meine Freundin zu warten, die bereit war mich abzuholen und den Betrag zu bezahlen. Dies ist ein ganz normaler Aufenthaltsbereich, wo es Gästen gestattet ist sich aufzuhalten.

Der Türsteher war davon jedoch nicht begeistert und rief mir zu unten auf der Treppe zu warten. Ich erwiederte, dass ich nur kurz nach meiner Freundin schauen möchte, die zeitnah erscheinen sollte. Daraufhin drohte der Türsteher, ob ich ihn nicht richtig verstanden hätte, stand auf, griff mir an die Jacke und zog mich die Treppe runter. Perplex wie ich war stellte ich seine Aktion in Frage und warf ihm verwundert Fragen zu, was dass den soll und warum er so agressiv sei. Nach kurzem Wortgefecht platze ihm dann die Hutschnur und er zerrte mich mit voller Kraft in Richtung Ausgang und warf mich raus.

Nun stelle ich fest, dass meine 130€ Jacke an den Nähten teilweise komplett aufgerissen ist weil er mich wie nen Sack Kartoffeln durch die Gegend geschleudert hat. Ab zur Polizei - Anzeige wegen Sachbeschädigung erstellt.

Kann ich damit Rechnen, dass er mir den Betrag für die Jacke erstattet wenn ich ihm ne Frist setze? Oder darf sich das Personal durch das Hausrecht einfach alles erlauben im Umgang mit angetrunkenen Gästen.

Danke im Voraus

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Motorrad Diebstahl, grobe Fahrlässigkeit oder nur Fahrlässigkeit?

Hallo,


kurze Erklärung der Sachlage:

Mein Motorrad wurde letztes Jahr gestohlen, Anzeige wurde sofort erstattet und an den Versicherer gesendet. Versicherungsnehmer ist meine Mutter und ich bin versicherte Person. Meine Mutter hat nach Eingang eines Schreibens des Versicherers die geforderten Unterlagen an den Versicherer gesendet. Hierbei hatte meine Mutter leider nicht mit mir gesprochen, dass ich den Schlüssel den ich immer zum Fahren benutzt habe in meinem Helm aufbewahrte. Sie hat nur den Zweitschlüssel, der in der Mappe mit den weiteren Unterlagen war an den Versicherer gesendet. Der Schlüssel hatte aber natürlich keine Gebrauchsspuren. Der Versicherer rief dann irgendwann an und teilte mit, dass wir den anderen Schlüssel noch zusenden müssen, was wir dann auch sofort machten. Erst zu dem Zeitpunkt fiel meiner Mutter und mir auf, dass wir nicht richtig mit einander gesprochen haben. Der Versicherer lehnte die Zahlung erst komplett ab, mittlerweile hat er sich auf grobe Fahrlässigkeit geeinigt und zahlt die gekürzte Leistung.


Meine Frage ist nun, ist es bereits grobe Fahrlässigkeit von meiner Mutter / mir, dass wir hier nicht miteinander richtig gesprochen haben? Ist es uns so auszulegen, dass es jedem von uns hätte klar sein müssen, dass es mehr als einen Schlüssel gibt? Wie sind ja schließlich keine Fachleute und gibt's hierzu bereits ähnliche Urteile? Oder handelt es sich um eine Obliegenheitsverletzung? Zum Zeitpunkt des Diebstahls war ich noch minderjährig.


Vielen Dank für eure Antworten :)

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