Ist so ein Zertifikat kreditwürdig unterm Lebenslauf (als sonstiges)?

2 Antworten

Was in diesem Zusammenhang "kreditwürdiig" sein soll, erschließt sich mir nicht, aber wenn du damit "seriös" oder "anerkannt" meinst, dann ist meine Antwort: nein.

Auch der Verweis auf den europäischen Referenzrahmen mit den entsprechenden Levels macht dieses "Zertifikat" nicht seriös.

Seriös und als Nachweis über tatsächliche Sprach-/ Englischkenntnisse dienen hier z.B. Delf, toefl oder das Cambridge Certificate. Bei solchen anerkannten Prüfungen muss man neben schriftlichen Tests auch mündliche Prüfungen vor echten Prüfern ablegen.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Das letzte markierte ist mir bewusst.

Eine Studie die zwischen den Stärken des Lese- und Hörverständnis im Gegensatz zu den bezahlten Tests belegt wurde, besagt, dass beides ungefähr den gleichen Wert beträgt (z.B. in Lese 2 Punkte weniger und in Hören 1 Punkt mehr)

Warum müssen"Zertifikate" unbedingt in den 100€+ Bereich gehen und halten nur für 2 Jahren? Ja, eine Sprache kann verloren gehen, doch Leute die um den C1/C2 Niveau herumschweben werden wohl kaum fundamental was anderes machen, was sie bevor gemacht haben (Bücher lesen, Zeitung lesen, TV Shows schauen, ...)

Könnte man sagen, dass EF Set besser "als nichts" ist, um zumindest etwas seine Angaben "kreditwürdig" zu machen? z.B. wenn ich jetzt angebe "gute Kenntnisse" (was ja B2 ist), würde mir dann ein C1 in Lese- und C2 in Hörverständnis mir diese Aussage kreditwürdig machen?

@JanfoxDE

Das Problem bei sogenannten "nicht anerkannten" Zertifikaten ist, dass sich da jede Menge Scharlatane drunter befinden, sie den Qualitätsanforderungen meist nicht genügen und die Prüfungen - ohne persönliches Erscheinen vor Prüfern- auch gepfuscht sein können. Jemand, der Englisch gut beherrscht, kann den Test unter deinem Namen gemacht haben. Du kannst das Zertifikat ja dazulegen, aber es weist nicht deine Kenntnisse nach Europäischem Referenzrahmen nach. Der Personaler würde eher schmunzeln, ich spreche aus Berufserfahrung. Auch bei Unis wird sowas nicht anerkannt. Du kannst im Lebenslauf natürlich deine Kenntnisse angeben, evtl. werden sie durch deine Schulenglischnote ja bestätigt.

P.S.: "kreditwürdig" ist ein Begriff aus der Finanzbranche und passt hier nicht so wirklich....

@rotreginak02

Ich hab gedacht credible -> kreditwürdig, ist wohl leicht anders

In manchen Dingen bin ich im Englischen besser / weiß mich auszudrücken im Englischen, obwohl ich deutscher Muttersprachler bin.

Deshalb ist es mir gerade so wichtig, dass ich ein Zertifikat für das Englische habe, da ich langsam, aber stetig überall besser werde im Englischen wenn man mich mit dem Deutschen vergleicht, momentan ist es noch circa 45% Englisch, 55% Deutsch. Besonders in Wirtschaft und Finanzen weiß ich mehr auf Englisch als im Deutschen.

Ich werde erst in 4 Jahren annährend an dem Niveau kommen wofür die englische Note 1 (1 = wenn die Leistung den Anforderungen* in besonderem Maße entspricht.) mir dann mind. C1 Kenntnisse anrechnen lassen würde.

Das wäre wohl nach der Abitur mit 13-15 Punkten -- was ich wohl sehr unwahrscheinlich bestehen würde, da das einzige wo ich kein Defizit -- sondern eine Begabung habe -- Englisch ist.

Deutsch wurde mir versaut durch 4 Jahre Sonderschule und 6 Jahren Hauptschuledeutsch, da hab ich die Hoffnung schon aufgegeben.

@JanfoxDE

Ich verstehe dich ja, wollte dir nur die "Realitäten" schildern. Wenn du unbedingt ein Zertifikat haben möchtest für Bewerbungen, dann musst du/ deine Eltern halt in den sauren Apfel beißen und ein anerkanntes wie TOEFL/ CAE machen. Es kostet halt Geld, weil dahinter eine Kommission/ Prüfer stecken, die das nicht ehrenamtlich machen.

Aber wie schon erwähnt: du kannst deine Englischkenntnisse auch ohne Zertifikat im Lebenslauf erwähnen, bestenfalls erkennt man das ja auch an deiner letzten Englischnote aus dem Zeugnis. Wenn für deine spätere Berufswahl Englisch nicht unbedingt Grundvoraussetzung ist, so benötigst du doch auch nicht zwingend ein anerkanntes Zertifikat über dein Level. Nur wie ebenfalls schon oben geschrieben: dieses hier ist kein seriöser Nachweis oder gleichwertiges Zertifikat.

Kreditwürdig? Das ist Quatsch.

Ein Sprachzertifikat belegt aber die Qualifikation hinsichtlich der Sprachkenntnisse und wird daher sowohl im Lebenslauf genannt als auch als Anlage mitgeschickt.

Sinnvoller sind aber "gängige" Zertifikate wie z.B. Cambridge ESOL.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

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