Ist man vom Gesetzt her verpflichtet die Berücksichtigung von zählkindern geltend zu machen?

3 Antworten

Hallo, alles zum Thema Kindergeld findet man in der Dienstanweisung zum Kindergeld nach dem Einkommensteuergesetz (DA-KG); Stand: 2014, als pdf im Internet. Anträge bei der Familienkasse kann man stellen, bis Festsetzungsverjährung nach § 169 Abgabenordnung eingetreten ist, da hier das EStG gilt. Beantragen muss man nur etwas, wenn man was bekommen will, man ist nicht verpflichtet.

Aber ich vermute, dass Du etwas verwechselst. Zählkinder wären Kinder, für die Du Anspruch auf Kindergeld hast, weil es Deine sind, es aber nicht bekommst, weil sie bei dem anderen Elternteil leben.

Natuerlich ist an nicht verpflichtet, so etwas geltend zu machen, man ist grundsaetzlich nicht verpflichtet, Vorteile geltend zu machen, man kann es nur tun. Es geht ja um das mehr an Kindergeld fuer das dritte und vierte Kind. Das heisst in deinem Fall, haette eine Person eures Haushaltes das Kindergeld fuer alle Kinder bezogen, auch fuer die Stiefkinder, dann haette es mehr Kindergeld gegeben, als wenn jeder nur fuer 2 eigene Kinder Kindergeld bekommt. Hier haette deine nunmehr Ex dem zustimmen muessen, dass du das Kindergeld fuer alle erhaeltst, also quasi ihre Rechte abtreten.

Schon alleine wegen dieser Zustimmung und da die Situation sich jetzt ja geaendert hat, bezweifle ich, dass da nachtraeglich was zu machen ist.

Aber sicher bin ich mir auch nicht, daher solltest du vielleicht einfach mal bei der Familienkasse nachfragen, ob dies moeglich ist. Die Zustimmung der Mutter wird auf alle Faelle benoetigt und das Geld solltest du zumindest mit ihr teilen, wenn es moeglich sein sollte.

Danke für die ausfürliche Antwort. Des Teilen hm.

Hey Wobmat99,

Infos hierüber findest du in der Broschüre "Merkblatt Kindergeld" von der Familienkasse auf Seite 24 unter dem Punkt 6 bzw. hier in dem Link:

www.arbeitsagentur.de/web/wcm/idc/groups/public/documents/webdatei/mdaw/mdk1/~edisp/l6019022dstbai378751.pdf?_ba.sid=L6019022DSTBAI378754

Gruß siola55

da steht aber nichts drin, ob man das rueckwirkend auch geltend machen kann.

@petrapetra64

stimmt das steht da leider nicht, trozdem danke

@Wobmat99

Bis zu 4 Jahre rückwirkend wird das Kindergeld gewährt bei Vorliegen des Anspruchs!

Ein Anspruch auf Kindergeld besteht grundsätzlich für jeden Monat,

in dem wenigstens an einem Tag die Anspruchsvoraussetzungen vorgelegen haben. Er verjährt vier Jahre nach dem Jahr der Entstehung!

Nachzulesen in der Broschüre auf Seite 28 unter Punkt 9!

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