Ist Grundsicherung das Gleiche wie Sozialhilfe?

5 Antworten

Grundsicherung wie ich das verstanden habe ist eine Modellkombination aus alter Sozialhilfe und Erwerbsunfähigkeitsrente (EU-Rente) bei nicht vorhandener Rentenversicherung . Sie wird wohl ebenfalls bei zu geringen oder nicht vorhandenen Rentenanspüchen als Ergänzung gezahlt. Im Gegensatz zum ALG2 welches Bundesmitteln gezahlt wird, wird Grundsicherung aus Landesmitteln bestritten.

Da hat sich schon etwas Geändert,es gab Sozialhilfe und Grundsicherung diese wurde in ein Topf gesteckt.Es ist Sozialamt für Alle Fälle zuständig.Noch vor Kurzen gab es Grundsicherung Team und Sozialhilfe Team.Man wird jetzt nur von Sozialhilfe Team betreut,egal ob Gesund,Behindert,Rentner oder Asylbewerber.Ich selbst finde das ganze nicht in Ordnung. LG Luckydog

Grundsicherung gibt es für Personen, die voll Erwerbsgemindert sind (also unter 3 Stunden arbeitsfähig pro Tag) und keine Rente erhalten sowie für Personen, die eine Rente erhalten, deren Höhe aber nicht die Höhe des ALGII-Regelsatzes erreicht. Die Berechnungs- sowie die Auszahlungsmodalitäten sind die gleichen wie bei HartzIV/ALGII, wobei es aber bei der Grundsicherung keinerlei Freibeträge bei Einkommen aus Nebenjobs gibt. Hier müssen von jedem hinzuverdienten Euro 66,6 Cent an das Sozialamt abgegeben werden.

Grundsicherung wird vom Sozialamt bezahlt, ist also eine Art Sozialhilfe

Nun ja, streng genommen, heißt beides Grundsicherung.

1.Leistungen nach SGB II - also im Volksmund "Hartz IV" - heißt offiziell "Grundsicherung für Arbeitssuchende". Kriterium hierfür ist die Arbeitsfähigkeit, also die schon erwähnten täglich 3 Std. Fähigkeit, auch einfachste Arbeiten am Schreibtisch verrichten zu können.

2.Wer befristet erwerbsunfähig ist (mehr als 6 Monate keine 3 Std. arbeiten kann, aber nicht auf Dauer), erhält Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem 3. Kapitel SGB XII.

3.Wer auf Dauer keine 3 Std. tägl. arbeiten kann oder über 65 ist, erhält Grundsicherung für Erwerbsunfähige und im Alter nach dem 4. Kapitel SGB XII.

Die Leistungshöhen sind überwiegend gleich. Bei 1. gibts noch höhere Freibeträge bei zusätzlichem Einkommen aus Erwerbstätigkeit. 1. und 2. werden immer taggenau gezahlt. Die Leistung zu 3. wird immer in ganzen Monaten bewilligt. 1. schließt auch eine Pflichtversicherung bei einer Krankenkasse ein.

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