Ist es riskant mein Auto zusammen mit dem Kennzeichen zu verkaufen?

9 Antworten

Versicherungstechnisch geht die Kfz-Haftpflichtversicherung mit der Übergabe des Fahrzeuges und der vollständigen Bezahlung des Kaufpreises aufgrund des damit erfolgenden Eigentumsübergangs automatisch auf den Käufer über.

Aber man ist erst mal weiter als Halter eingetragen, kann bei einem Unfall in einen etwaigen Prozess hineingezogen und mindestens formal als Halter beklagt werden.

Man kann der Versicherung und Zulassungsstelle mitteilen, dass man das Auto verkauft hat, und ist ab dem Moment einigermaßen aus dem Schneider, während der schlumpige Käufer sich womöglich richtig strafbar macht, wenn er weiter rumfährt (Fahren ohne gültiges Kennzeichen.)

Allerdings hat man die entsprechende Rennerei am Hals.

Mindestens Führerschein zeigen lassen und das Übergabe-Datum in den Kaufvertrag schreiben.

Ein Überführungskennzeichen kostet doch nur einen Gang zur Zulassungsstelle und das Material. Der Käufer soll sich eine eVB Nummer besorgen für Dauerkennzeichen und für Überführungskennzeichen von gleicher Gesellschaft. Dann kostet die Überführung versicherungstechnisch nichts. Er kommt mit Überführungskennzeichen, gibt dir den Kaufpreis, nimmt den Autoschlüssel, baut sein Ükennzeichen an und fährt nach Hause. Du bist alle Sorgen los.

Überläßt du dem Käufer auch deine Kennzeichen, dann kannst du Trödel haben wenn er das Fz nicht abmeldet oder einen Unfall baut. Mit dem Kennzeichen sind deine Daten hinterlegt, dein SFR, deine Anschrift.

Seit 01. April diesen Jahres geht dies nicht mehr einfach so. Um ein Kurzzeitkennzeichen zur Überführung erhalten zu können muss eine gültige HU nachgewiesen werden. Seit dem können aber Kurzzeitkennzeichen wieder an jeder beliebigen Zulassungsstelle erhalten werden, der potenzielle Käufer kann sie also auch bei der Zulassungsstelle holen wo auch der Fragesteller sein Fahrzeug abmeldet.

Man sollte beachten das eine deutsche Zulassung im Osten  oft genug mehr wert ist als das Fahrzeug..  Daher ist es ein ungeschriebenes Gesetz ein Fahrzeug  niehm,als zugelassen zu Übergeben..

Zum einen gibt es  hier massig Fragen und Antworten die zugelassene Fahrzeuge verkauft haben und hinterher probleme bekamen diese abgemeldet zu bekommen..  das kennzeichen zurückzusenden  hilft nicht viel denn es muß ja auch mit papieren die beim kauf übergeben werden  müßen  abgemeldet werden..  

Lass dich auf keine weinerlichen und abenteuerlichen Geschichten ein die dich dazu bringen sollen den Wagen angemeldet aus der Hand zu geben.. Du haftest weiter vollumfängolich für alles was bis zur Erfolgreichen abmeldung mit dem Wagen passiert und darüber hinaus auch noch.. Egal welche Verträge du zusätzlich abschließt und  diese können ja auch gebrochen werden.. Dann versuch mal eine karre  abzumelden die in kasachstan oder polen mit deiner Zulassung spazieren fährt . Den interessiert das reichlich wenig was er  hier unterschrieben hat  wenn ernicht mehr greifbar ist..

Oft genug  werden die Fahrzeuge wenn abgemeldet  übergeben ausgeschlachtet und in einem Wald gefunden die du dann als letzter nachweispflichtiger halter dann entsorgen kannst.. hab ich leider oft genug erlebt.. Daher ist es wichtig auch bei ausländischen Käufern Passdaten und Adressen ( ggf sogar   überprüfen ob es die adressen gibt  Googeln ) im einem Kaufvertrag zu dokumentieren  am besten sogar Copys von diesen Papieren zu erstellen.. Damit hast du dein Möglichstes zum vermeiden solcher Aktionen  getan .

Du kannst dem Käufer das Fahrzeug  hinstellen aber erst abmelden und dann Papiere und Schlüssel übergeben..   Mit der übergabe eineszugelassenen fahrzeuges  öffnest du dem Missbrauch  alle möglichkeiten.. Schau dir auch ruhig meine anderen antworten dazu an.,. Joachim

Ein gewisses Risiko gibts natürlich.

Aber ich habe selbst vorige Woche ein Auto gekauft und es 600km überführt und durfte das Nummernschild des Vorbesitzers benutzen.Er hatte es mir selber angeboten,was ich sehr schön fand.Ich brauchte keine Kaution zu hinterlegen....nur mein Wort.Nun weiß ich ja von mir selbst das ich korrekt bin ;),....ob ich einen anderen mit meiner Nummer fahren lassen würde?mmmmmh

Auf jeden Fall in die Police schauen ob fremde damit fahren dürfen und es der Versicherung vorsichtshalber melden.

Ansonsten finde ich das mit der Kaution schon nicht schlecht.

ich glaub da würde sich jeder freuen wenn man sich n Auto kauft & mit seinen Kennzeichen heim Fahren darf .. erspart einiges mir selber wärs zu riskant ..  aber an seiner stelle würde ich einfach die Versicherung fragen ob jemand anders fahren darf wegen verkauf & nen Vertrag machen 

"Mit Kennzeichen" bedeutet, dass er das Auto während es noch angemeldet und versichert ist, mit nimmt. Des Weiteren bedeutet das, dass der Käufer das Auto abmeldet oder ummeldet und dir die Kennzeichen zurück schickt. Richtig?

Dazu erzähle ich dir folgende (wahre) Geschichte:

Damals (das war 1999) habe ich meinen 6 Jahre alten Renault 19 an einen Autohändler verkauft (angemeldet und sogar vollkaskoversichert). In dem Kaufvertrag, den ich selbst aufgesetzt hatte, war eindeutig geregelt dass er das Auto "kauft wie gesehen" und was noch wichtiger ist: "Das Fahrzeug wird innerhalb von drei Tagen abmeldet". Der Typ ist dann sechs Wochen(!) lang mit Vollkaskoversicherung auf meine Kosten herum gefahren, ohne das Auto ab- oder umzumelden. Erst nachdem ich der Zulassungsbehörde den Verkauf (mit Kaufvertrag und Adresse des Käufers) angezeigt habe, wurde das Auto abgemeldet. Die Vollkaskoversicherung hat mich für die Zeit 258,- DM gekostet. Ich habe ihn ermahnt, den Betrag an mich zu bezahlen, aber er hat nicht reagiert. Ich hätte ihn anzeigen und auf Zahlung verklagen können, habe das aber doch nicht getan...

Also wenn du ein angemeldetes Auto verkaufen willst, bist du mit der Kaution schon mal auf der richtigen Seite. Aber du brauchst unbedingt einen unterschriebenen Kaufvertrag, damit du der Zulassungsbehörde notfalls den Verkauf beweisen kannst. Am besten lässt du dir noch eine Kopie vom Personalausweis des Käufers geben.

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