Ist es riskant ein Auto zu kaufen, dass sich noch in der Finanzierung befindet?

10 Antworten

Du machst einen Kaufvertrag und zahlst die Kaufsumme an die Bank. Die gleicht damit den Kredit aus und gibt Dir den Kfz-Brief und den Rest der Kaufsumme dem Verkäufer.

Also muss vorher geklärt werden wie hoch die Restkreditsumme bei der 'Bank ist (der Verkäufer fragt vorher die Bank und die schreibt ihm die Restforderung).

Wenn der Kaufpreis geringer als die Restforderung ist muss der Verkäufer die Differenz der Bank bezahlen.

Also wie gesagt: Du machst einen Kaufvertrag und in dem wird die Restsumme bei der Bank eingetragen und auf welches Konto bei der Bank Du das einzahlen sollst. Und natürlich regelst Du das selbst mit der Bank sobald Du einen Kaufvertrag hast.

Und wenn ich das Geld dann an Audi überweise, vielleicht nimmt sich der Verkäufer dann einfach den Brief und sagt zu mir er ist der Besitzer und er will sein Auto zurück.

@sarah778811

Der Verkäufer kann den Brief nicht bekommen weil Deine Überweisung wird unter der Voraussetzung getätigt, dass die Bank (meinetwegen Audi Bank) Dir den Brief aushändigt. Das Risiko liegt eher in der Autoübergabe. Denn Du bekommst schon den Brief von der Bank gegen die Zahlung - das wird halt vorher zwischen Dir, dem Verkäufer und der Bank vereinbart. Aber wo dann das Auto ist ist halt meist nicht das Ding der Bank. Also wäre die sicherste Variante: Die Bank (oder ein Dritter) bekommt das Auto (aber keinen Brief) nach der Vereinbarung über den Kaufpreis und Abschlussw des Kaufvertrages.

Prinzipiell kein Problem, wenn er die Audi-Bank mit in die Abwicklung holt und du entweder direkt an die überweist (und den Brief von denen bekommst) oder er es irgendwie anderweitig mit denen so abstimmt, dass Brief gegen Geld getauscht wird.

Es besteht definitiv ein Risiko, dass es zu Verzögerungen und sonstigen Ärgernissen bei der Abwicklung kommt.

Generell sollte das problemlos gehen.

Wenn du die Finanzierung komplett ablöst soltest du vorher mit der Bank sprechen. da können evtl. Haken sein, dass eine Ablösung gar nicht funktioniert.

Was ich nicht machen würde ist das Auto kaufen und die Finanzierung noch über den Vorbesitzer laufen lassen.

richtig, auf gar keinen Fall die Finanzierung des Vorbesitzers übernehmen

@jgobond

Die Finanzierung kann man schon übernehmen wenn man will.

Man sollte nur nicht die Finanzierung beim Vorbesitzer laufen lassen. Denn da ist das Auto schnell weg, wenn der einfach zu zahlen aufhört.

Würde ich die Finger von lassen. Zu kompliziert, zu viele Leute im Boot, bei der Marktlage unnötig, zu viele Stolperfallen. Man bekommt es i.d.R. mit Leuten zu tun, die einen mit irgendeinem Mist zulabern um das oder gar die eigentlichen Probleme zu verschleiern und hat hinterher schnell das Problem irgendwem oder -was hinterher laufen zu müssen.

Ein Auto innerhalb einer Finanzierung verkauft auch niemand freiwillig. Da ist ordentlich Ebbe im Portemonaie und es fragt sich sofort, ob denn vorher das Geld überhaupt für die anstehenden Wartungskosten gereicht hat....

Nachtrag: es kann auch sein, dass es sich um ein Montagsauto handelt und der Besitzer will das Groschengrab los werden.

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