Ist es rechtens das ich zu wenig bezahlten Kindesunterhalt für ein Jahr nachzahlen soll - Es besteht kein Titel, wurde immer vom Anwalt geregelt?

5 Antworten

Wenn dich ihr Rechtsanwalt nicht schriftlich aufgefordert hat mehr zu zahlen,Auskunft über Einkommen zu geben und das erst jetzt geschehen ist,dann musst du meiner Meinung nach rückwirkend keinen Unterhalt zahlen,denn nur wenn er das vorher gemacht hätte,würdest du mit der Zahlung in Verzug gesetzt und müsstest nachzahlen !

Selbst wenn ein Titel vorhanden wäre,käme meiner Ansicht nach auch nur dann eine rückwirkende Zahlung in Betracht,wenn du vorher schriftlich zur Auskunft deines aktuellen Einkommens aufgefordert wurdest bzw.mehr Unterhalt zu zahlen.

Ja so sehe ich das eben auch. Was ich so gelesen habe ...bei einem dynamischen Titel muss sich der Unterhaltspflichtige selber darum kümmern und halt immer wissen wenn sich an der Tabelle was ändert.

Wenn tatsächlich kein Titel gegen dich ausgestellt worden ist, bräuchtest du theoretisch nichts zahlen oder nur so viel, wie du willst....

Auch wenn ein Titel bestehen würde, in dem ein "Festbetrag" vereinbart wurde, bräuchtest du erst ab dem Monat mehr zahlen, in dem die erhöhte Forderung an dich herangetragen wurde. Eine "Nachzahlung" für zurückliegende Monate könnte nicht eingefordert werden. [Dies wäre nur bei einem "dynamischen" Titel möglich, bei dem sich der Unterhalt "automatisch" erhöht (durch höheres Einkommen bzw. Erreichen der nächsten Altersstufe bzw. Anpassung der Düsseldorfer Tabelle...)]

Es geht doch um deine Tochter! Es hat ihr etwas mehr Unterhalt zugestanden als der Anwalt gefordert hat. Nun ist der Fehler aufgefallen und soll korrigiert werden. Was soll deine Tochter von dir denken, wenn du wegen 236 Euro Krakeel machst? Dass sie dir nichts wert ist? Nur dass, was du nicht umgehen kannst? Das wird dem Selbstbewusstsein deiner Tochter richtig guttun!

Vermutlich hat der Anwalt versäumt, Änderungen der Düsseldorfer Tabelle dem Kindesunterhalt anzupassen. Das ist sehr ärgerlich, aber nicht zu ändern. Du könntest dir auch einen Anwalt nehmen, aber was erreichst du dadurch? Die Gebühren für ihn dürften noch höher sein. Schlucke den Ärger herunter und zahle die geforderte Nachzahlung, es geht ja auch um dein Kind.

Künftig solltest du immer ein Auge auf die Düsseldorfer Tabelle werfen, Änderungen werden oft in der Presse angekündigt.

http://steuerschroeder.de/D%C3%BCsseldorfer-Tabelle.html

wer bezahlt denn den Anwalt deiner Frau.. (?) der kostet doch sicher ein Vielfaches von jedem "Kindesunterhalt", da "Unterhaltssachen" für die immer ein "gefundenes Fressen" sind wegen Härtefall

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