Ist es möglich trotz Forderung durch ein Inkassounternehmen Vergleich mit dem Gläubiger zu machen?

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Prinzipiell ist es natürlich besser zu probieren einen Vergleich zu erreichen bevor es an ein Inkassobüro geht, aber normal ist es auch danach noch möglich (auch wenn sicherlich kosten drauf kommen die vorher nicht da waren). Vernünftige Vorschläge machen, die meisten lassen mit sich reden

Das das Inkassounternehmen im Regelfall die Forderung nur eintreibt und diese nicht an das Inkassounternehmen abgetreten wurde, ist es natürlich weiter möglich, sich mit dem Gläubiger zu einigen.

Ist es möglich trotz Forderung durch ein Inkassounternehmen Vergleich mit dem Gläubiger zu machen?

Ja, wenn das Inkassobüro nicht selbst Gläubiger ist. Dies müsste aber nachgewiesen werden durch Vorlage der Abtretungserklärung (§ 410 BGB). Dann handelt das Inkassobüro in eigener Sache, dafür werden dann natürlich keine Gebühren fällig.

Vergleiche gehen immer, wenn er gut ist nehmen sie auch die Kosten des Inkasso unternehmens in kauf, es kommt natürlich darauf an um welche summe es sich handelt.

Das er garnichts bekommst bezweifel ich, ausser du beantragst Insolvent, aber ob du das wegen einer einzelnen Forderung möchtest, ist fraglich.

Ansonsten kommt nach dem Inkasso dann ein Vollstreckungsbescheid und dannach Kommt der Gerichtsvollzieher :) bis dahin hast du also Zeit Zu verhandeln oder das Geld aufzutreiben.

Ansonsten kommt nach dem Inkasso dann ein Vollstreckungsbescheid und dannach Kommt der Gerichtsvollzieher :) bis dahin hast du also Zeit Zu verhandeln oder das Geld aufzutreiben.

Wann und wo kommt der Mahnbescheid, dem man binnen 14 Tagen (teilweise) widersprechen kann? Ach ja VOR dem Vollstreckungsbescheid. Nachzlesen in §§ 688 ff ZPO.

@kevin1905

ach da war ja was ;D ganz vergessen, danke für deine ergänzung :D

Das er garnichts bekommst bezweifel ich, ausser du beantragst Insolvent, aber ob du das wegen einer einzelnen Forderung möchtest, ist fraglich.

Wer unterhalb der Pfändungsfreigrenze lebt, bei dem ist nichts pfändbar. Der Gläubiger bekommt dann (vorläufig) gar nichts, bis sich die Situation ändert. Man ist nicht gezwungen, Privatinsolvenz anzumelden.

hi,

mann muss und sollte auf Inkassonepper garnicht reagieren, außer evtl mit Zurückweisen.

Albern. Wenn die Forderung berechtigt ist, muss sie irgendwie aus der Welt. Also ich meine die Hauptforderung, natürlich nicht die Fantasiegebühren. Eine berechtigte Forderung einfach zurückzuweisen bringt nur eine Kostenerhöhung durch gerichtlichen Mahnbescheid, Zwangsvollstreckung oder Klage mit folgender Zwangsvollstreckung...

@mepeisen

Schon klar.

Ich meine mit Zurückweisen ja das Inkasso und deren überzogenen Kosten.

Ich denke, ich habe die Vorgehensweise oft genug gepostet.

Hauptforderung + evtl Kosten v. z.B. 5€ nur an den richtigen Gläubiger zahlen, mit genauer Bestimmung der Verwendung. - wg § 367 BGB

Inkassonepper sind dann unbeachtlich.

Die müssten ja im Streitfall erstmal nachweisen, dass die den Schuldner überhaupt angeschrieben haben und noch dazu müssten die den nachweis erbringen, dass dem schuldner die Vollmacht übermittelt wurde.

Selbst dann, wenn das alles da wäre, scheitert die Durchsetzbarkeit an § 254 BGB. - Schadenminderungspflicht.

@hasenfuss67

Das ist auch soweit richtig. Vielleicht in Zukunft den Dreizeiler etwas anders formulieren, damit es keine Missverständnisse gibt :-)

@mepeisen

Zu Befehl, Herr Oberst! ;-)

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