Kann es vorkommen, dass der vorherige Arbeitgeber von Personalvermittlern kontaktiert wird, um Informationen über den Bewerber zu fragen?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Es kommt durchaus vor, dass ein Unternehmen, bei dem sich jemand beworben hat, den ehemaligen Arbeitgeber kontaktiert, um sich über den Bewerber zu informieren, jedoch verstehe ich nicht so ganz dein Beispiel:

  1. Wen meinst du nun mit "Personalvermittler"? Eine Leihfirma oder jemanden von der Agentur für Arbeit?
  2. Warum sollte der "Personalvermittler" ausgerechnet die Aussage im Zeugnis über die Beendigung des Arbeitsverhältnisses anzweifeln? Schließlich ist jeder Arbeitgeber am Ende verpflichtet, ein wahrheitsgemäßes Zeugnis auszustellen. Wer sich mit Arbeitszeugnissen auskennt, hat genügend Spielraum, die Leistungen, das SV und den freiwilligen Schlusssatz so zu formulieren, dass er trotz der "Wohlwollenspflicht" dem zukünftigen AG mitteilen kann, was er tatsächlich von dem ehemaligen Mitarbeiter hält, ohne dass damit das Zeugnis eingeklagt werden kann.....

Es erschließt sich mir daher nicht, warum der Ex-AG ausgerechnet beim Kündigungsgrund die Unwahrheit schreiben sollte, und selbst wenn er das -warum auch immer- getan haben sollte, so wird er das einem "Fremden" gegenüber wohl kaum äußern. Da käme er ja in "Teufels Küche".

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Du hast Recht, ich habe mich nicht klar ausgedrückt. Sorry, Deutsch ist nicht meine Muttersprache.
Mit "Personalvermittler" meinte ich diejenige, die sowohl in einem Unternehmen als auch in einem Zeitarbeitsfirma das Personal suchen.

@Atolla07

ah, ok. Das sind die so genannten "Personaler" aus der Personalabteilung ;-)

@rotreginak02

Vielen Dank! Ein neues Wort für meinen Wortschatz! :)

@Atolla07

der ohnehin schon viel besser ist, als von sehr vielen Muttersprachlern, auch deine Grammatik ist verdammt gut, daher kam ich nicht einmal auf die Idee, du wärst kein Muttersprachler....

@rotreginak02

Ich danke dir so sehr, paradoxerweise ist das manchmal ein Problem, erstens, weil ich merke, dass ich besser schreibe, als ich spreche, und zweitens, weil die Muttersprachler mich für keine Ausländerin halten, so dass sie oft Ausdrücke verwenden, die ich nicht verstehe. 

@Atolla07

interessant....und tröste dich: ich (als Muttersprachlerin) verstehe so manche Ausdrücke von (jungen) Muttersprachlern auch nicht, wenn sie in einem falschen Kontext verwendet werden, weil sie selber die tatsächliche Bedeutung nicht wirklich kennen ;-)

@rotreginak02

LOL! Dann lasst uns zusammen trösten, weil es mir auch mit meinen jungen Landsleuten passiert :D

Das ist gängige Praxis. Der ehemalige Arbeitgeber unterliegt aber dem Datenschutz, darf also nicht so ohne weiteres Informationen "raus rücken". Es ist also proble-matisch, wenn der Bewerber hier keine Zustimmung zu dieser Praxis gegeben hat.

Interessante Bemerkung. Hatten Sie irgendwelche Erfahrungen damit?

@Atolla07

Ich hatte eine Umschulung gemacht bei einem freien Bildungsträger. Bei denen hatte sich mal ein Unternehmen für Zeitarbeit über mich erkundigen wollen. Dort sind die aber abgeblitzt, weil die den Datenschutz dort sehr ernst nahmen. Die Leiterin hatte denen lapidar erklärt, ich hätte von denen ein Zeugnis mit Beurteilung bekommen, wo alles zu ersehen wäre. Das erzählte mir später mal die Leiterin des Bildungswerkes.

Klar, das ist garnicht mal so unüblich.

Die gleiche Frage stelle ich Ihnen auch: Hatten Sie irgendwelche Erfahrungen damit?

@Atolla07

Ja habe ich bzw. meine Frau. Bei einem ihrer ehemaligen Arbeitgeber hat sie solche Anrufe entgegengenommen.

Ja, das ist durchaus üblich.

Ist das kein Zeitaufwand?

@Atolla07

Das ist ein kurzer Anruf.

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