Ist es möglich als Student einen Minijob und ein bezahltes Praktikum zu machen?

2 Antworten

Steuerlich dürfte das kein Problem sein - selbst wenn der Minijob nach Steuermerkmalen ausgeübt wird, dürfte das Bruttoeinkommen nicht 11.000 € überschreiten - dann läge das zu versteuernde Einkommen unter dem steuerlichen Grundfreibetrag. Wenn der Minijob mit pauschaler Versteuerung durchgeführt wird, ist er nicht mitzurechnen. Die abgezogene Lohnsteuer erhälst Du mit Abgabe der Steuererklärung dann wieder zurück.

pauschale Versteuerung/nach Steuermerkmalen beim Minijob ist auch wegen der Steuerklasse beim Praktikum von Bedeutung:

Wenn Minijob pauschal versteuert wird, dann ist das egal.

Wenn Minijob nach Steuermerkmalen versteuert wird, dann erhält ein Job Steuerklasse VI (hohe Abzüge, die man später mit Abgabe der Steuererklärung wiederbekommt) - dann sollte man dem Arbeitgeber beim Praktikum dann mitteilen, daß er Dich als Hauptarbeitgeber anmeldet, weil der Verdienst im Praktikum wahrscheinlich höher ist (dann erhälst Du Steuerklasse I (ich gehe davon aus, daß Du nicht verheiratet bist) - dann erhält der Minijob automatisch Steuerklasse VI.

Grundsätzlich können beide Arbeitsverhältnisse parallel ausgeübt werden.

Es ist aber sozialversicherungsrechtlich etwas zu beachten:

Handelt es sich um ein vorgeschriebenes Zwischenpraktikum, dann ist es komplett sv-frei und die Stundenzahl spielt keine Rolle.

Ist es ein freiwilliges Praktikum ist die Stundenzahl während der Vorlesungszeit auf max. 19,99 Std. begrenzt (Bei Anmeldung als Werkstudent) - die Stunden beider Jobs werden zusammengerechnet - in diesem Fall wären nur Rentenversicherungsbeiträge zu entrichten.

Bei 30 Std Praktikum ist es eine voll sv-pflichtige Beschäftigung - hier spielt dann die Stundenzahl keine Rolle.

Du kannst nur in der studentischen Versicherung sein, wenn du hauptberuflich studierst. Davon geht man nicht mehr aus, wenn du mehr als 20h die Woche arbeitest. Das gilt natürlich nur, wenn es ein freiwilliges Praktikum ist und kein Pflichtpraktikum.

Sofern du unter 25 bist und im Monat nicht mehr als knapp 450 Euro verdienst, kannst du bei deinen Eltern/deinem Ehepartner familienversichert bleiben.

Wenn du mehr verdienst und/oder mehr arbeitest, dann musst du dich entweder über den Arbeitgeber versichern oder selbst über die freiwillige Versicherung. Kostet etwa 150 Euro im Monat.

Was du sonst an Abgaben bezahlen musst, hängt von der Höhe deines Verdienstes ab. 

Problem mit Studententarif: Nach welcher Gebührenordnung rechnen Physiotherapeuten ab?

Ich habe folgendes Problem: Ich habe eine STUDENTISCHE private Krankenversicherung bei der Debeka und zuletzt Krankengymnastik auf Rezept bekommen. Ich bin verpflichtet, der Praxis im Vorhinein ein Merkblatt bzgl. meines "besonderen" Tarifs auszuhändigen. Dies habe ich auch gemacht.

Dort steht u.a. drin, dass Heilmittel bis zum 1,3fachen Satz der GOÄ erstattet werden. Darüber hinaus steht, dass "die versicherte Person von der Einhaltung des Satzes ausgeht, falls der Arzt ihm VOR Beginn der Behandlung nichts anderes mitteilt".

Die Physiotherapeutin war damit auch einverstanden, jedoch haben wir dies kurz und knapp und nur mündlich vereinbart.

Nun habe ich eine Rechnung bekommen, in der mit dem Satz von 1,3 der VdeK für Physiotherapeuten abgerechnet wurde. Dieser ist wesentlich höher, schlussendlich würde ich auf 63 % der Kosten sitzen bleiben. Das entspricht 284 €, was für mich als Student natürlich unzumutbar ist.

Nun ist es so, dass am Ende des Merkblattes aber auch steht: "Beim Bezug von Heilmitteln sind die nach dem Tarif PSKV versicherten Studierenden Selbstzahler" und "Bei Überschreitung dieser Sätze ist die Rechnung an den Versicherten selbst zu richten".

Das ist alles verwirrend und ich bin im Streit mit der Praxis. Ich berufe mich auf die oberen Zitate, die Praxis sich auf die unteren.

Wie sind diese unterschiedlichen Aussagen innerhalb des Merkblattes zu deuten? Wer hat hier Recht?

Wie rechnen denn Physio-Praxen grundsätzlich ab? Nach der GOÄ oder nach der VdeK?

Ist es denn üblich und normal, bei einer studentischen privaten Versicherung bei Inanspruchnahme von Heilmitteln auf so hohen Kosten sitzenzubleiben?

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Selbstständig + Angestellt + Minijob, oder wie mache ich das?

Hallo Leute,

ich habe eine komplizierte Job-Situation und wollte fragen wie ich das jetzt zukünftig löse.

Aktuell bin ich Vollzeit-Student und nebenberuflich Selbstständig als Webdesigner. Krankenkasse läuft über den Studentenstatus.

Ab Oktober bin ich aber kein Student mehr, dann müsste ich eh "hauptberuflich" selbstständig werden und eine eigene Krankenversicherung (ich will gesetzlich bleiben) haben.

Jetzt möchte ich noch einen 450-Euro Job nebenbei aufnehmen, ich denke das ist aber unproblematisch oder? Dieser sollte auch steuerfrei durchlaufen!?

Zusätzlich habe ich nun die Möglichkeit in einer weiteren Firma zu arbeiten, diese haben mir angeboten mich für 451 Euro anzustellen, damit ich dort auch Versicherungspflichtig bin und die Krankenkasse darüber bekomme. Macht das Sinn? Gibt es da Probleme?

Meine Einkünfte der Selbstständigkeit schwanken auch stark, es können 500 aber auch 2500 € oder mehr sein, je nachdem...

Jetzt habe ich, meiner Meinung nach, zwei Möglichkeiten:

1) Der 450-Euro-Job ist, durch die Steuerfreiheit, auch neben einer hauptberuflichen Selbstständigkeit vollkommen ok. Für den anderen Job könnte ich mein Gewerbe erweitern und denen einfach eine Rechnung stellen!? (Ich weiß noch nicht ob der andere AG das will) Und mich wie geplant ab Oktober, wenn ich nicht mehr an der Uni eingeschrieben bin, hauptberuflich selbstständig machen.

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Denke ich richtig? Was sagt ihr, sollte ich am besten tun...

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Hallo, Ich bin für eine kurze Zeit von der Schweiz zu meinen Eltern nach Deutschland gezogen. Ich werde wieder zurück gehen im nächsten Monat und da ich nur sehr kurz hier bin und gerade total pleite, bin ich nicht krankenversichert. Ich weiß es ist ein Risiko, aber das gehe ich dem Fall ein. Weil ich die Kohle imoment wirklich ganz einfach nicht habe und bisher wirklich nie irgendwas dramatisches hatte. Wenn ich länger hier war habe ich mich immer krankenversichert und in der Schweiz natürlich auch. Jetzt sind leider einige Sachen sehr schlecht gelaufen und ich bin jetzt halt kurzfristig in dieser blöden Situation. Gerade deswegen würde ich gerne einen Minijob machen, um etwas neues Startkapital zu bekommen und war nun den Vertrag unterschreiben. Über 400 euro Verdienst finde ich wegen der kurzen Aufenthaltsdauer keinen Job. Ich weiß das man auch beim 400 euro Job Abzüge hat und das ist natürlich kein Problem. Aber man musste in dem Vertrag auch die Krankenkasse eintragen. Ich habe dann einfach mal die Krankenkasse eingetragen bei der ich zuletzt war. Dann habe ich im Intenet gelesen das von dem Betrieb auch ABgaben an die Krankenversicherung gezahlt werden. Geht das dann wirklich direkt an die von mir angegebene Krankenkasse? Also würde das ganze dann auffliegen? Oder merkt die von mir angegebene Kasse nichts davon,weil das in einen allgemeinen Topf geht? Wenn ich 150 Euro für die Krankenkasse prro Monat zahlen muss, lohnt sich das ganze wirklich nicht. Müsste dann 300 für versicherung abdrücken und könnte dort nur ca 2 wochen arbeiten. .

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