Ist es juristisch unbedenklich im Auto, Parks, Campingplätze etc. zu nächtigen um Miete etc. zu sparen, reicht es den Wohnsitz bei Verwandten anzugeben?

5 Antworten

Das ist in Deutschland alles verboten; auf dem Campingplatz ist es natürlich erlaubt, kostet aber Geld. In der Wohnung als Dauergast schaut es so aus:

Dauergast oder Untermieter

Einschränkungen gibt es bei der Dauer des Besuches: Ein Besuch ist in der Regel über mehrere Wochen hinweg auch ohne Einwilligung des Vermieters erlaubt. Hat sich der Besucher auch polizeilich umgemeldet und Namensschilder am Briefkasten oder/und der Klingel angebracht, so sind dies auch bei kürzerer Verweildauer Anhaltspunkte dafür, dass dem Besuch der Mitgebrauch an der Wohnung eingeräumt wurde. Das ist nach § 540 BGB ohne Erlaubnis des Vermieters nicht erlaubt. Der Vermieter kann den Mietvertrag unter Umständen kündigen. Voraussetzung für die Kündigung ist jedoch, dass der Mieter den vertragswidrigen Gebrauch trotz einer Abmahnung des Vermieters weiter fortsetzt (§ 543 Abs 3 BGB) .

Bei einem Zeitraum von 3 Monaten „Dauerbesuch“ ist eine normale Besuchsdauer überschritten (AG FfmHöchst Urteil v. 12.01. 1995 (Az Hö 3 C 5179/94) .

https://www.mietrechtslexikon.de/a1lexikon2/b1/besuch.htm

Wohnmobile, einschließlich Auto, sind auch nicht unproblematisch:

https://www.t-online.de/auto/recht-und-verkehr/id_47612678/wohnmobil-parken-ueberall-erlaubt-.html

Am besten geht es in der Wohnung zusammen mit Freunden, wenn man sich die Kosten teilt. Bei den meisten Wohnungen interessiert es den Vermieter nicht.

Wer zünftiger drauf ist, kann sich im Wald ein Erdhaus bauen. Das sollte man aber sehr gut tarnen, damit auch die Jäger es nicht erkennen. Materialien, Holz und Dämmstoffe gibt es aus Containern oder von Recyclingbetrieben. Das ist natürlich alles illegal, aber die Chancen, unbemerkt zu bleiben oder in Ausnahmefällen auch geduldet zu werden (Arrangement mit Förster und Jäger), stehen nicht schlecht. Wie gesagt, nur für zünftige Leute.

Sonst kann man auch ein Hobbygrundstück im Grünen pachten. Diese Grundstücke haben aber Seltenheitswert. Und auch hier ist das Wohnen nicht gestattet. Man sollte sich also gut mit den Nachbarn verstehen und sich sehr unauffällig verhalten: Müllansammlungen, zum Trocknen aufgehängte Wäsche, dauerndes Licht, was nach außen dringt usw. vermeiden. Nächtliche Verdunkelung empfehlenswert.

  • Ja, kannst Du machen.
  • Wenn du einen guten Platz gefunden hast, versuch dort so spät wie möglich anzukommen und vor sieben Uhr morgens wieder weg zu sein. So erregst du am wenigsten Aufmerksamkeit.
  • Sanitäre Anlagen sollten in der Nähe sein.
  • Und vielleicht einen Videoblog. Dein Leben im Auto interessiert die Leute und ein paar Euro extra sind ja auch ganz schön. 

In Parks? Kenne keinen, den man mit dem Auto befahren darf. Campingplätze? Klar. Aber das kostet ja nun mal auch Geld. Etc? Dort, wo du ohne Parkschein oder Parkscheibe stehen darfst, darfst du auch in deinem Auto übernachten. Ich würde allerdings doch eher das Auto abschaffen und die dort eingesparte Kohle in eine Wohnung investieren.

Viele Gemeindeordnungen verbieten das Lagern. Insofern solltest du dir einen Gemeinde suchen, wo das nicht verboten ist.

Ansonsten wird ein gutes Ordnungsamt immer etwas finden, um dich zu vertreiben ; - )

So wohnen darf man nur auf offiziellen Campingplätzen.

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