Ist es erlaubt mit Kopfhörern Musik hören beim Rollerfahren?

5 Antworten

Die StVO gibt hier keine Vorgaben in § 23.1, auch wenn dies zu Unrecht oft so ausgelegt wird. Weder die Binnenlautstärke von CarFi-Anlagen, noch das Tragen von Kopfhörern ist geregelt. Bei maßvollen Spitzenwerten um 80 Dezibel im Kopfhörer ist dies nicht lauter als starker Straßenverkehr.Kopfhörer auf dem Fahrrad oder im Auto sind ebenso wenig verboten wie ein leistungsstarkes Autoradio. Auf das rechte Maß kommt es an.

Es ist soweit ich weis zumindest nicht verboten.

Allerdings musst du ein Bußgeld zahlen, wenn du deswegen z.b. einen Krankenwagen überhörst. Bei nem Unfall kanns auch sein, dass du dadurch ne Teilschuld bekommst oder sowas.

Am besten machst du auch immer nur einen Kopfhörer rein. damit kannst du Musik hörn, bekommst aber trotzdem noch mit, was um dich rum passiert.

Hallo,es ist verboten mit zwei Kopfhörer zu fahren,mit einem nicht.Was meinst du wohl warum jede Helm und Gegensprechanlage nur eine Ohrmuschel hat.

Wenn es auf dem Fahrrad verboten sein sollte, dann erst recht auf dem Motorrad, werden manche sagen! Die Antwort liefert § 23 I StVO. Danach ist ein Verkehrsteilnehmer, ob auf zwei oder vier Rädern unterwegs, dazu verpflichtet, es zu unterlassen, sowohl seine Sicht als auch sein Gehör zu beeinträchtigen. Fraglich an dieser Stelle ist nur, wann eine Beeinträchtigung vorliegt. Das Musikhören per Kopfhörer während des Motorradfahrens ist nicht generell verboten. Eine Beeinträchtigung liegt aber jedenfalls dann vor, wenn durch zu laute Musik gewisse Grenzwerte überschritten werden.

Ob und inwieweit die Voraussetzungen einer solchen Beeinträchtigung vorliegen, beurteilt der Tatrichter nach den jeweils festgestellten Umständen, wie ein bereits etwas älterer Beschluss des OLG Köln v. 20.02.1987 (Az.: SS 12/87) zeigt:

1. StVO § 23 will als Spezialnorm alle Fälle erfassen, in denen ein Fahrzeugführer sein Hörvermögen durch irgendwelche Geräte, insbesondere durch Tonübertragungsgeräte, beeinträchtigt. Des Rückgriffs auf die allgemeinere Bestimmung des StVZO § 2, die sämtliche Verkehrsteilnehmer – auch Fußgänger – erfaßt, bedarf es danach nicht mehr. Die durch Geräte künstlich erzeugte Gehörbeeinträchtigung, wie sie in StVO § 23 vorausgesetzt wird, läßt sich infolgedessen als besonders geregelter Fall einer (vorübergehenden) Schwerhörigkeit iS vonStVZO § 2 verstehen. In den genannten Fällen der Gehörbeeinträchtigung liegt also Gesetzeseinheit vor, dergestalt, daß nur StVO § 23 zur Anwendung kommt, während StVZO § 2 verdrängt wird.

2. Radfahrern ist die Benutzung eines Walkmans mit Kopfhörer oder eines sonstigen Tonübertragungsgeräts jedenfalls dann untersagt, wenn die im Einzelfall eingestellte Lautstärke zu einer Gehörbeeinträchtigung iS des StVO § 23 führt. Dazu bedarf es keiner erheblichen Beeinträchtigung. Es genügt bereits eine geringfügige Überschreitung der Grenze, die eine unerhebliche Beeinflussung des Gehörs durch die genannten Geräte zu einer bedeutsamen Beeinträchtigung trennt.

(…)

Abgesehen davon: stilechte Biker genießen ohnehin die “Musik” des Endschalldämpfers, wobei auch hier gewisse Regeln beachtet werden müssen ;-) .

Fazit:

Es kommt also darauf an, ob die Lautstärke im Einzelfall derart laut ist, dass hierdurch gewisse Grenzwerte überschritten werden. Auf dem Motorrad dürfte dies allerdings schnell der Fall sein, insbesondere wenn man bedenkt, dass bereits das Tragen des Motorradhelms die Wahrnehmung der Umgebungsgeräusche erheblich vermindert.

Gleiches gilt natürlich auch für das Tragen von Gehörschutz im Helm. Beeinträchtigt/Dämmt er zu stark, liegt ein Verstoß im Sinne des § 23 I StVO vor.

http://dejure.org/gesetze/StVO/23.html

nein ist es nicht, da du so dem Verkehr nicht mehr folgen kannst.

Kostet 20 Euro, wenn du erwischst wärst. Und wenn du erwischst wärst, während du jemand anders dabei verletzt, ist der Führerschein weg.

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