Ist es Diebstahl, wenn man für etwas Pfand bezahlt hat und den Gegenstand behält?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Es besteht oft eine allgemeine Begriffsunsicherheit und Verwirrung. Pfand ist eigentlich nichts anderes als eine Sicherheitsleistung für eine zeitweilige Besitzüberlassung. Dabei behält sich der Pfandnehmer vor, die Pfandleistung im Fall der Überlassungsstörung zu verwerten. Eine Überlassungsstörrung tritt in dem Fall ein, wenn der Überlassungsgrund beschädigt oder verlustig ist. Dementsprechend bemisst sich das Pfand in Höhe des mindestens Wiederbeschaffungswertes.

Warum jetzt Begriffsverwirrung. Streng genommen wird mit der Pfanderhebung ein Leihvertrag abgeschlossen. Hierbei hat der Leihnehmer das Recht auf Wandlung bei Rückgabe. Macht der Leihnehmer von seinem Rückgaberecht keinen Gebrauch, ist stillschweigend ein Kaufvertrag über den Überlassungsgegenstand geschlossen.

wenn Du mir jetzt noch den/die § nennst, aus denen Du das abgeleitet hast, haste gute Aussichten auf die h.A. ;)

@mikeii

Das ist teilweise Wirtschaftsrecht, BGB und Kreditgesetz. Die Paragraphen mag ich jetzt nicht so rausklamüsern, ist mir zuviel Arbeit.

Aber schau mal hier: http://www.enzyklo.de/Begriff/Pfand

@1988Ritter

Ok. Allein für das Wort -rausklamüsern- krigste en Punkt!

@mikeii

Danke für die Auszeichnung.

@1988Ritter

Es war mir ein Fest! Danke Dir.

@1988Ritter

Es war mir ein Fest! Danke Dir.

Also Anhand der hohen Pfandpreise, die oft keine Relation mit dem tatsaechlichen Wert der Glaeser oder Becher darstellen, wuerde ich mal pauschal sagen...Nein, es ist kein Diebstahl... ich habe sogar mal einen Artikel gelesen, gerade ueber Weihnachtstassen, dass die Betreiber das sogar miteinkalkulieren, und sich ueber rege Umsaetze freuen.......So eine Tasse kostet oft im EK je nach Mengenabnahme oft weniger als ca. 0,70 cent......Brauereiglaeser kosten noch viel weniger...... Allerdings bin ich kein Jurist......und falls Jemand das Tafelsilber oder die Christallglaeser einer Luxusveranstaltung auf dieser Grundlage entfernen sollte, koennte ich mir eine Anklage durchaus vorstellen......

Hmm, vorab müsste der Jurist auch die entsprechenden §§ kennen, also ist die Frage unlogisch.

  1. Tasse - Weihnachtsmarkt, da dürfte der Pfandwert so hoch bemessen sein, dass der Verkäufer, sofern das Gefäss nicht zurückgegeben wird, keinen Verlust erleidet. Da könnte sogar unterstellt werden dass der Verkäufer sogar eine den verkaufsteigernde Wirkung, da Werbung einkalkuliert hat.
  2. Pfandhaus - Pfand. Soweit mir bekannt ist, werden normal 1/3 des erzielbaren Pfandwertes ausgezahlt und werden Pfänder wirklich ausgelöst ist der Zinsertrag nur ein zusätzliches Einkommen.

BGB Bürgerliches Gesetzbuch § 1247 Erlös aus dem Pfand Soweit der Erlös aus dem Pfande dem Pfandgläubiger zu seiner Befriedigung gebührt, gilt die Forderung als von dem Eigentümer berichtigt. Im Übrigen tritt der Erlös an die Stelle des Pfandes.

Heißt, du bezahlst Pfand, also ist es deins.

So ein Unsinn. Man sollte auch verstehen können, was man hier postet^^

@skyfly71

Bitte was daran ist Falsch?

@AlpHa90BHV

Es geht bei dem Paragraphen darum, daß eine SACHE gepfändet und danach verkauft wird. Und der Verkaufspreis steht demjenigen zu, der die Sache gepfändet hat. Hat also alles mit der Frage NICHTS zu tun.

@skyfly71

Oh man ich sollte mal besser lesen, danke ^^

Und wie sieht´s mit der Forderung von CC aus, die Ihre Flaschen zurückhaben wollen s.O.

Wenn für einen Gegenstand Pfand verlangt wird, bleibt der Verleiher weiterhin Eigentümer der Sache. Wenn der Entleiher die Sache nicht zurück gibt, sondern seinem Eigentum zuführt, begeht er eine strafbare Unterschlagung http://dejure.org/gesetze/StGB/246.html

Diebstahl scheidet deshalb aus, weil die rechtswidrige Wegnahmehandlung fehlt. Die Sache wird ja freiwillig heraus gegeben.

auch keine schlechte Erklärung.

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