Ist eine Krankmeldung nach Eigenkündigung nachteilhaft?

8 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Zu 1.: Du solltest auf alle Fälle Dein Arbeitszeugnis sehr gut anschauen und ggf. prüfen lassen. Ich vermute mal, Du hast ein Zwischenzeugnis. Das "Endzeugnis" darf davon nicht sehr abweichen.

Zu 2.: Der Arbeitgeber ist zur Entgeltfortzahlung bis zu sechs Wochen verpflichtet wenn Dein Arzt Dir eine AU-Bescheinigung ausstellt. Ob er Dir die Krankheit allerdings "abnimmt" und sich evtl. an die Krankenkasse wendet um Zweifel anzumelden, die dann evtl. den MdK einschaltet, kann ich Dir nicht sagen.

Du musst Dich auf alle Fälle "unverzüglich" arbeitsunfähig melden, bevor Du zum Arzt gehst und die AUB fristgerecht abgeben.

Zu 3.: Kündigen kann der AG Dir nur, wenn Du noch keine sechs Monate im Betrieb bist oder es sich um einen Kleinbetrieb mit nicht mehr als 10 Vollzeitbeschäftigten handelt. 

Ansonsten kann er Dir nicht kündigen, wenn Du Dir nichts zuschulden kommen lässt.

Danke fürs Sternchen

Wenn ein approbierter Arzt dich krankschreibt, gilt das immer!

Natürlich könnte dein Ex-AG versuchen dir einen (Kranken-)Versicherungsbetrug anzuhängen, da eine Krankmeldung nach Eigenkündigung förmlich nach Blaumachen riecht... aber du kannst die Gründe wegen des Mobbings bzw. emotionalen Stress nachvollziehbar erklären und für den Arzt MÜSSEN die gesundheitlichen Bedürfnisse des Patienten an erster Stelle stehen und nicht die Arbeitsteilung oder finanzielle Situation des Betriebs deines AG's.

Da die KK vermutlich einen Ausgleich der Arbeitsgeberaufwendung bei Krankheit leistet, werden die einem entsprechenden Hinweis evtl. nachgehen, könnte ich mir vorstellen. Deinen Hausarzt wird das aber sicherlich kaum aus der Ruhe bringen.

Ein unplanmäßiger Mitarbeiterausfall zählt ganz klar zum Unternehmerrisiko und das trägt der Unternehmer alleine.

Womit dein AG dir droht (Minusstd. für Feiertage), spielt keine Rolle. Er kann auch nur im gesetzlichen Rahmen agieren. Da kannst du ganz entspannt die Endabrechnung abwarten und dich bei Abrechnungsfehlern zur Not ans Arbeitsgericht wenden.

    Entstehen mir Nachteile bei einer Krankschreibung NACH Eigenkündigung?
    Nein. Wenn der entsprechende Befund eine Arbeitsunfähigkeit rechtfertigt, was Dein Arzt entscheiden muss.
    Kann es Gehaltsstopps geben?
    Ja, um Dich zu ärgern. Aus rechtlichen Gründen NEIN. Beachte, dass die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall 6 Wochen beträgt.
    .. oder gar eine Kündigung seitens des AG?

Ja, um Dich zu ärgern. Sie wird aber unwirksam sein, wenn der entsprechende Befund eine Arbeitsunfähigkeit rechtfertigt.

Viel Erfolg.

Ein Arbeitgeber wird sich wohl kaum die mühe machen jemanden,  der schon gekündigt hat zu kündigen. 6 Wochen muss er den Lohn  zahlen und danach muss Krankengeld beantragt werden. Was natürlich sein kann, dass dein zukünftiger Arbeitgeber bei deinen alten Chef nachfragt. Ist zwar nicht legitim wird aber oft gemacht, besonders wenn die Leute sich "kennen ". 

Solche Geschichten haben immer zweiseiten....

Krankenstand nimmt man wenn man "krank" ist. Bist Du es? Über mangelnde Arbeitskräfte brauchst Du keine Angst haben, gibt genügen Arbeitslose und  Zeitarbeiter die einspringen können.

Ich würde behaupten: Ja. Das, was auf die Psyche hierdurch geht, legte sich bereits in andere Körperregionen. Magen, Herz, Kopf. Ich will es nicht überdramatisieren, aber so ist es leider. 

LG

@verreisterNutzer

Dann nimmt Krankenstand das ist nämlich die gesetzliche  Lage.

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