Ist eine Hebamme Pflicht?

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Wie hier schon richtig gesagt; eine Hebamme ist nicht Pflicht. Aber warum sollte man gerade beim ersten Kind auf kostenlose Fachfrauen-Unterstützung verzichten? Die Hebammen-Nachsorge umfasst die Betreuung von Mutter und Kind. Nach einer Hausgeburt wie nach einer ambulanten Geburt ist die Wochenbett-Betreuung unerlässlich. Bis zum zehnten Tag nach der Geburt macht die Hebamme in der Regel täglich Hausbesuche, danach nach Absprache. Wenn eine Frau in der Klinik entbunden hat und nach einem mehrtägigen Klinikaufenthalt mit dem Kind nach Hause geht, hat sie als gesetzlich Versicherte für die verbleibenden Tage – bis zum zehnten Tag nach der Geburt – Anspruch auf tägliche Hebammenbesuche. Bis das Kind acht Wochen alt ist, kann die Mutter darüber hinaus 16-mal um Rat bitten. Bei Bedarf können noch bis zum Ende der Stillzeit Beratungsgespräche vereinbart werden. Treten Komplikationen auf, zahlen die gesetzlichen Krankenkassen auch noch weitere Hausbesuche. Privat versicherte Frauen müssen sich über ihre Leistungsansprüche bei ihrer Krankenversicherung informieren.

Wir schliddern zur Zeit durch die Versicherungsproblematik in einen Hebammennotstand, den du gerade leider zu spüren bekommst. Im Internet oder auf Flyern beim Frauenarzt oder in der Klinik findest du Hebammenlisten. In manchen Städten gibt es schon (aus der Not heraus geboren) Hebammensprechstunden.

Es wäre toll, wenn alle Frauen, die bei der Suche nach Hebammenunterstützung fehlschlagen, sich mit Briefen an Ihre Abgeordneten, an die GKV - Frau Massing und/oder an Gesundheitsminister Herrn Gröhe wenden würden. Briefvorlagelagen gibt es unter: http://www.hebammenfuerdeutschland.de/protest

Dir, liebe ChrissiMohamadi wünsche ich alles Gute!

Vielen Dank, für deine Antwort!

@ChrissiMohamadi

Dir vielen Dank für deinen Stern ChrissiMohamadi!

Ist alles gut gegangen bei der Geburt und in der ersten Zeit mit deinem kleinen Stropp?

Bei einer Geburt im Krankenhaus ist die Anwesenheit einer Hebamme Pflicht. Ein Arzt muss dagegen nicht unbedingt beteiligt sein.

Bei der Betreuung einer Schwangeren in den Monaten vor der Geburt ist keine Hebamme erforderlich. Die Vorsorgeuntersuchungen beim Frauenarzt sollten wahrgenommen werden.

Möchte man eine Hausgeburt haben, so ist eine Hebamme sehr dringend zu empfehlen. Ganz alleine zu gebären ist zwar nicht "verboten", aber bestimmt nicht so schön und könnte auch sehr gefährlich werden.

Eine Hebamme ist nicht Pflicht, aber so spät noch eine zu finden die dich während der restlichen Zeit betreuen kann wird schwierig, da die meisten jetzt schon genug Frauen begleiten.

Möchtest Du denn eine Hebamme, das ist doch eher die Frage?

Naja, eine zu haben wäre schon nicht schlecht. Da ich mir dadurch einige Wege nach der Geburt sparen könnte.

@ChrissiMohamadi

Hast Du mal den Frauenarzt gefragt was man da machen kann?

noch nicht, hab aber diese Woche wieder einen Termin und da wollte ich dieses Thema mal anfragen

@ChrissiMohamadi

OK, manchmal wissen die mehr. Aber wenn die anderen Hebammen keine Termine mehr haben, kann man glaube ich nichts machen. Machst Du sonst noch Vorbereitungskurse, manchmal bietet das Rote Kreuz ja auch etwas an.

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