Ist eine Bürgschaft rechtskräftig wenn man insolvent ist?

4 Antworten

Woher soll der Vermieter wissen im Normalfall, dass man in einer Privatinsolvenz ist? Dafür hätte er einen Auszug aus der Schuldnerkartei des Amtsgerichtes sich vorlegen lassen müssen.

Der Bürge hätte wissen müssen, dass er im Rahmen der Privatinsolvenz nicht in der Lage ist im Ernstfall zu bürgen. Das heißt eigentlich, dass es neben der Gefährdung der eigenen Insolvenz auch strafrechtlich sich schuldig gemacht. Wie das zu bewerten wäre, wie z.B. Betrug, müsste geprüft werden.

§ 239 BGB Bürge

(1) Ein Bürge ist tauglich, wenn er ein der Höhe der zu leistenden Sicherheit angemessenes Vermögen besitzt und seinen allgemeinen Gerichtsstand im Inland hat.

(2) Die Bürgschaftserklärung muss den Verzicht auf die Einrede der Vorausklage enthalten.

Jemand der Insolvent ist, wird das wahrscheinlich nicht leisten können, also darf er auch nicht Bürgen.

Wenn er im Falle der Eintretung bürgen kann, darf er es auch in der Privatinsolvenz. Spricht doch nichts dagegen. Also im Falle einer Insolvenz hat er ja den pfändungsfreien Betrag und muß damit auskommen. Nur falls er bürgt und er es nicht begleichen kann, dann besteht eine Gefährdung der Restschuldbefreiung. §290 und 295 INSO.

Der Vermieter hat den SOhn natürlich nehmen dürfen. Der Sohn hätte sich aber garnicht anbieten und als Bürge eintreten dürfen. Wenn es dumm läuft, war es das mit der Insolvenz.

Privatinsolvenz in DE ist eh ne schlechte Idee... :D

@Halbammi

Es zu lange dauert und man im Ausland wesentlich schneller da durch ist... ;)

@Schwarzlicht42

Wie willst du als Deutscher deine Insolvenz deine Schulden im Ausland loswerden?

@Christiangt

Geht in der gesamten EU. Man muss dort nur einen Wohnsitz besitzen (und der wird z.T. nicht mal geprüft, kommt aber auf das Land an). Stichwort Insolvenztourismus. Selbst Insolvenztrichter in Deutschland können dieses Vorgehen nachvollziehen...

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