Ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung wirklich so nötig wie allgemein behauptet?

5 Antworten

Ich bin seit 1992 ehrenamtlich in der gesetzlichen Rentenversicherung ehrenamtlich als Versichertenvertreter (Sozialwahlen, alle 6 Jahre) tätig. Jeden Monat sitze ich mit einem Arbeitgerbervertreter, einem Arzt und einem Verwaltungsmitarbeiter zusammen, um 40 Widersprüche wegen Ablehnung zu prüfen. Ich habe 2 Rentenreformen mitgemacht, die entscheidende war die Verschlechterung der Zugänge zu Erwerbsminderungsrenten. Es wird immer so sein, das es Berufe gibt, die von sich aus nicht so stark gefährdet sind, aber deshalb beantragen die Versicherten selten eine Rente, eher ist es so, das die vor 1961 geborene ihren Berufsschutz aufgegeben haben, immer wieder aufgrund von Arbeitslosigkeit und damit verbundenen Aufnahme einer Tätigkeit, nicht in ihrem erlernten Beruf. Alle die nach 1961 geboren sind, haben eh keinen Berufsschutz, da gilt es nur, wieviel Stunden kannst du noch irgendeine Tätigkeit ausüben. Hmm, und jetzt private Vorsorge? Da muss man schon schauen, welche Versicherer für welchen Beruf nach besten Bedingungen versichern. Da muss jeder sich selber kümmern und Leute suchen, die den Markt absuchen und entsprechende Vergleichsprogramme haben. Ich kann nur sagen, dass ich genau immer wieder die Fälle auf den Tisch habe und den Widerspriuch ablehnen muss, von denen man es nicht erwartet. Das hört nicht bei körperlichen Berufen auf, selbst Steuerfachgehilfen 1978 geboren, plötzlicher Herztod, ahtte nur 2 Jahre Zeitrente, soll wieder arbeiten gehen. Ich will damit sagen, dass mittlererweile viele junge Menschen Leistungen beantragen und uas der gesetzlichen Rentenversicherung nichts erhalten. Achso, jemand schrieb was von Wartezeit 18 Monate um eine Leistung zun bekommen, nein 60 Monate muss man Beiträge netrichtet haben, es werden nur noch 36 Monate schulische Ausbildung nach dem 17. Lebensjahr anerkannt, also liebe Gymnasisten und Studenten, ihr verschiebt die Leistungspflicht. Ach so der Vollständigkeithalber, bei einem Arbeitsunfallgelten verkürzte Wartezeiten. Bitte jeder für sich selber entscheiden, ich habe Freunde, die mit dem Motorrad verunfallt sind, eine erneute Berufsausbildung gemacht haben, aber auch von einem zweitklassigen privaten Versicherer solange ihre abgeschlossene Rente erhalten haben. Viel Glück und Gesundheit

Klar, man zahlt Wuchersummen und wenn es so weit ist, dann findet sich schon ein Grund, warum nicht gezahlt wird. Wenn ein Unfall passiert, greift Unfallversicherung oder Berufsgenossenschaft (wenn die sich nicht wie so oft davon befreien können) Zudem wann ist man berufsunfähig? Man kann immer noch umschulen. In vielen Bereichen kann man wegen kleinen Verletzunge von einem Körperteil nicht mehr in seinem Beruf arbeiten. Die Versicherung, die dann zahlt, möchte ich sehen.

Ich habe selbst eine BU, fühlte mich bisher auch damit gut beraten. Auf Arbeit hatten wir auch das Thema und plötzlich war ich einer von wenigen mit einer BU. Viele sagten es ist nicht notwendig. Ein Unfall auf Arbeit mit An- und Abreise sichert die BG ab, bei einem Unfall außerhalb der Arbeit -also privat- sichert die Unfallvers ab und bei sonstiger Erkrankung springt die Krankenvers ein. Außerdem werden im Versicherungsfall die gezahlten Beiträge von den gestzlichen Ansprüchen abgezogen. Eine meinte sogar: Vor ca 7 Jahhren wurde die BU als der größte Versicherungsschwindel aufgedeckt. Bin jetzt selber ratlos - Also gut informieren!

ich würde dir empfehlen dich im Internet nochmal darüber zu informiern. Empfehlen kann ich sie dir auf jeden Fall, da man dieses Risiko einer Berufsunfähigkeit auf keinen Fall unterschätzen sollte ;)

Dieses ständige Gerede über die Notwendigkeit der BUV. Jeder Vierte... . Wenn man bei den Versicherungen nachrechnen lassen will, wie hoch das Risiko für den eigenen Beruf ist (vielleicht nur jeder Zwanzigste), wie lange eine BU für diese Berufsgruppe im Schnitt dauert (vielleicht nur 0,5 Jahre = "normaler" Herzinfarkt), in welchem Alter im Schnitt die BU für den eigenen Beruf auftritt (vielleicht ist man schon im Schnitt über 60)und welchen Verdienstausfall man im Schnitt wohl haben könnte (vielleicht "nur" 20.000€ netto), dann sollte man sich überlegen, ob man solch eine BUV mit Monatsbeträgen von z.B. 150€ aus dem Nettoeinkommen abschließt. Nicht umsonst habe ich erfahren, daß die BUV als der GOLDESEL der Versicherungen gilt. Natürlich, es gibt harte Einzelfälle. Aber bei gesunder Lebensführung auf jeden Fall eine BU abzuschließen, halte ich für falsch. Zudem sind die meisten versicherten Summen im Auszahlungsfall zu klein. Infos zu den o.a. Fragen erhält man nicht von den Versicherungen, auch nicht auf freundlichste Nachfrage. Und Statistiker bin ich nicht, der die Daten vopn Bundesversicherungsanstalten auswerten könnte. Meine ketzerische Behauptung ist, daß in meinem Beruf bei meiner Lebensführung nur jeder 30te. berufsunfähig wird. Bei rund 50 Kollegen, die ich bisher habe und hatte, ist jedenfalls bis zum Durchschnittsalter von rund 45 Jahren, noch keiner berufsunfähig geworden. Ich bitte alle Versicherungsvertreter, auf meine Ausführungen NICHT zu antworten. Es wird immer dasselbe Gelaber sein. SIE WOLLEN NUR UNSERE BEITRÄGE. Und wenn es ernst wird, kommen Rechtsstreitigkeiten (vertuschte Erkrankungen) oder Nachuntersuchungen von Vertragsärzten der Versicherungen dazu. Danke für Eure/Ihre Antworten.

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