Ist ein Testament unzulässig, sobald irgendein Blödsinn drinsteht?

5 Antworten

Schreiben kann man alles in ein Testament. Auch die Abrechnung mit der unsäglichen Verwandtschaft. Das Testament muss ja vom Gericht eröffnet werden und dann ergibt sich, ob da auch verwertbare Verfügungen sind- wie das mit dem Haus.

Schreiben kann jeder alles. Ob die Person noch testierfähig war, kann oft im Nachgang nur schwer bewiesen werden- weil dann ist diese Person meistens tot (eigentlich immer...).

 

Der letzte Wille eines Menschen wird im Normalfall respektiert, auch wenn da Sachen stehen die natürlich nicht ernst gemeint sind. Aus praktischer Erfahrung kann ich aber nur jedem empfehlen sein Testament beglaubigen zu lassen sonst wird das schneller angefochten als ihr gucken könnt!

nur das was machbar ist, gilt dann. 

Es könnte ja auch drin stehen, das Haus vererbe ich meiner Tochter X und in ein paar Jahren später ist das Haus verkauft, keiner denkt mehr an den Passus im Testament. Damit ist das ja nicht ungültig. 

Meinem nichtswürdigen Sohn vererbe ich einen Tritt in den Hintern. " Einen Tritt in den Hintern kann man logischerweise nicht vererben.

Diese Bestimmung wäre nicht wörtlich zu nehmen, sondern der damit zum Ausdruck gebrachte gemutmaßte Wille umzusetzen. Und ist zweifelsfrei erkennbar: "Meinen Sohn schliesse ich von seiner gesetzlichen Erbfolge aus".

G imager761

Und der Ausschluss vom Erbe greift dann? Auch wenn die Aussage so schwammig ist? Und was ist, wenn der Erblasser es durchaus ernst gemeint hat und sich vielleicht von irgendwelchen Historiendramen inspirieren ließ, wo ungehorsame Sklaven mit 50 Stockschlägen bestraft wurden? Was, wenn er tatsächlich möchte, dass sein Sohn den Tritt erhält? Bekommen wird er ihn sicher nicht. Aber kann ein Gericht das so einfach als "Ausschluss von der Erbfolge" auslegen?

@verreisterNutzer

Natürlich. Das ist nun eine bekannte Redensart, die hier gemeint ist.

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