Ist ein nur mündlicher Auftrag rechtskräftig?

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Wenn sowohl dem Optiker als auch Dir klar war, dass es ums Ausprobieren geht, ist keine Forderung des Optikers gerechtfertigt. Nach Deinem Titel lag hier aber ein Auftrag vor, ohne dass Du schreibst, worin dieser Auftrag bestand. Dann gilt der natürlich auch ohne Schriftform.

Übrigens, da davon hier scheinbar soviele ausgehen: Kontaklinsen werden nicht speziell angefertigt, sondern in den gängigen Korrekturstärken in 1/4 Dpt Abständen hergestellt.

Also ein mündlicher Vertrag ist genauso rechtsverwertbar wie ein schriftlicher. Das Problem hierbei ist meistens nur, das es ja kein Dokument gibt, was das Zustandekommen des Vertrages tatsächlich beweist. Hier könnte ein Zeuge weiterhelfen, der das Schließen des mündlichen Vertrages bezeugen kann.

wer eine Bestellung aufgibt weiß, dass er diese auch bezhalen musst. wo also liegt dein Problem? sie wurden für dich speziell angefertigt. wer soll die Arbeit/Arbeiter deiner Meinung nach bezahlen?

Du hast ein Angebot eingeholt ueber Kontaktlinsen. Die waren nicht vorrätig und man hat sie bestellten müssen. Du wolltest sie dann nicht, weil sie offenbar nicht Deinen Ansprüchen genügt haben. Somit hast Du ein Angebot eingeholt und dieses dann nicht angenommen. Ein Vertrag ist nicht zustande gekommen. Auch nicht mündlich. Die Kontaktlinsen hast Du auch nicht mitgenommen denke ich. So ist es eine Frechheit Dir eine Rechnung zu schicken über die Kontaktinsen und die Anpassung. Schicke die Rechnung per Einschreiben zurück und erkläre dass kein Vertrag zustande gekommen ist und dass sie wohl selbst wissen, dass sie ohne Auftragsbestätigung mit Deiner gültigen Unterschrift diese Forderung nie gerichtlich durchsetzten könnten und Du nichts bezahlen wirst. Ich habe auch einmal ein Angebot für ein Hörgerät bekommen mit Beratung. Konnte das Gerät 2 Wochen tragen. Da es mich nicht befriedigte habe ich es wieder zurückgegeben (habe Unterschrift über Rückgabe verlangt) und der Fall war erledigt. Eine Rechnung haben die sich nicht getraut zu schicken.

Sicher sind auch mündliche Aufträge rechtsgültig! Hier gibt es nur ganz wenige Ausnahmen, wo zum Beispiel die Schriftform vorgeschrieben ist (zum Beispiel Kauf von Grundstücken und / oder Immobilien).

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