Ist ein mündlicher Arbeitsvertrag gültig ohne die Angabe zum Lohn besprochen zu haben?

10 Antworten

Ja, der Arbeitsvertrag muß nur bei einem befristeten Arbeitsvertrag schriftlich festgehalten werden.

Der Arbeitgeber muß dir jedoch innerhalb eines Monats schriftlich die Vertragsbedingungen des Arbeitsverhältnisses übergeben.

Beim Arbeitsvertrag ist, wie bei den meisten Verträgen die Schriftform nicht erforderlich, ist aber mehr als empfehlenswert. Grundsätzlich gelten dann im Streitfall die Tarifregelungen und die Gesetzlichen.

Genauso ist es. Es kommt auf das konkludente Verhalten des Arbeitgebers an - lässt es regelmässig die Vergütungsbescheinigungen anfertigen, so gilt der Arbeitsvertrag, und zwar nach BGB.

Danke schon mal für die fixen Antworten :-) Grundsätzlich weiß ich dass ein mündlicher Arbeitsvertrag gültig ist. Ich gehe davon aus das dabei mindestens bekannt ist wie viel man verdient, wie viel Tage Urlaub man hat, ob es ein befristeter Arbeitsvertrag ist oder nicht. Bei mir ist es im Grunde so: Montag kommste, 40 Stunden in der Woche. Zack, das wars schon. Deswegen frag ich :-)

Der Arbeitsvertrag selbst muss nicht schriftlich geschlossen werden (sofern es sich nicht um einen befristeten Arbeitsvertrag handelt).

Aber:

Innerhalb eines Monats müssen die wesentlichen Vertragsbedingungen (sie werden im Gesetz aufgeführt) vom Arbeitgeber schriftlich niedergelegt und dem Arbeitnehmer unterschrieben ausgehandelt werden! Das schreibt das Nachweisgesetz NachwG vor in § 2 "Nachweispflicht" Abs. 1.

@Familiengerd

Was aber die wenigsten AG die "nur" mündliche Verträge abschliessen dann auch machen.

@Maximilian112

Ja, leider.

Das dürfte eines derjenigen Gesetze sein, die am wenigsten greifen. Dabei wäre ein Überprüfung in Zusammenhang mit der Steuer- und Versicherungsanmeldung des Arbeitnehmers eigentlich recht unproblematisch.

Vielleicht schafft ja die Dokumentationspflicht in Zusammenhang mit dem Mindestlohngesetz Abhilfe.

§ 611 BGB

Vertragstypische Pflichten beim Dienstvertrag

(1) Durch den Dienstvertrag wird derjenige, welcher Dienste zusagt, zur Leistung der versprochenen Dienste, der andere Teil zur Gewährung der vereinbarten Vergütung verpflichtet.

(2) Gegenstand des Dienstvertrags können Dienste jeder Art sein.

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eine Vereinbarung der Vergütung gehört also zwingend dazu ... das könnte aber auch einfach die Vereinbarung "Mindestlohn" sein

Die Befristung müßte schriftlich erfolgen. Urlaub ist gesetzlich festgelegt, zumindest der Mindesturlaub und ansonsten gibt es das Mindestlohngesetz oder auch andere Kollegen zur Orientierung.

Du hast eine Festanstellung ohne Probezeit.

Kann ja sein das am Montag noch ein Vertrag unterschrieben werden soll. Da steht die Option Nein, für das Geld nicht noch offen.

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